Das Ergebnis des regionalen IHK-Konjunkturberichts zum Frühjahr

Der IHK-Konjunkturindex bleibt mit 98 Zählern nahezu unverändert und liegt damit weiterhin deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 114 Punkten.
„Die Wirtschaft in Südostoberbayern erlebt weiterhin Rückschläge. Anstatt positiver Impulse für Wachstum und wirtschaftliche Erholung, treffen neue – diesmal internationale – Dämpfer mit voller Wucht unsere heimischen Unternehmen“, sagt Andreas Bensegger (Foto), Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Rosenheim. „Vor allem die steigenden Kosten bei Energie und Rohstoffen – getrieben vom Iran-Krieg – machen dem Wirtschafsstandort große Sorgen. Aber auch die hausgemachte Strukturkrise im Land macht den Firmen zu schaffen. Die Wirtschaft in der Region wartet sehnlichst auf einen großen Reformaufschlag der Bundesregierung, damit die Wirtschaft wieder hochlaufen kann!“
Aber: Die Geschäftslage erholt sich nach dem starken Rückschlag zu Jahresbeginn zumindest etwas.
27 Prozent der Unternehmen sind mit ihren Geschäften zufrieden, 22 Prozent zeigen sich unzufrieden.
Die größten Bremsklötze für die industriestarke und energieintensive Region sind die hohen Energie- und Rohstoffpreise: Lagen deren Nennungen zum Jahresbeginn noch bei 60 Prozent beziehungsweise bei 52 Prozent, zeigen sich jetzt 74 Prozent sowie 71 Prozent der Betriebe davon belastet. Über eine schwache Nachfrage klagen 59 Prozent.
Für die kommenden Monate erwarten die Unternehmen angesichts der Folgen des Iran-Konflikts eine deutliche Verschlechterung: 14 Prozent der Unternehmen rechnen mit einer Geschäftsbelebung, 23 Prozent mit schlechteren Geschäften.
Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen als Geschäftsrisiko steigen entsprechend sprunghaft an und erreichen mit 79 Prozent der Nennungen ein neues Rekord-Niveau.
Die Energie- und Rohstoffpreise sehen 78 Prozent als Risiko – der dritthöchste jemals gemessene Wert in der Region. Noch höher war er nur im Frühjahr und Herbst 2022 nach dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine.
Die Arbeitskosten (57 Prozent) und Inlandsnachfrage (56 Prozent) bleiben für mehr als jedes zweite Unternehmen relevant, verlieren aber im Vergleich zum Jahresbeginn etwas an Dramatik. Der Arbeitskräftemangel verharrt mit 44 Prozent auf ähnlichem Niveau wie zuletzt.
Bei den Personalplänen stehen die Zeichen weiterhin auf Stellenabbau, auch wenn das Tempo zumindest nicht zunimmt: Elf Prozent wollen aktuell Stellen aufbauen, 21 Prozent wollen Stellen streichen. Saisonal bedingt geht der Stellenabbau vor allem im Baugewerbe zurück. Auch bei ihren Investitionsplänen stehen die Unternehmen auf der Bremse: Die unattraktiven wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, hohe Kosten und fehlende Nachfrage sorgen erneut für stärkere Investitionszurückhaltung. 17 Prozent wollen Investitionen ausweiten, 25 Prozent wollen weniger investieren.
Die IHK hatte für ihren Konjunkturbericht Mitte bis Ende April zahlreiche Unternehmen in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Altötting, Mühldorf, Traunstein sowie in Stadt und Landkreis Rosenheim befragt. Dreimal im Jahr wird der IHK-Konjunkturbericht veröffentlicht.
Schaufenster

Deutschland hat „Dank“ der Energiewende die höchsten Strompreise.
Auch wenn die installierte Leistung den theoretischen
Strombedarf deckt, aber der Strom ist halt zu Unzeiten verfügbar und wird dann auf Kosten der Verbraucher als Minusgeschäft verscherbelt.
Wie sagte ein ehemaliger Wirtschaftsminister immer!
Das Geld ist schon da, es hat eben nur ein anderer!!!
Klar ist auch, überall wo der „Staat“ sich einmischt, unter dem Strich profitiert zum Großteil nur er selber, nämlich von der Steuerlast der Bürger.