Stadtrat stimmt Entwurfsplanung zu - Gesamtkosten von 17,1 Millionen Euro
Bald kann es los gehen – in der gestrigen Stadtratssitzung wurde der Entwurfsplanung samt Kostenrechnung für das neue Feurwehrgerätehaus der Stadt Wasserburg einstimmig zugestimmt. Die Baukosten für das Projekt liegen bei rund 17,1 Millionen Euro.
In der Oktobersitzung war dem Stadtrat ein Vorentwurf vorgestellt worden (wir berichteten). Zwischenzeitlich, so informierte Bürgermeister Kölbl, wurde die Entwurfsplanung abgeschlossen und die vertiefte Kostenberechnung erstellt. Die Gesamtkosten liegen demnach bei 17.123.773,93 Euro, einschließlich Nebenkosten, zuzüglich Grunderwerb. Zu rechnen sei mit Fördermitteln in Höhe von 3.656.300 Euro. „Der Baubeginn ist für kommenden Herbst geplant, die Fertigstellung des Feuerwehrhauses im Sommer 2028“, informierte Kölbl.
Zu beachten seien außerdem die hohen jährlichen Folgekosten – ohne Abschreibung und Verzinsung liegen diese bei 80.000 Euro, mit Abschreibung und Verzinsung bei 540.000 Euro.
In einer Präsentation stellte Architekt Tobias Hübner vom Architekturbüro Fritsch und Tschaidse die Planungen noch einmal vor. Hübner lobte die sehr gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und der Stadtverwaltung.
„Sehr angetan“ zeigte sich Edith Stürmlinger (Bürgerforum). Schön wäre ein Sichtdachstuhl im Veranstaltungsraum, die volle Höhe sollte ausgenutzt werden. Hierzu erklärte Tobias Hübner, dass dieser Raum unter anderem auch als Krisenstab genutzt werden soll und hier spezielle Anforderungen vorgegeben seien. Auch müsse wirtschaftlich geplant werden.
Werner Gartner (SPD) bezeichnete es als „Glücksfall“, das Grundstück bekommen zu haben. Man könne nun das alte Haus so lange halten, bis das neue fertig sei. Die Feuerwehr sei sehr zufrieden mit den Planungen. „Der Veranstaltungssaal ist nur ein Nebenprodukt, wichtiger sind die Bedürfnisse der Feuerwehr, von optimalen Arbeitsbedigungen profitiert auch die Stadt Wasserburg“, so Gartner.
Für Norbert Buortesch (Bürgerforum) stellt das Feuerwehrhaus eine „beeindruckende Planung, auch finanziell“ dar. Er verwies nochmal auf die Problematik der Massivholzbauweise und einem eventuellen Hochwasser.
„Die Folgekosten in Höhe von jährlich 80.000 Euro sind schon krass viel“, erklärte Friederike Kayser-Büker (SPD). Ihrer Meinung nach sollte der Turm nach Norden ausgerichtet sein.
„Nach fünf Jahren kommen wir endlich ins Tun“, freute sich Georg Machl (CSU). Das Feuerwehrhaus sei kein Zweckbau, aber auch kein Luxus, sondern ein Ort zum Wohlfühlen.
Einstimmig stimmte der Stadtrat der Entwurfsplanung samt Kostenberechnung zu. Applaus dafür gab es sowohl vom Stadtrat als auch von den zahlreich erschienen Feuerwehrmitgliedern.
TANJA GEIDOBLER
Schaufenster


Schon enorm, die Kosten!
Ursprünglich waren es mal 13 Mio. Euro, jetzt über 17 Mio. ,
bis es fertig ist, sind es 21 Mio.
Und das ist nur das Feuerwehrhaus.
Da darf sich der Gold(Geld)Esel noch gewaltig strecken.
Ich frage mich, was da soviel kostet?
Es sind doch 3 Wände und ein Dach – vorne 4-5 Tore und innen hohl.
Die Fahrzeuge sind ja auch schon vorhanden.
Dass sich der Architekt freut, kann ich mir schon denken bei dem Preis. Ich würde mich auch freuen.
