Das Ergebnis des regionalen IHK-Konjunkturberichts zum Frühjahr

Der IHK-Konjunkturindex bleibt mit 98 Zählern nahezu unverändert und liegt damit weiterhin deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 114 Punkten.
„Die Wirtschaft in Südostoberbayern erlebt weiterhin Rückschläge. Anstatt positiver Impulse für Wachstum und wirtschaftliche Erholung, treffen neue – diesmal internationale – Dämpfer mit voller Wucht unsere heimischen Unternehmen“, sagt Andreas Bensegger (Foto), Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Rosenheim. „Vor allem die steigenden Kosten bei Energie und Rohstoffen – getrieben vom Iran-Krieg – machen dem Wirtschafsstandort große Sorgen. Aber auch die hausgemachte Strukturkrise im Land macht den Firmen zu schaffen. Die Wirtschaft in der Region wartet sehnlichst auf einen großen Reformaufschlag der Bundesregierung, damit die Wirtschaft wieder hochlaufen kann!“
Aber: Die Geschäftslage erholt sich nach dem starken Rückschlag zu Jahresbeginn zumindest etwas.
27 Prozent der Unternehmen sind mit ihren Geschäften zufrieden, 22 Prozent zeigen sich unzufrieden.
Die größten Bremsklötze für die industriestarke und energieintensive Region sind die hohen Energie- und Rohstoffpreise: Lagen deren Nennungen zum Jahresbeginn noch bei 60 Prozent beziehungsweise bei 52 Prozent, zeigen sich jetzt 74 Prozent sowie 71 Prozent der Betriebe davon belastet. Über eine schwache Nachfrage klagen 59 Prozent.
Für die kommenden Monate erwarten die Unternehmen angesichts der Folgen des Iran-Konflikts eine deutliche Verschlechterung: 14 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer Geschäftsbelebung, 23 Prozent mit schlechteren Geschäften.
Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als Geschäftsrisiko steigen entsprechend sprunghaft an und erreichen mit 79 Prozent der Nennungen ein neues Rekord-Niveau.
Die Energie- und Rohstoffpreise sehen 78 Prozent als Risiko – der dritthöchste jemals gemessene Wert in der Region. Noch höher war er nur im Frühjahr und Herbst 2022 nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine.
Die Arbeitskosten (57 Prozent) und Inlandsnachfrage (56 Prozent) bleiben für mehr als jedes zweite Unternehmen relevant, verlieren aber im Vergleich zum Jahresbeginn etwas an Dramatik. Der Arbeitskräftemangel verharrt mit 44 Prozent auf ähnlichem Niveau wie zuletzt.
Bei den Personalplänen stehen die Zeichen weiterhin auf Stellenabbau, auch wenn das Tempo zumindest nicht zunimmt: Elf Prozent wollen aktuell Stellen aufbauen, 21 Prozent wollen Stellen streichen. Saisonal bedingt geht der Stellenabbau vor allem im Baugewerbe zurück. Auch bei ihren Investitionsplänen stehen die Unternehmen auf der Bremse: Die unattraktiven wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, hohe Kosten und fehlende Nachfrage sorgen erneut für stärkere Investitionszurückhaltung. 17 Prozent wollen Investitionen ausweiten, 25 Prozent wollen weniger investieren.
Die IHK hatte für ihren Konjunkturbericht Mitte bis Ende April zahlreiche Unternehmen in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Altötting, Mühldorf, Traunstein sowie in Stadt und Landkreis Rosenheim befragt. Dreimal im Jahr wird der IHK-Konjunkturbericht veröffentlicht.
Schaufenster

Deutschland hat „Dank“ der Energiewende die höchsten Strompreise.
Auch wenn die installierte Leistung den theoretischen
Strombedarf deckt, aber der Strom ist halt zu Unzeiten verfügbar und wird dann auf Kosten der Verbraucher als Minusgeschäft verscherbelt.
Wie sagte ein ehemaliger Wirtschaftsminister immer!
Das Geld ist schon da, es hat eben nur ein anderer!!!
Klar ist auch, überall wo der „Staat“ sich einmischt, unter dem Strich profitiert zum Großteil nur er selber, nämlich von der Steuerlast der Bürger.
