Haupt-und Finanzausschuss beschließt einstimmig Unterstützung dieser Wasserburger Institution
Der bisherige Betreiber des Kinos „Utopia“ in der Herrengasse, Rainer Gottwald, zieht sich, wie berichtet, zurück. Seit dem 1. Januar ist nun der Verein „Kino Utopia“ der Betreiber des beliebten Kinopalastes. Doch der Verein hat finanzielle Schwierigkeiten und daher die Stadt Wasserburg gebeten, ihn zu unterstützen. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses waren sich einig, dass das Kino Utopia gerettet werden müsse.
Es sei eine „wertvolle“ kulturelle Einrichtung in Wasserburg, wie Bürgermeister Michael Kölbl hervorhob. Das Kino leiste einen wertvollen Beitrag für das vielfältige, kulturelle Angebot in Wasserburg a. Inn, zumal es mit seinem Programmkino vorwiegend Filme außerhalb des aktuellen Mainstreams zeige.
Auch bei der Frage, wie man den Verein unterstützen könne, war im Ausschuss schnell Einvernehmen erzielt: Die Stadt sei bereit, eine Mietkautionsbürgschaft in Höhe von 3.900 Euro abzugeben. Das sichere den weiteren Betrieb, koste die Stadt im Moment aber nichts.
Außerdem will die Stadt einen Investitionskostenzuschuss von maximal 5.000 Euro leisten, damit das Kino seine Anfangsinvestitionen (wie beispielsweise Ausstattung oder Ablöse von Inventar und dergleichen) finanzieren kann.
Schließlich wurde auch über einen möglichen einmaligen oder laufenden Betriebskosten- oder Mietkostenzuschuss beraten. Die Entscheidung darüber wollte man im Ausschuss aber zurückstellen, bis das Kino Utopia einen Wirtschaftsplan und einen Liquiditätsplan vorgelegt habe.
In der Beratung waren sich eigentlich alle einig. So meinte Georg Machl (CSU) beispielsweise, auch wenn der Betrieb eines Kinos grundsätzlich keine Aufgabe einer Kommune sei, „aber das Utopia sterben zu lassen, das geht gar nicht.“ Eine Unterstützung des Vereins sei somit wichtig. Bürgermeister Michael Kölbl entgegnete aber, dass man den Verein Kino Utopia nicht so weit hängen lassen dürfe, dass er mit seinem Programm gar nicht anfangen könne. Auch der Zweite Bürgermeister Werner Gartner (SPD) pflichtete ihm bei. Das Kino sei etwas Besonderes und eine Anschubhilfe sei notwendig. Auch die Dritte Bürgermeisterin, Edith Stürmlinger (Bürgerforum), pflichtete ihm bei und ergänzte, dass es hier auch viel ehrenamtliches Engagement gebe.
Und so beschloss der Ausschuss einstimmig die Unterstützung für das Kino Utopia.
PR
Schaufenster

Mich würde ja wirklich interessieren, welche monatliche Miete der Eigentümer für dieses „Kellerloch“ aufruft. Oder ob es seiner/ihrerseits eine Bereitschaft gibt, dem Kinoverein diesbezüglich entgegenzukommen!