Nicht mal eine Luxusvilla würde auf dem Platz so viel kosten.
Das alle es so ausnutzen müssen, nur weil es ein öffentliches Gebäude ist und Gemeinden und Städte es so leicht hin nehmen, verstehe ich nicht.
Genauso wie bei der neuen Polizeidienststelle, die auch nur aus Beton ist – war auch nicht billig.
Aber wenn einem das Geld nicht gehört, kann man es ja ausgeben, ohne dass es weh tut.
Die Stadt Wasserburg hasst Autos, aber genau die Autofahrer werden es wieder finanzieren durch Bußgelder und Parkplatzgebühren.
Da werden die Damen vom Ordnungsamt extrarunden drehen müssen.
Da sieht man mal wieder – hier wird ein Kommentar verfasst, obwohl man hinten und vorne keine Ahnung hat.
Hauptsache, man gibt seinen Senf dazu!
Wenn wir hier die Frau vom Fach haben… Mich würde es auch interessieren, was genau da 17 Mio kosten kann. Magst du uns das denn bitte erklären? Ich bin nicht vom Fach, hab keine Ahnung, wie dieser Betrag zustande kommt, aber es würde mich interessieren.
Ich kann die Relation einfach nicht verstehen. Ein vollausgestattetes großzügiges Einfamilienhaus baust für eine halbe Mio inkl. Sanitär und Küche. Das Feuerwehrhaus mag größer sein, aber nicht 36x und Druckluftrohre und Gerätelager kann es mir nicht erklären. Bitte, klär mich auf
Du kannst den Architekten googeln, dann findest du dort die Planung beschrieben. Vielleicht erklärt dir das die Kosten. Gigantomanie vom Feinsten.
„Innen hohl“ ist ein Feuerwehrhaus bestimmt nicht. Es wäre schön, wenn man das von allem und allen behaupten könnte.
Die Autofahrer finanzieren in Wasserburg gar nichts, noch nicht mal den Unterhalt und die Sanierung der Parkhäuser-
Da kann man sich dann schon mal Gedanken machen für die Folgenutzung des alten Feuerwehrhauses: z. B. Bürgertreffpunkt für Jung und Alt, kultureller Treffpunkt oder Treffpunkt für Vereine usw . Die Wunschliste wird lang werden .
Ja unbedingt… zum leeren Bürgerbahnhof brauchen wir dringend einen weiteren leerstehenden Kultur-Generationen-Sport-Treffpunkt.
Wie wär’s mit Abreißen des alten Feuerwehrhauses und ein kommunales Miethaus draufbauen?
Zum feuerwehrhaus besteht mehr wie aus einem fahrzeughalle Werkstätten Generatoren Akkus des immer Strom da ist und so weiter
München gibt 18 Millionen für zwei Pandabären für den Tierpark aus.
Berlin darf bei Spiegeleis nicht salzen, nimmt aber Geld aus dem Finanzausgleich.
Da sind doch die paar Euro gut investiert.
Da sind sie wieder – die Stammtisch Parolen. Unwissend, keine Ahnung von der Materie – Hauptsache jammern.
Die Wasserburger Feuerwehr benötigt dringend einen Neubau – und diese 17 Millionen sind sinnvoll investiert – für wasserburg
Niemand stellt die Notwendigkeit in Frage. Aber niemand ist in der Lage zu erklären, warum es 17 Mio kostet. Wo entstehen die Kosten. Das wollen wir wissen. Wenn es eine plausible Erklärung gibt ok, aber nur weil einer sagt, kost 17 Mio, ihr braucht es und dann akzeptiert das gefälligst, müssten wir das noch lange nicht schlucken.
Diese Informationen findet man zum einen im Ratsinformationssystem der Stadt Wasserburg. Hier kann man mittels Textsuche viele Beschlüsse einsehen. Zum Beispiel hier:
https://www.wasserburg.sitzung-online.de/public/to020?TOLFDNR=1000680
Außerdem kann jeder die öffentlichen Sitzungen des Stadtrates besuchen, in der solche Planungen auch vorgestellt werden.
In Wasserburg spielt Geld keine Rolle. Übrigens Autofahrer zahlen Steuern und nicht zu wenig .
