Bayerischer Industrie- und Handelskammertag warnt wegen Brenner-Demo am 30. Mai vor Fahrten in den Alpenraum

Neben der Vollsperrung der Brenner-Route von 11 Uhr bis 19 Uhr ist damit zu rechnen, dass die Behörden viele weitere Ausweichstraßen über die Alpen sowie Grenzübergänge in Österreich und der Schweiz stärker kontrollieren oder den Verkehrsfluss dosieren. Gößl warnt daher vor einem historischen Verkehrschaos.
„Der 30. Mai zeigt uns schonungslos, dass sowohl bei der Autobahn als auch bei der Bahn dringender denn je grenzüberschreitend investiert werden muss“, sagt der BIHK-Chef. Gößl sieht die deutsche Verkehrspolitik ebenso wie die Landes- und Kommunalpolitik in der Pflicht, noch im Sommer dieses Jahres endgültig und unmissverständlich Zusagen zum Bau des Brenner-Nordzulaufs zu geben und das Vorhaben endlich auf den Weg zu bringen. „Das einmalige Potenzial des Brenner-Basistunnels als zentrale Verkehrsachse in Europa steht und fällt mit den Zulaufstrecken. Auf bayerischer Seite ist es der Brenner-Nordzulauf, der darüber entscheidet, ob die dringende Verlagerung des Güter- und Personenverkehrs auf die Schiene gelingen wird. Unsere gemeinsamen Ziele sind: verlässlicher, sicherer und emissionsfreier Transport über die Alpen sowie Entlastung der Bürger entlang der Autobahnen“, so Gößl. „Am Brenner-Nordzulauf führt daher kein Weg vorbei.“
Der BIHK rät für das kommende Wochenende dringend, Privatreisen und Warentransporte von und nach Italien, die nicht unter die ohnehin geltenden Fahrverbote fallen, entweder vorzuverlegen oder auf die Folgetage zu verschieben.
Schaufenster

Mehr gibt es zu diesem Endlosthema eigentlich nicht mehr zu sagen. Die Gesamtsituation entlang der Inntal- und Brennerautobahn schreit förmlich nach einer grundsätzlichen Lösung, die zu einem Großteil im Nordzulauf/Brenner besteht. Mahnfeuer und der sogenannte „Heimatschutz“ helfen hier einfach nicht weiter.