Schau doch bitte nochmal auf die Stromrechnung. Der Anstieg der Preise ist seit dem Atomausstieg minimal und dem Anstieg von Gas und Öl geschuldet. Rest ist Einbildung.
Servus Lorenz Huber,
die Idee, die Sie da haben klingt logisch, ist aber falsch.
Die Preistreiber bei den Energien sind aktuell (und auch schon 2022) die Fossilen Energien, Gas und Öl.
Fun Fact: Deutschland importiert im Jahr fossile Brennstoffe im Wert von 80 Milliarden Euro. Das Geld hat jetzt auch ein anderer.
Die erneuerbaren Energien wirken aktuell preisdämpfend.
Gleichzeitig ist Deutschland bei der Infrastruktur für die Regelung auf der Verbraucherseite das europaweite Schlusslicht.
Es ist ein Problem, wenn marktbildende Preise nicht an die Endkunden weiter gegeben werden.
Übrigens: Kaufkraftbereinigt ist der Strompreis in Deutschland gar nicht so teuer.
Besonders die Großkundenpreise sind im europäischen Durchschnitt.
Auch historisch war es noch nie so, dass Deutschland für niedrige Strompreise bekannt war.
Grüße Benjamin
Die erneuerbaren Energien wirken aktuell preisdämpfend!
Das ist völlig Falsch, gerade in letzter Zeit wurde Strom erzeugt, den keiner braucht, darauf fiel der Strompreis ins Negative – teilweise minus 400 Euro pro Megawattstunde an der Strombörse.
Es wird Geld ausgegeben für etwas, das keiner braucht, bezahlen müssen wir Alle dafür.
Jetzt sind wir an dem Punkt, wo jede zusätzlich Windkraftanlage den Strompreis nach oben treibt.
Übrigens: Kaufkraftbereinigt ist der Strompreis in Deutschland gar nicht so teuer!
Das hört sich schön an, hilft aber keinem, unsere Unternehmen stehen im Internationalen Wettbewerb, dieser extrem hohe Strompreis der unsere Produkte am Weltmarkt so verteuert dass diese nicht mehr verkauft werden können.
Das kann man so oder so sehen. Die neg. Strompreise sind die Kosten zum Beladen einer Batterie ohne Lithium. Man nennt diese Batterie auch Österreich. Das funktioniert wunderbar und ist allemal günstiger als ein AKW und dessen Endlagerkosten. In Wasserburg jammert man wegen einer lächerlichen Deponie und fordert dann ein Endlager im Osten. Seltsame Leute hier.
Servus Friebertinger,
In ihrem Kommentar sieht man das Dilemma der deutschen Wirtschaft zusammengefasst.
Man sieht ein Problem und anstatt innovativ zu sein, wird geheult.
Wir brauchen keinen sozialistichen Einheitspreis. Wir müssen die Preise an den Markt weiterleiten. (Am besten wäre ein Knotenpreissystem.)
Die Unternehmen können sich Speicher installieren und ihn in Zeiten günstiger Strompreise befüllen.
Aber nein, lieber wird heheult.
So wird das nichts.
Grüße Benjamin
@Benjamin, das Speichern verteuert den Strom.
@Akelei
Strom zu günstigen Zeiten zu speichern, um ihn dann in Zeiten hoher Preise zu verbrauchen, reduziert den Gesamtpreis.
Grüße Benjamin
Übrigens ist es grotesk zu sagen, ich läge falsch und dann die Behauptung aufzustellen, negative Preise würden den Preis verteuern.
An deinen Aussagen ist leicht zu erkennen dass dir die Auswirkungen eines negativen Strompreises nicht bewusst sind.
Informiere Dich erst einmal, was das bedeutet.
Und zu den Speichern, die sind auch nur sehr begrenzt verfügbar, die heutige Kapazität an Akkus reicht nur für ca. 40min.
Der Ausbau würde den Preis nur noch weiter steigern, vor allem auch, weil die Stromnetze erst einmal umgebaut werden müssen.
Die Abschaltung der Kernkraftwerke war ein großer Fehler.
So ist es, vor allem einwandfrei funktionierende AKWs wie das ISAR2, das CO2-freien Strom rund um die Uhr liefert, war so ziemlich die schlechteste Idee, die man haben kann.
