Nach Grenzkontrollen wurden beide ins Gefängnis gebracht

Die Bundespolizei hat von Sonntag auf den gestrigen Montag kurz nacheinander zwei österreichische Staatsangehörige an der A93 auf Höhe Kiefersfelden festgenommen. Gegen beide lagen gleich mehrere Strafbefehle vor. Sowohl die Frau als auch der Mann wurden ins Gefängnis gebracht – die 32-Jährige für die Dauer von rund drei Monaten, der 37-Jährige für die Dauer von über siebeneinhalb Monaten.

Gegen den Österreicher hatte laut Polizeicomputer das Amtsgericht Warendorf (Regierungsbezirk Münster) in den Jahren 2022 und 2023 unter anderem wegen Bedrohung, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Leistungserschleichung vier Strafbefehle erlassen. Der Insasse eines Reisebusses mit österreichischen Kennzeichen hatte Geldstrafen von zusammengerechnet 5.800 Euro zu zahlen. Da er nach seiner Festnahme an der Inntalautobahn nicht in der Lage war, den geforderten Betrag zu entrichten, kamen für ihn die ersatzweise festgesetzten Freiheitsstrafen in Betracht. Die Bundespolizisten brachten ihn in die Justizvollzugsanstalt Bernau, wo er seinen insgesamt 234-tägigen Haftaufenthalt antreten musste.

Ins Gefängnis nach München-Stadelheim wurde die Insassin eines in der Slowakei zugelassenen Fernreisebusses von der Bundespolizei eingeliefert. Bei der Überprüfung ihrer Personalien stellte sich heraus, dass sowohl das Amtsgericht in Ulm als auch das Amtsgericht in Traunstein gegen sie jeweils einen Strafbefehl wegen Körperverletzung erlassen hatte. Die festgesetzten Geldstrafen beliefen sich auf 2.950 Euro beziehungsweise 900 Euro. Mangels finanzieller Möglichkeiten blieb der Österreicherin nichts anderes übrig, als sich mit der 89-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe „anzufreunden“.

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