Das beliebte Restaurant am Penzinger See bekommt einen außergewöhnlichen Chef - Neueröffnung in zwei Wochen
Er ist seit seinem 17. Lebensjahr in der Gastronomie tätig. Als Bartender war er Jahrzehnte auch international unterwegs. Mit seiner ausgemachten Expertise beriet er jahrelang Bar- und Hotelbetreiber. Seit Mai 2022 war er Wirt im „Steghouse“ in Gstadt am Chiemsee und brachte dort bereits für seinen Vorgänger ab September 2020 den Laden zum Laufen. Oliver von Carnap (52) ist Gastro-Vollprofi, mit Leib und Seele Wirt und Gastgeber. „Mir taugt halt dieses Leben“, sagt der gebürtige Münchner, der jetzt eine ganz besondere Lokalität im Altlandkreis Wasserburg übernimmt: Das Restaurant am Penzinger See („Seehaus“). Am 21. Januar soll es, wenn alles wie geplant läuft, losgehen. Neueröffnung. Und noch in derselben Woche will er die Vereine rund um den Penzinger See zu sich einladen. „Ich möchte Grüß Gott sagen. Meine Nachbarn kennenlernen.“
Oliver von Carnap spricht perfektes, geschliffenes Bayerisch – was man von einem gebürtigen Münchner heutzutage nicht mehr unbedingt erwarten würde. „Des konn i, weil i in Niederbayern aufgwachsen bin“, lächelt der Vater zweier Kinder, der als Single durchs Leben geht. Von sich selbst sagt er: „Ich mag es, Gastgeber zu sein. Ich mag es, wenn es meinen Gästen gutgeht, und ich suche die Verbindung zu meinen Kunden. Die Interaktion mit ihnen ist das, wofür ich lebe.“ Mit diesem Bekenntnis hat er Martin Huber, den Besitzer des Penzinger Sees und des Lokals am See, der kurzfristig Ersatz für die Vorpächter suchen musste, schnell überzeugt. Die beiden kennen sich schon länger. „Ich freu‘ mich sehr auf unsere Zusammenarbeit“, sagt der Chef der Autohaus-Huber-Gruppe. Und der neue Wirt vom Penzinger See bestätigt die gegenseitige Sympathie: „Martin ist mir bei der schnellen Übernahme des Geschäftes sehr entgegengekommen. Er ist so, wie man sich einen Verpächter wünscht.“ Und so gab’s morgens den Anruf von Huber bei Von Carnap und quasi abends den Handschlag.
Übrigens: In Gstadt geht es für Von Carnap weiter: „Ich habe das Glück, ein Team zusammen zu führen, das nicht nur im höchsten Mass mein Vertrauen genießt, sondern auch im Dorf und bei den Gästen geschätzt wird.“
Vom Konzept her wird sich am Penzinger See zunächst nicht viel ändern. „Da gibt es einen prima Pizzaofen. Warum sollte man den nicht nutzen“, sagt der neue Chef, der im Sommer auch den See-Kiosk betreiben wird. Er baue, wie schon öfter in seiner Karriere auf die Säule „Bayerisch“ und ergänzt diese mit der zweiten Säule „Italienisch“, gemischt mit modernen Elementen. „Und als dritte Säule wird es dann, wo es Sinn macht, eine Fusion der beiden Küchen geben. Wesentlich aber wird die Verarbeitung von lokalen Produkten und die Zusammenarbeit mit einheimischen Produzenten sein.“
Für den Start werde man sich nicht viel Zeit lassen, sagt der neue Wirt, der noch Personal in der Küche im Service und im Sommer für den Kiosk sucht, „gerade auch von den Einheimischen“. Los geht’s voraussichtlich schon am 21. Januar. „Ich bin ja ab sofort mit meinen Leuten ohnehin jeden Tag da. Warum sollen wir da was auf die lange Bank schieben.“ Seine Leute, das sind die Verantwortlichen in der Küche, die Betriebsleitung, das Servicepersonal – „alles Menschen, auf die ich mich verlassen kann und die quasi in den Startlöchern stehen“, freut sich Von Carnap. Und Martin Huber blickt zum Himmel: „Meine Vorpächter und ich hatten in den letzten Jahren zusammen nicht gerade herausragendes Glück. Ich glaube und ich wünsche es mir von Herzen, dass Oliver den Bann jetzt brechen kann.“
HC
Ein Porträt des neuen Wirts …
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