Dafür Strom mit Gas und Kohlekraftwerke zu erzeugen, die CO2-Schleudern sind – was ist da aus dem Wunsch nach der CO2-Vermeidung geworden?
Keines der zuletzt abgeschalteten Atomkraftwerke hätte ohne aufwändige sicherheitstechnische Nachrüstungen weiterlaufen können. Ihre Betriebsgenehmigungen waren erloschen. Auch die Entsorgung des zusätzlich anfallenden Atommülls wäre völlig ungeklärt gewesen. Die bisherigen Betreiber wissen sehr gut, warum sie an einem Weiterbetrieb dieser Anlagen nie Interesse zeigten.
Genauso hat es Gründe, warum kleine und große Unternehmen der Region Strom aus erneuerbaren Energien selbst produzieren bzw. solchen kaufen (wollen). Regional aus Sonne und Wind erzeugter Strom ist seit Jahren der mit Abstand kostengünstigste. Auch im öffentlichen Sektor gibt es inzwischen Positivbeispiele für die Nutzung günstigen PV-Eigenstroms, z.B. in Gabersee.
jetzt beten Sie auch den Unsinn vom günstigen erneuerbaren Strom nach, der nur wegen Subvention mit Steuergeld günstig erscheint. Zuverlässig ist er auch nicht, wegen Dunkelflauten.
Es sind chinesische Subventionen.
Deine Aussagen treffen so nicht zu. Beispiel ISAR2, der Betreiber Preußen Elektra wollte das AKW weiter betreiben, hätte auch die erforderlichem Maßnahmen durchgeführt unter der Bedingung dass er dafür eine Betriebsgenehmigung von 10 Jahren bekommt. Diese Genehmigung wurde jedoch vom damaligen Bundeswirtschaftsminister nicht erteilt, es war nicht erwünscht, so kann ein Unternehmen wie Preußen Elektra nicht arbeiten.
Und es bleibt dabei Strom aus Windkraftanlagen ist der mit Abstand teuerste Strom, deshalb baut Frankreich die Kernkraft weiter aus und hat beschlossen bis 2035 gibt es keine Genehmigungen für neue Windkraftanlagen.
Servus Friebertinger
Isar 2 könnte Strom fürs Chemiedreieck produzieren, dann bräuchten keine 27 285 Meter hohe Windkraftwerke in den Altöttinger Staatsforst gebaut werden, die dann ungefähr 6% des derzeitigen Strombedarfs der Region erzeugen.
Wacker Chemie stellt Leute aus und verlegt einen Teil der Produktion nach Tschechien.
Was noch dazu kommt der Standort dieser 27 Windkraftanlagen befindet sich in einer Wind Schwachen Gegend wie es im Südlichen Bayern oft so ist, diese Windkraftanlagen würden im Jahr für ca. 1400 Stunden Strom liefern bei 8760 Stunden im Jahr nicht wirklich brauchbar. Was auch zu enormen Kosten führen wird.
Ein Chemie Industrie Betrieb kann so nicht arbeiten, die brauchen eine zuverlässige rund um die Uhr Stromversorgung.
@Einbilder
Schau mal auf deine Rechnung.
25 o/o Netzentgelte
34 o/o Abgaben wie
Stromsteuer
Konzessionsabgabe
Kraftwärmekopplung
Netznutzentgelte
Offshore-Umlage
Zählergebühren usw.
41o/o
Strombeschaffung!
Noch Fragen?
Ok, eine Frage habe ich an dich. Was zahlst du heute für den Strom und was hast du 2016 – also vor 10 Jahren – bezahlt?
Eine völlig verfehlte deutsche Energiepolitik hat zu einem der höchsten Strompreise der Welt geführt und ist Treiber der Deindustrialisierung. Ausschließlich auf erneuerbare Energien zu setzen, ist ein fataler Irrtum, da diese zwar CO2-neutral, aber nicht grundlastfähig sind.
