Konjunkturelle Eintrübungen sind auch in der Region spürbar - Der Arbeitsmarkt im Mai

Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist die Arbeitslosigkeit im Landkreis Rosenheim im Mai leicht gestiegen. 4.663 Menschen waren arbeitslos gemeldet – zwar 215 Personen weniger als im April, aber 176 Personen mehr als im Mai 2025. Die Arbeitslosenquote betrug 3,1 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei genau drei Prozent.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 2.812 Personen (131 Personen weniger als im Vormonat, aber 204 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 1.851 Arbeitslose registriert (84 Personen weniger als im Vormonat und 28 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 40 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 85 auf insgesamt 2.885.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 3.779 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte betreut, das waren 92 Personen weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosigkeit ist im ganzen Bezirk der Agentur für Arbeit Rosenheim (Stadt Rosenheim, Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Landkreis Miesbach, Landkreis Rosenheim) im Mai im Vergleich zum April gesunken, aber im Vergleich zum Vorjahr 2025 auch leicht gestiegen. 9.953 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 351 Personen weniger als im April – 96 Personen mehr als vor einem Jahr.

Der Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Rosenheim, Michael Preisendanz, sagt zur aktuellen Lage:

„Die Situation auf dem Arbeitsmarkt hat sich in den vergangenen Monaten
stabilisiert und ist weiterhin besser als in vielen anderen Regionen in Deutschland. Die
konjunkturellen Eintrübungen sind aber spürbar: Das zeigt sich dadurch, dass die
Personalverantwortlichen bei der Ausschreibung von neuen Stellen zurückhaltender agieren
und die Menschen, die eine neue Arbeit suchen, dafür länger brauchen. Die Zahl der
gemeldeten Stellenangebote ist dementsprechend gering und die Arbeitslosenzahl hoch.“

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 6.003 Personen (221
Personen weniger als im Vormonat, aber 350 Personen mehr als vor einem Jahr). Im
Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 3.950 Arbeitslose registriert (130 Personen weniger als
im Vormonat und 254 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung
(Jobcenter) wurden 40 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 2.560 Personen arbeitslos. Davon kamen
1.230 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 2.913 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit,
davon nahmen 1.093 eine Erwerbstätigkeit auf.

So manche Unternehmen suchen aber weiterhin Mitarbeitende:

625 Stellen wurden im Mai neu gemeldet (114 weniger als im Vormonat – also fast 20 Prozent weniger – und fünf weniger als vor einem Jahr).

Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen

sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen,

Gesundheits- und Sozialwesen,

verarbeitendes Gewerbe,

Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kfz,

freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen sowie im

Bau- und im Gastgewerbe.

Aktuell befanden sich damit 3.703 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

Preisendanz wendet sich an arbeitsuchend und arbeitslos gemeldete Menschen sowie an Arbeitgeber und sagt:

„Die Agentur für Arbeit kann unterstützen, wenn
bestehende Qualifikationen nicht ausreichen, um auf dem Arbeitsmarkt unterzukommen oder
um einen bestehenden Arbeitsplatz zu erhalten. Sprechen Sie in diesen Fällen mit ihren
Ansprechpersonen über Weiterbildungsmöglichkeiten, um sich beruflich richtig für die Zukunft
aufzustellen. Informationen und die jeweiligen Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf unserer
Internetseite unter www.arbeitsagentur.de.“

Aktueller Stand auf dem Ausbildungsmarkt – Starttermin im September:

Im Bereich der Agentur für Arbeit Rosenheim waren bis Mai insgesamt 1.870 Interessierte als Bewerber für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet, darunter befanden sich 455 Jugendliche mit Migrations-Hintergrund.

Von den 1.870 Bewerbern und Bewerberinnen waren zahlenmäßig 100 Personen weniger als im Mai 2025 gemeldet. Aktuell suchen noch 850 Bewerber aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Alle anderen haben sich bereits für ein Angebot entschieden oder eine andere Alternative für sich gefunden.

