Feierliche Verabschiedung der Haager Bürgermeisterin und Gemeinderatsmitgliedern
Mit einem festlichen Abend wurden Bürgermeisterin Sissi Schätz sowie die ausscheidenden Gemeinderatsmitglieder feierlich aus ihrem Amt verabschiedet. Zahlreiche Gäste aus Gemeinderat, Verwaltung und gemeindlichen Außenstellen, Kindergarten und Schulverband waren der Einladung gefolgt, um ihren langjährigen Einsatz für die Gemeinde zu würdigen.
Die Veranstaltung begann mit einem Sektempfang, begleitet von einem Überraschungs-Jodler von Hansi Anzenberger. Im Anschluss eröffnete Bürgermeisterin Sissi Schätz den Abend mit einer persönlichen Begrüßung.
Zu Beginn des offiziellen Teils wurden zunächst die ausscheidenden Gemeinderatsmitglieder verabschiedet. Sie erhielten für ihr Engagement eine Urkunde sowie ein persönliches Geschenk als Zeichen der Anerkennung. Verabschiedet wurden Egon Barlag (Gemeinderat von 1. Mai 1990 bis 30. April 20206, Dritter Bürgermeister von 1. Mai 2008 bis 30. April 2014), Josef Hederer (Gemeinderat von 19. Februar 2013 bis 30. April 2026), Bernd Schneider (Gemeinderat von 1. Juli 2019 bis 30. April 2026) sowie Karin Lipp, Christa Moser und Klaus Breitreiner (jeweils Gemeinderat von 1. Mai 2020 bis 30. April 2026).
Im Mittelpunkt des Abends stand die Verabschiedung von Bürgermeisterin Sissi Schätz. In einem würdevollen Rahmen wurde ihre lange kommunalpolitische Tätigkeit gewürdigt und ihr Einsatz für die Gemeinde hervorgehoben: Sie gehörte dem Gemeinderat seit 1. Mai 1996 bis 30. April 2026 an und war vom 1. Mai 2014 bis 30. April 2026 Erste Bürgermeisterin der Gemeinde.
In ihrer Abschiedsrede blickte sie auf „zwölf Jahre, die im Flug vergangen sind“ zurück – ganz im Sinne ihres lateinischen Leitsatzes „Tempus fugit“. Die Zeit sei geprägt gewesen von erfolgreichen Projekten, intensiver Zusammenarbeit und vielen positiven Entwicklungen, aber auch von herausfordernden Phasen.
Besondere Meilensteine waren die Entscheidungen rund um die Münchner Straße, den Schlosshof sowie die umfassenden Entwicklungen beim Hallenbad und dem Zehentstadel. Gerade diese Projekte hätten gezeigt, wie wichtig gemeinsame Lösungen und Durchhaltevermögen seien. Auch große Krisen wie die Flüchtlingssituation 2015, die Corona-Pandemie und der Ukraine-Krieg habe man „nur gemeinsam als Team“ bewältigen können. Als besondere „Leuchttürme“ für die Bürger nannte sie unter anderem den Schlossturm, den Schlosshof, das sanierte Hallenbad, das Freibad sowie den Marktplatz mit dem Zehentstadel, die die Gemeinde nachhaltig geprägt und aufgewertet hätten.

Mit Blick nach vorne sprach sie über ihren neuen Lebensabschnitt mit mehr Zeit für Familie, Enkel, Reisen und persönliche Interessen. Gleichzeitig griff sie den Gedanken von Papst Johannes XXIII. auf: „Giovanni, nimm dich nicht so wichtig – jeder ist ersetzbar – man soll sich selbst einfach nicht zu wichtig nehmen“, dabei betonte sie Gelassenheit und Vertrauen.