Du solltest den youtube Kanal wechseln und mal auf alte Rechnungen schauen. Nenn mir doch mal konkrete Zahlen bitte. Welche Teuerung hast du in den letzten 10 Jahren wirklich gesehen? Hol dir die Rechnung von 2016 und vergleiche mit 2026. Chatgpt hilft dir beim Prozentrechnen. Ziel der EZB ist eine jährliche Teuerung von 2%. Das hat dein Strompreis nicht erreicht. Außer vielleicht beim Grundversorger – aber dann hast du ohnehin ein anderes Problem.
So, Hans W. dann pass mal auf, die Industrie Strompreise mit Vergünstigung haben sich in den Jahren 2022 und 23 verfünffacht, von 5,9 auf 29 Cent. im Vergleich zu China mit nur einem Viertel der deutschen Stromkosten ist ein deutlicher Wettbewerbsnachteil, da die Energiekosten zum Beispiel in der chemischen Industrie mit circa 20 % in die Kalkulation eingehen. Also informier dich, bevor du hier postfaktische Kommentare absonderst.
China zum Vergleich heran ziehen, wo die Preise staatlich bestimmt sind, ist gewiss eine sehr schlaue Idee deines youtube Kanals – um eine Träne zu überzeugen.
Das wird auf Äpfel und Birnen rauslaufen. Strompreise sind in allen Industrienationen mehr oder weniger subventioniert. Die einen subventionieren vorher, die anderen erstatten nachher. Auch die Chemie Branche lebt hier und dort von Subventionen.
den Bundeszuschuß von 16,5 Mrd. (2025) vergessen wir einfach, steht ja auf keiner Rechnung, wird ja aus Steuermitteln bezahlt. Mit der Steuer haben wir nichts zu tun, die bezahlen dann wahrscheinlich andere. Oder könnte es doch sein das man die zum Strompreis miteinrechnen sollte?
Du hast doch nicht etwa die Kosten für den Atommüll unter den Tisch gekehrt oder? Big fail.
Entsorgungskosten Atommüll pro erzeugter Kwh ca.2,6 ct.
Bundeszuschuß ca. 6,4 ct. pro erzeugter Kwh aus erneuerbaren.
@Charly:
Die tatsächlichen volkswirtschaftlichen Kosten für Atomstrom (inklusive staatlicher Subventionen und ungedeckter Risiken) liegen laut Studien sogar weitaus höher, teilweise bei bis zu 42 Cent pro kWh. Die genaue Aufschlüsselung der finanziellen Belastungen lässt sich detailliert beim Atommüllreport nachvollziehen.
Gottseidank werden die nächsten Windkraft-/ und PV-Anlagen nicht mehr ans Netz angeschlossen, weil die Zuleitungen nicht realisierbar sind!
Geniale Ideologie…
Hoffentlich werden die gar nicht erst gebaut.
Das trifft vor allem auf Altötting, Burgkirchen zu, wenn man sich anschaut, wieviel Wald hier vernichtet werden soll, um die Windkraftanlagen dort zu bauen.
Es geht nicht nur um den Standort einer Windkraftanlage, es wird enorm viel Wald gerodet, um an die Baustelle heran zu kommen.
Ein enormer Schaden am gesamten Wald, das alles für den geringen Strom-Ertrag, den man dort erreicht.
Pro WKA müssen 1 ha Wald gerodet werden.
Es müssen Zufahrtsstraßen für schwere Fahrzeuge gebaut werden.
Aber der Freistaat Bayern würde vom Betreiber Qair Pacht bekommen.
Wieviel, das weiß ich nicht.
@Einbilder
Bei einem Jahresverbrauch von ca. 10.000kw/h rein den
Arbeitspreis betrachtet Brutto
Ca 5 ct weniger als dato.
Also ca. 25 ct.
Noch ein Tipp. Ich schätze, da ist auch eine Wärmepumpe dabei. Such dir Hilfe bei Energieberatern. Die sagen dir zb dass du einen extra Zähler haben kannst mit 19ct/kwh unverändert seit 10 Jahren. Gut informiert muss man weniger jammern.
Bei 10000 kwh (nicht kw/h) sollte der Preis dein geringstes Problem sein.
Aber Stand heute findest du genügend Anbieter mit 25ct. Also 0% , das ist Gift für die Wirtschaft und führt dazu, dass manche Leute 10.000kwh rausballern ohne dass es ihnen weh tut. Eine Preiserhöhung wäre also gut.
