IHK warnt vor dem Ende der Bahn-Ausbaustrecke München - Mühldorf - Freilassing

Die oberbayerische Wirtschaft warnt vor einem Ende der Ausbaustrecke 38 von München über Mühldorf nach Freilassing – einem der größten Bahnprojekte in Deutschland. „Das Bundesverkehrsministerium kann die Projektfinanzierung derzeit nicht garantieren. Das ist eine verheerende Nachricht für den Wirtschaftsstandort und die ganze Region“, erklärt Manfred Gößl (Foto), Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern.
„Bundeskanzler und Bundesverkehrsminister haben versprochen: Alles was baureif sei, werde gebaut. Wir nehmen die Regierung beim Wort. Die ABS38 ist essentiell für das gesamte Schienennetz von München bis nach Südostbayern und ein Pfeiler für die Zukunftsfähigkeit der Region. Sollte das Großprojekt auf der Streichliste stehen, wäre das ein Wortbruch und ein politisch verursachter Rückschlag für den Wirtschaftsstandort und die gesamte Region“, so Gößl.
Die IHK fordert vom Bundesverkehrsministerium die verbindliche Zusage, dass die Projektfinanzierung gesichert ist und die wichtige Bahnachse zwischen West- und Osteuropa endlich auf den neusten technischen Stand gebracht wird.
„Das sogenannte Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz hat seine einzige Berechtigung darin, dass es zusätzliche Investitionen des Bundes ermöglicht. Das Geld muss wie vorgesehen in die jahrelang geplanten Projekte vor Ort fließen“, fordert Gößl. „Nicht nur die Unternehmen vor Ort, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger, erwarten völlig zu Recht, dass die Infrastruktur modern, leistungsfähig und funktionstüchtig ist.“ Er verweist darauf, dass rund 40.000 Menschen im bayerischen Chemiedreieck arbeiten, viele davon auf die Bahn angewiesen sind und Gefahrenstoffe laut Gesetz auf der Schiene transportiert werden müssen.
Der IHK-Chef bedankt sich ausdrücklich beim ABS38-Projektteam der DB Infra Go rund um Gesamtprojektleiter Alexander Pawlik für die jahrzehntelangen Planungen und den eisernen Willen, das Projekt weiter voranzutreiben und umzusetzen.
„Wir sind entsetzt, dass die Bundesregierung der Bahn beim Vorantreiben der Planungen in den Rücken fällt und das Team hier vor Ort im Regen stehen lässt. Ein fatales Zeichen auch an unsere europäischen Nachbarn wie Österreich, die bei Infrastrukturprojekten hohes Tempo an den Tag legen und auf uns warten. Unsere marode Infrastruktur ist ein Flaschenhals für den innereuropäischen Verkehr und ein Störfaktor für die Weiterentwicklung des europäischen Binnenmarkts.“
Foto: Presse IHK
Schaufenster

Hauptsache man investiert in Kriege und ins Ausland.
Aber die Rüstungsindustrie bietet ja auch Arbeitsplätze😇
Deutschland beißt sich selbst den Nabel ab, oder frei nach dem Motto von Tillo Sarrazin;
„Deutschland schafft sich ab“
Na ja, Wortbrüche vom Kanzler sind wir ja mittlerweile zur Genüge gewohnt. Was erwarten Sie, Herr Gößl?
Wie gewählt, so erhalten…!
Und dem @Kritischer kann ich nur Beipflichten!
Jetzt kommen gleich wieder die Gutmenschen hier- wetten!