Innovatives Nahverkehrskonzept im Wasserburger Raum nimmt nächste Hürde
Ein Nahverkehrsangebot zu schaffen, das sich an den Bedürfnissen der Nutzer orientiert, das Lücken im klassischen Bus- und Bahnverkehr schließt und das insbesondere jungen und älteren Menschen flexible Möglichkeiten bietet, um von A nach B zu kommen – für dieses Ziel setzt sich der Verein „Rosenheimer Nachtexpress“ bereits seit vielen Jahren ein. In den vergangenen beiden Jahren fanden sich im nördlichen Landkreis Rosenheim mehrere Gemeinden zusammen, um gemeinsam an einem Konzept für eine solches System zu arbeiten. Nach zahlreichen Vorstellungen in den Gemeinderäten und Besprechungen unter den Bürgermeistern konnte nun ein wichtiger Meilenstein erreicht werden.
Die Stadt Wasserburg sowie die umliegenden Gemeinden Albaching, Edling, Pfaffing, Rott und Soyen hatten sich bereits vor einiger Zeit dazu entschlossen, den Münchner Verkehrsverbund (MVV) mit der Erstellung einer Bedarfsverkehrsplanung für ihre Gebiete zu beauftragen. Darin sollen alle relevanten Voraussetzungen untersucht und Möglichkeiten zur Realisierung aufgezeigt werden. Unter anderem sollen Lücken im bestehenden Angebot analysiert, die Eignung unterschiedlicher Betriebsarten bewertet, Taktungen und Angebotszeiten vorgeschlagen sowie eine fundierte Kostenschätzung abgegeben werden. Dies soll die Grundlage für eine Entscheidung über die mögliche Einführung eines sogenannten On-Demand-Verkehrs, ähnlich dem „ROSI-Mobil“ im östlichen Landkreis, bieten. Bei dieser Art an Verkehrsangeboten können Nutzer nach ihren Bedürfnissen Fahrten buchen, die dann mit Kleinbussen durchgeführt werden. Im Unterschied zum Taxiverkehr ist das Fahrt allerdings haltestellenbasiert und soll vor allem eine Zubringerfunktion zu Buslinien und Bahnhöfen bieten – also explizit weder in Konkurrenz zu Taxis noch zu Bus und Bahn stehen. Die Gemeinden investieren in die nun beauftragte Bedarfsplanung jeweils einen mittleren vierstelligen bis niedrigen fünfstelligen Betrag, abhängig von ihrer Einwohnerzahl. Zum offiziellen Start der Untersuchungen fand ein Beteiligungsformat statt, in dem alle beteiligten Kommunen ihre Anliegen einbringen konnten.
Der Verein „Rosenheimer Nachtexpress“ begrüßt das Engagement der beteiligten Kommunen. „Es freut uns sehr, dass die Gemeinden nun gemeinsam mit dem MVV in die konkrete Planung für ein ergänzendes Nahverkehrsangebot einsteigen. Die Vorstudie wird zentrale Entscheidungsgrundlagen liefern und stellt damit einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung des öffentlichen Nahverkehrs in unserer Region dar. Wir bedanken uns bei den Bürgermeistern und Mitarbeitern der beteiligten Gemeinden für das große Engagement und die Bereitschaft, innovative Wege zu gehen. Ebenso wollen wir das Landratsamt Rosenheim, das bei der Koordinierung maßgeblich unterstützt und mit Rat und Tat zur Seite steht, lobend erwähnen“, so der Vereinsvorsitzende Matthias Eggerl.
Mit Ergebnissen aus der Bedarfverkehrsplanung ist gegen Mitte des nächsten Jahres zu rechnen. Dann entscheiden die Gemeinden, ob und unter welchen Rahmenbedingungen ein flexibles Rufbus-System eingeführt werden kann.
Unser Bild zeigt von links Theo Biller, Klaus Stöttner MdL a.D., Matthias Eggerl, Christine Domek-Rußwurm und Otto Lederer.
Schaufenster


Was die CSU alles fertig bringt!
Hoffentlich ist das nach dem Kommunalwahlkampf auch noch Aktuell, momentan kann ma da schon zweifeln…….
Dringend notwendig. Hoffentlich wird das umgesetzt. Gibt es in anderen bayerischen Städten und Landkreisen schon seit vielen Jahren.
Ja besonders im Wahlkampf ist die CSU besonders kreativ, ist aber meist ohne Folgen, weil dann nichts mehr kommt.