Bad Reichenhaller Philharmoniker gastierten wieder einmal im Historischen Rathaussaal
Nach der besinnlichen Zeit zu Weihnachten und Neujahr begrüßt man in Wasserburg das Neue Jahr gerne mit einem kurzweiligen Konzert. Auch wenn der Sommer noch eine Weile auf sich warten lassen mag, kann sich doch eine erste Vorfreude entwickeln. Und diese Vorfreude in die Herzen der Zuhörerschaft zu transportieren, das ist an diesem Vormittag in Wasserburg wohl vollends gelungen.
In diesem Jahr gastierten wieder einmal die Bad Reichenhaller Philharmoniker mit ihrem Chefdirigenten und Künstlerischem Leiter Daniel Spaw.
In seiner Begrüßung wies der Landrat des Landkreises Rosenheim, Otto Lederer, darauf hin, dass dieses Konzert zu einem „prachtvollen Saal“, wie es der Wasserburger Rathaussaal nun einmal sei, sehr gut passe. Er bedankte sich bei der Stadt Wasserburg, die dem Landkreis den Saal kostenfrei überlassen hat, ebenso wie bei der Kulturreferentin des Landkreises, Anke Hellmann, für die Organisation dieser Matinée.
Mit acht kurzweiligen musikalischen Leckerbissen wollten Daniel Spaw und sein Orchester das Publikum mit frohem Mute ins neue Jahr führen. Und diese Führung dürfte vollends gelungen sein. Denn vom ersten Moment an gestaltete sich dieser Aufbruch ins neue Jahr zu einem äußerst schwungvollen: Mit Ernst Fischers „Bunte Gedanken im Walzertakt“ zeigte das Orchester, welche Dynamik und welches Temperament in ihm stecken mag. Knapp 50 Instrumentalisten nahmen auf der Bühne des Historischen Rathaussaales Platz. Und es seien 36 verschiedene Instrumente zu entdecken, wie Daniel Spaw, der sein Konzert auch persönlich moderierte, die Zuhörerschaft ermutigte, nun selbst entdeckend tätig werden zu wollen. Und so wechselten an diesem Vormittag Walzer, Polka und Marsch einander ab und das Publikum geriet in Verzückung. Sei es der „Weana Mad’ln“-Walzer von Carl M. Ziehrer oder der Frühlingseinzug-Marsch von Franz von Blon, Daniel Spaw und sein Orchester hatten die Stücke gut ausgewählt und mit dieser Auswahl deutlich unter Beweis gestellt, welch große Vielfalt die kurzweilige und heitere Musik der Zeitgenossen der Strauß-Familie geschaffen hat,
Und der Dirigent gab auch Gedichte zum Besten, wie von Wilhelm Busch, wo er von Freunden sprach, über die man sich freue, wenn sie kämen, aber auch dann, wenn sie wieder gingen. Als das Publikum erheitert lachte, meinte Daniel Spaw nur: „Der dichterische Geschmack der Wasserburger ist mir nun klarer geworden“.
Der in Nashville in den USA geborene Spaw zeigte mit seinem Orchester, welche Vielfalt bei höchster musikalischer Kunst die Bad Reichenhaller Philharmoniker in der Lage sind zu zeigen. Der Rathaussaal war erfüllt von den kurzweiligen Klängen der Wiener Musik des 19. Jahrhunderts.
Den Abschluss bildete die Ouvertüre „Dichter und Bauer“ von Franz von Suppé. Der nicht enden wollende Applaus im Anschluss machte auch allen Besuchern deutlich: Man war soeben Zeuge eines besonders hochwertigen und fröhlichen Neujahrskonzertes geworden.
Natürlich geht ein Neujahrskonzert nicht ohne Zugaben zu Ende. Und so spielten die Philharmoniker noch den „Radetzky-Marsch“ und die „Tik-Tak-Polka“ von Johann Strauß junior.
PR
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