Seltsame Diskussion. Die Leute haben mehr als einen Pkw. Tanken im Monat 100 Euro und mehr und jammern dann, wenn sie im Jahr 500 statt 450 Euro für den Strom zahlen.
Es geht um die Wirtschaft, Deutschland rutscht in eine Deindustriealisierung.
Haha. Ja genau. Wegen des Strompreises :D
Wechsle den Kanal …
Gott sei Dank sind wir aus der Kernkraft aufgestiegen.
Meine Meinung: Das hat nichts mit den Preisen zu tun.
1. Das Risiko unsere Region auf Jahrhunderte radioaktiv zu verschmutzen, ist einfach zu groß. Bei Tschernobyl konnte noch jeder sagen: klar, dass so ein Sowjet AWK mal hochgeht. Aber Fukushima hat gezeigt, dass selbst bei Ländern, die hochtechnologisiert sind, wie Deutschland, mal zwei Probleme gleichzeitig auftreten können und ein GAU immer passieren kann.
2. Was sollen wir mit dem Müll machen? Ich will sicher kein End-, Zwischen-, oder Sonstwas-Lager bei mir in Wasserburg haben. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es jemanden gibt, der so ein Lager bei sich haben will und das für die nächsten 1000 Jahre. Also alle meine Ururur-Enkel sind da ja auch noch betroffen.
Ich will nicht mal, dass so ein Castor-Behälter an mir/am Ort vorbei transportiert wird. Wie kann ich es dann jemand anderem zumuten, dass Zeug bei sich zu lagern?
Unter diesen Gesichtspunkten ist es für mich schwer zu verstehen, warum es immer noch Menschen gibt, die den AKWs hinterherweinen.
@Stefan: Danke für Ihren sehr guten Kommentar.
Es ist erschreckend kurz gedacht, den AKW hinterherzuweinen.
Das Kernkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa in Fukushima ist im Januar wieder ans Netz gegangen.
In Japan sind neue AKWs in Planung, die haben verstanden wie wichtig eine zuverlässige Stromversorgung ist.
China hat sich zum Ziel gesetzt, dass in den nächsten Jahren bis zu 50 AKWs in Bau sind.
Das, obwohl China einen enormen Ausbau der PV und Windkraft schon vollzogen hat.
Das reicht nicht!
Was noch dazu kommt – in China werden ca. 100 Kohlekraftwerke in Betrieb gehen.
Deutschland wird sicher nicht die Welt retten
Hier sieht man, wie enorm der Energiebedarf in Zukunft sein wird …
Dass die Atomkraft in Deutschland heute keine Rolle mehr in der Stromerzeugung spielt – die letzten drei Meiler gingen am 15. April 2023 endgültig vom Netz –, ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Entwicklung. Es war kein plötzlicher Unfall, sondern ein über Generationen gewachsener Konsens mit einer sehr pragmatischen Kehrseite. Die wesentlichen Gründe lassen sich in vier Kernbereiche unterteilen:1. Der gesellschaftliche und politische Konsens:
Die Anti-Atomkraft-Bewegung hat in Deutschland eine historisch tiefe Wurzel, die bis in die 1970er Jahre (z. B. die Proteste in Wyhl oder Brokdorf) zurückreicht. Die Katastrophe von Tschernobyl 1986 verankerte die Skepsis tief im kollektiven Bewusstsein. Der erste Ausstieg (2000): Die rot-grüne Bundesregierung vereinbarte mit den Energiekonzernen den sogenannten „Atomkonsens“, der eine geordnete Restlaufzeit für alle bestehenden Kraftwerke vorsah. Die Kehrtwende nach Fukushima (2011): Nachdem die schwarz-gelbe Regierung den Ausstieg kurzzeitig verlängert hatte, sorgte die Katastrophe im japanischen Fukushima für ein radikales Umdenken. Unter Angela Merkel wurde der endgültige Atomausstieg bis Ende 2022 (aufgrund der Energiekrise durch den Ukraine-Krieg letztlich bis April 2023 gestreckt) gesetzlich besiegelt. Dieser Beschluss wurde damals von einer breiten parlamentarischen Mehrheit getragen.2. Das ungelöste EndlagerproblemEin zentrales Argument, das über Jahrzehnte hinweg die Debatten dominierte, ist der nukleare Abfall. Bis heute gibt es in Deutschland kein betriebsbereites Endlager für hochradioaktiven Müll. Die jahrzehntelangen, heftigen Konflikte um den Salzstock Gorleben haben gezeigt, wie politisch und gesellschaftlich blockiert diese Suche ist. Die Kosten für die Zwischenlagerung und die Erkundung neuer Standorte summieren sich auf Milliarden, die langfristig der Steuerzahler trägt, während die Verantwortung für den Müll an die nächsten Generationen weitergereicht wird.