Michael Preisendanz sagt zur aktuellen Lage auf dem Ausbildungsmarkt:

„Die regionalen Unternehmen haben bisher 2.762 Ausbildungs- und duale Studienplätze gemeldet, 366 Stellen
weniger als vor einem Jahr. Rein rechnerisch kommen damit auf 100 Stellen 68 Bewerber
bzw. Bewerberinnen. Aktuell sind 1.296 Ausbildungs- und duale Studienplätze frei.“
Aus technischen Gründen liegt aktuell eine leichte Untererfassung der gemeldeten
Ausbildungsplatz-Angebote vor. Der Fehler wird in den nächsten Wochen korrigiert. Das heißt,
es kommen eigentlich mehr freie Stellen auf eine Bewerberin bzw. einen Bewerber. Dennoch
ist es so, dass die Betriebe in der aktuell wirtschaftlich angespannten Lage insgesamt weniger
zu besetzende Ausbildungsstellen gemeldet haben als in den Vorjahren. Für den einen oder
anderen Jugendlichen ist die Traum-Ausbildungsstelle direkt vor der Haustür deshalb nicht
mehr frei.“

Schaut auch einmal nach ähnlichen
Ausbildungsberufen oder regional entfernteren Angeboten. Vielleicht ergibt sich ja so eine
Option. Ihr könnt euch auch per Mail an Rosenheim.Berufsberatung@arbeitsagentur.de an
unsere Berufsberaterinnen und Berufsberater wenden. Diese helfen euch gerne dabei den
passenden Ausbildungsplatz zu finden.

Ich drücke euch die Daumen!“

Die Angebote können unter https://www.arbeitsagentur.de/bildung abgerufen werden. 

Die weiteren Regionen des Bezirks im Überblick

Stadt Rosenheim
Die Arbeitslosigkeit ist in der Stadt Rosenheim im Mai 2026 gesunken. 1.994 Menschen waren
arbeitslos gemeldet, 56 Personen weniger als im April, aber 50 Personen mehr als vor einem
Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,1 Prozent und lag mit 0,3 Prozentpunkten unter dem
Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 5,1 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.054 Personen (59
Personen weniger als im Vormonat, aber 52 Personen mehr als vor einem Jahr). Im
Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 940 Arbeitslose registriert (3 Personen mehr als im
Vormonat, aber 2 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung
(Jobcenter) wurden 47 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im
Vorjahresvergleich um 84 auf insgesamt 1.668.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 2.147 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte
betreut, das waren 114 Personen weniger als vor einem Jahr.
(Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet)

Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen im Mai 2026 gestiegen. 1.752
Menschen waren arbeitslos gemeldet, 10 Personen mehr als im April, aber 2 Personen
weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 2,4 Prozent und war identisch zum
Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 2,4 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.125 Personen (33
Personen mehr als im Vormonat und 98 Personen mehr als vor einem Jahr). Im Rechtskreis
SGB II (Jobcenter) waren 627 Arbeitslose registriert (23 Personen weniger als im Vormonat
und 100 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter)
wurden 36 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im
Vorjahresvergleich um 136 auf insgesamt 1.677.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 2.226 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte
betreut, das waren 164 Personen weniger als vor einem Jahr.
(Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet)
 
Landkreis Miesbach
Die Arbeitslosigkeit ist im Landkreis Miesbach im Mai 2026 gesunken. 1.544 Menschen waren
arbeitslos gemeldet, 90 Personen weniger als im April und 128 Personen weniger als vor
einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 2,7 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter
dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,9 Prozent.
Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 1.012 Personen (64
Personen weniger als im Vormonat und 4 Personen weniger als vor einem Jahr). Im
Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 532 Arbeitslose registriert (26 Personen weniger als im
Vormonat und 124 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung
(Jobcenter) wurden 35 Prozent aller Arbeitslosen betreut.
In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im
Vorjahresvergleich um 72 auf insgesamt 1.085.
Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 1.372 erwerbsfähige Bürgergeldberechtigte
betreut, das waren 86 Personen weniger als vor einem Jahr.
(Grundsicherungsdaten sind vorläufig und hochgerechnet)

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