Für besondere und sehr persönliche Momente sorgten im weiteren Verlauf des Abends verschiedene Beiträge und Überraschungen. Die Übergabe der Präsente erfolgte in mehreren würdig gestalteten Abschnitten: zunächst durch die ehemaligen Zweiten und Dritten Bürgermeister Stefan Högenauer und Dr. Florian Haas im Namen des Gemeinderats, anschließend durch die Verwaltung und den Personalrat mit sehr herzlichen Dankesworten von Geschäftsleiter Manfred Mörwald und Sabrina Grünke, sowie abschließend durch Bauhof, Wasserwerk und Kläranlage. Im Mittelpunkt stand jeweils der Dank für die stets vertrauensvolle, wertschätzende und gute Zusammenarbeit.
Bei einem geselligen Ausklang bot sich Gelegenheit für persönliche Gespräche und Erinnerungen. Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Munich Swing Trio.
Der Markt Haag dankt Sissi Schätz und den ehemaligen Gemeinderatsmitgliedern für ihren Einsatz und ihr Engagement und wünscht für die Zukunft alles Gute.
Schaufenster




Ich hätte eine Frage zum neuen Gemeinderat in Haag:
Ist Tom Göschl denn aktuell noch als Bauhofleiter tätig??? Denn dann dürfte er wohl nicht dem aktuellen Gemeinderat angehören. Heute ist in der Zeitung ein Bericht über einen gewählten Gemeinderat, der sein Mandat wieder abgeben muss, weil er in der Kläranlage arbeitet.
Nicht dass es Tom Göschl dann genauso ergeht, ich fände ihn schon recht gut als Gemeinderat, auch wenn die SPD nicht die Partei ist, die ich wähle.
Herr Göschl war, ist und wird nie Bauhofleiter sein. Außerdem hat die Wahlkommission alles genau geprüft. Also hat alles seine Ordnung.
Egal ob Bauhofleiter oder „nur“ einfacher Arbeitnehmer: Laut Zeitungsartikel dazu darf ein Arbeitnehmer der Gemeinde kein ehrenamtliches Mitglied des Gemeinderats sein (Art. 31 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern). Wobei ich es ja wie erwähnt schade fände, wenn er nicht dabei sein dürfte…
was war dann mit der wahlkommision in kiefersfelden die letzten wahlen? ist der herr aus kiefersfelden der einzige in ganz bayern
Hallo Zusammen. Die Haager Wahlkommission hat – wie bereits erwähnt – die Zulassung zur Wahl natürlich bereits vor der Wahl geprüft, um genau so eine Situation wie in Kiefersfelden zu vermeiden. Der Unterschied: Tom Göschl ist Leiter des Bauhofs, aber im Gegensatz zu Josef Goldmann nachweislich überwiegend körperlich tätig und nicht am Schreibtisch. Offiziell heißt es „Überwiegend körperlich tätige Mitarbeiter dürfen trotz ihrer Anstellung bei der Kommune für den Gemeinde-/Stadtrat kandidieren, beispielsweise Angestellte im Bauhof, Busfahrer oder Bademeister. Weshalb die Ausnahme? Das Innenministerium erklärt dazu: „Das Differenzierungsmerkmal der überwiegend körperlichen Arbeit ist verfassungsrechtlich vorgegeben. Art. 137 Abs. 1 des Grundgesetzes erlaubt es den Bundesländern nicht, Arbeiter von der Tätigkeit als ehrenamtliche Gemeinderatsmitglieder auszuschließen.“
Vielen Dank für Ihre ausführliche Erklärung!!! Dass er Bauhofleiter ist, war dann ja doch nicht verkehrt, @Mila ;-).
… bzw wirklich korrekt wäre „Vorarbeiter“ 🫣… auch ich mache Fehler 🥺… entschuldigt bitte
…na ja…eigentlich hat @Mila Recht. Genau genommen ist Tom Göschl Vorarbeiter und nicht Leiter. So eine Position gibt es nicht am Haager Bauhof. Das habe ich tatsächlich nicht korrekt betitelt. Wichtig für die Beurteilung ist aber nicht die Berufsbezeichnung sondern die ausgeübte Tätigkeit. Und wenn es sich um überwiegend körperliche Tätigkeit handelt, darf die ehrenamtliche Gemeinderatstätigkeit ausgeübt werden.