3. Wirtschaftliche Realitäten:Aus Sicht der Energiekonzerne und Investoren ist die Kernkraft schlicht kein attraktives Geschäftsmodell mehr: Enorme Investitionskosten: Der Neubau moderner Reaktoren (wie man an Projekten in Flamanville in Frankreich oder Olkiluoto in Finnland sieht) dauert oft weit über ein Jahrzehnt und verschlingt zweistellige Milliardenbeträge. Ohne massive staatliche Subventionen und Garantien baut kein privates Unternehmen mehr ein Atomkraftwerk. Günstige Alternativen: Wind- und Solarenergie sind bei den reinen Erzeugungskosten (Stromgestehungskosten) inzwischen unschlagbar günstig geworden.Rückbau statt Neubau: Die großen Energieversorger (E.ON/PreussenElektra, RWE, EnBW) haben ihre Geschäftsstrategien längst komplett auf erneuerbare Energien und Netzausbau umgestellt. Der Rückbau der alten Meiler ist ein hochkomplexes, jahrzehntelanges Milliardengeschäft, weshalb ein Zurückdrehen der Zeit für die Betreiber technisch und ökonomisch völlig unrealistisch ist.4. Fehlende Flexibilität im modernen StromnetzDas deutsche Stromsystem baut drastisch auf den Ausbau von Wind- und Solarenergie um. Diese speisen Strom wetterabhängig und fluktuierend ein.Gefragt sind im Netz daher hochgradig flexible Partner – wie Gaskraftwerke (künftig mit Wasserstoff), Batteriespeicher oder steuerbare Wasserkraft –, die innerhalb von Minuten hoch- oder heruntergefahren werden können, um Netzschwankungen auszugleichen. Kernkraftwerke sind dagegen als träge „Grundlastkraftwerke“ konzipiert. Sie laufen am wirtschaftlichsten, wenn sie monatelang konstant unter Volldampf durchlaufen. Sie passen strukturell nicht mehr in ein Stromnetz, das von volatilen (schwankenden) erneuerbaren Energien dominiert wird.
Fazit: Während in einigen Ländern (wie Frankreich, Großbritannien oder den USA) die Atomkraft als Brückentechnologie oder CO₂-freie Stütze weiterverfolgt wird, hat Deutschland den Pfad gewechselt. Der Atomausstieg ist hierzulande keine aktuelle politische Laune, sondern das Ergebnis eines über 40 Jahre gereiften Prozesses, bei dem gesellschaftliche Ablehnung, rechtliche Fakten und die wirtschaftliche Neuausrichtung der Energiekonzerne unumkehrbare Fakten geschaffen haben.
@ Enrico
wer ist Verfasser des Atommüllreports?
Das kannst du doch ganz einfach googeln…
Ändert nichts daran, dass dieser mit fachlich qualifizierten Experten (Physiker, Ingenieure, Geologen) arbeitet und offizielle behördliche Daten nutzt..
Deine 2,6 ct kannst du doch selbst nicht ernst meinen…
Bitte mal eine ehrliche Antwort von dir persönlich (nicht von Kanal).
Meinst du echt, man kann die Kosten abschätzen ohne zu wissen, wo man den Müll entsorgen kann? Glaubst du, ein Land nimmt unseren Müll zum Nulltarif und wir zahlen nur den Transport? Oder schießen wir ihm zum Mars? Hast du denn wirklich keinen Zweifel an den Geschichten deines Influencers? Irgendwann muss man doch mal stutzig werden wenn die Geschichten zu kurios werden
Was tut das zur Sache? Ich bin der Verfasser😎
Ich glaube Kurioso meint eigentlich Charly