Trauerfeier für den verstorbenen Unternehmer und Stadtrat Markus Bauer (58)

Große Trauer am offenen Grab: Familie, Freunde, Mitarbeiter und Aufsichtsräte der Firma Bauer sowie viele Wegbegleiter waren heute zum Friedhof Am Herder in Wasserburg gekommen, um von dem kurz vor Weihnachten verstorbenen Unternehmer und Stadtrat Markus Bauer Abschied zu nehmen. Den Trauergottesdienst zelebrierte Stadtpfarrer Bruno Bibinger. 

Zu Beginn der Andacht wurde Markus Bauers Lieblingslied „Nothing else matters“ von Metallica gespielt. „Nichts anderes zählt – eine Botschaft der bedingungslosen Liebe, des Vertrauens und der Verbundenheit“, so Stadtpfarrer Bruno Bibinger. Dies alles seien Attribute, die auch auf Markus Bauer zutreffen. Tief verbunden sei er mit seiner Familie und der Stadt Wasserburg gewesen.

In seiner Trauerrede sagte Bürgermeister Michael Kölbl, die Nachricht vom Tod Markus Bauers habe ihn und Wasserburg tief erschüttert. Sein tief empfundenes Mitgefühl gelte der Familie. Die große Anteilnahme sei ein Zeichen und Trost, es bringe zum Ausdruck, wie sehr Markus Bauer ein wesentlicher Teil der Stadtgemeinschaft gewesen sei. „Er war mitten drin. Gemeinschaft war ihm sehr wichtig.“

Bauer war seit 2001 Mitglied des Wasserburger Stadtrats, als Nachrücker für seinen Vater. Hier habe er sich, so Kölbl, stets kompetent und zielstrebig eingebracht. Seine große Leidenschaft war der Sport, seit 2014 hatte Markus Bauer das Amt des Sportreferenten inne. „Hier hat er als Bindeglied zwischen der Stadt und dem TSV Wasserburg viel auf den Weg gebracht“, berichtete Kölbl. Sein letztes großes Ziel sei der Kunstrasenplatz für den TSV gewesen – „die Umsetzung wird er nun nicht mehr miterleben, aber durch ihn wurde dieses Projekt auf den Weg gebracht“.

„Markus, danke für Deinen Einsatz für die Stadt Wasserburg. Ruhe in Frieden“, diese Worte gab der Rathaus-Chef seinem langjährigen Wegbegleiter mit.

Aufsichtsrat Guido Engli berichtete vom ersten Kennenlernen mit Markus Bauer. Bauer sei jemand gewesen, der Verantwortung übernommen habe. Auch habe er sich nicht auf dem Erreichten ausgeruht, sondern sei immer neugierig und offen für Neues gewesen. „Markus Bauer war ein Familienmensch durch und durch. Er wird in den Herzen weiterleben.“

Als „wichtigstes Mitglied der Sportfamilie“ bezeichnete Bastian Wernthaler Markus Bauer. Er war Berater, Antreiber und Freund. Legendär sei das Mitfiebern von Markus Bauer bei Sportereignissen. Zum TSV Wasserburg stand Bauer stets loyal, in guten wie in schlechten Zeiten. „Markus Bauer war eine der bedeutendsten Personen des TSV Wasserburg – wir verneigen uns vor seiner Lebensleistung“, so Wernthaler, der einen Schal des TSV Wasserburg über den Sarg legte.

Wolfgang Schmid, Vorsitzender der CSU Wasserburg, bedankte sich bei seinem Freund und Kollegen Markus Bauer. Er habe Spuren hinterlassen und stets ein offenes Ohr für alle gehabt. Auch war er immer da, wenn er gebraucht wurde. Er versprach, künftig und mit Blick auf die Kommunalwahl im Sinne Markus Bauers weiterzumachen. „Markus, Du bist und bleibst einer von uns“.

Zu den musikalischen Klängen seines zweiten Lieblingsvereins, neben dem TSV Wasserburg, dem TSV 1860 München, zu „Einmal Löwe, immer Löwe“ wurde der weiße Sarg des Verstorbenen zur letzten Ruhestätte gebracht. Die vielen hundert Trauergäste verabschiedeten sich ein letztes Mal von „ihrem Markus“.

TANJA GEIDOBLER

 

 

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