Fast jeder zahlt viel Steuern.
Jeder, der irgendetwas in einem Geschäft kauft, zahlt auch Steuern, nämlich Umsatzsteuer und das nicht zu knapp.
Das ändert aber nichts daran, dass ein neues Feuerwehrhaus notwendig ist.
Entscheidend wird sein, wie seitens der Stadtverwaltung versuchen wird, den Kostenrahmen im Griff zu halten, wenn gebaut wird.
Da gibt es aber ein großes Problem: Die Stadt muss aus kommunalrechtlichen Gründen öffentlich rausposaunen, mit welchem Kostenrahmen gerechnet wird. Der Stadtverwaltung bleibt gar nichts anderes übrig.
Die Baufirmen reiben sich daher jetzt schon die Hände, denn die Angebote werden garantiert am oberen Limit des Kostenrahmens liegen.
Ich habe da wohl was verpasst. Wo wird denn nun genau gebaut?
Bei den 17 Mio’s sind die Gehälter der ganzen Planungsbüros mit eingerechnet. Architekt ca. 10-15%, hier eher 15%
Ingenieur Heizung/Wasser, 6-10 % hier eher 10 %, Ingenieur Elektro ebenfalls 6-10 %, Ingenieur für Statik, Stahlbau usw.
Das will aber nicht der Bauherr so, das sind unsere deutschen Vorschriften.
Da sind bei ca. 35 % von 17 Mio;s ca. 5-6 Millionen. Heutzutage muss man ja alles berechnen, belegen, auf i-tüpfelchen ausarbeiten, denn wenn was nicht funktioniert oder etwas passiert ist man sofort mit einen Fuß im Gefängnis. Daher die Absicherung an andere und das kostet.
Aber lieber gleich die Kosten realistisch nennen und später damit auskommen, als andersrum. Erst niedrige Kosten, damit es genehmigt und dann mit das und das und das wird noch gebraucht die Bausumme verdoppeln.
Zu den restlichen Kosten tragen natürlich noch viele bei. Nur Brandschutz, auch wenn die FW darin wohnt, zwingend vorgeschrieben, kostet bei so einer Größe eine enorme Summe, ebenfalls die Heizungsanlage, Sanitärinstallation, Elektroinstallation, Bauwerk, Dach, Infrastruktur, Hof, Zufahrt usw. Man könnte hier viel mehr aufzählen.
Billig, äh, günstig war früher!!!
Zusammensetzung der Kosten
• Spezialbauweise & Hochwasserschutz: Aufgrund der Nähe zum Inn und der Hochwassergefahr wird das Gebäude auf einem 80 cm hohen Betonsockel errichtet. Das Hauptgebäude selbst wird in nachhaltiger Holzbauweise geplant.
o Fahrzeughalle: Zehn Stellplätze für Einsatzfahrzeuge (erweiterbar auf zwölf).
o Funktionsräume: Werkstätten, Lager, Umkleiden und Waschhalle.
o Schulungszentrum: Ein teilbarer Saal im Obergeschoss für bis zu 120 Personen samt Küche, der auch als Katastrophen-Lagezentrum dient.
o Jugend & Soziales: Eigene Räume für die Jugendfeuerwehr und Rückzugsorte für psychosoziale Nachgespräche nach belastenden Einsätzen.
• Zusätzliche Baukörper: Ein massiv gebauter Übungsturm, ein Kaltlager und eine spezielle Präsentationsfläche („Schaufenster“) für ein historisches Feuerwehrfahrzeug.
• Außenanlagen: Getrennte Alarmparkplätze für die Einsatzkräfte und ein großer Übungshof, um Kreuzungen mit ausfahrenden Einsatzfahrzeugen zu vermeiden.
• Energetik & Technik: Installation von Photovoltaik-Modulen zur Eigenstromversorgung und moderne Klimatechnik.
Als ehemaliger Angestellter und Schwerbehindertenvertrauensmann in einer Baubehörde sehe ich diesen „Startschuss“ mit großer Sorge. Ja, die Feuerwehr braucht eine adäquate Ausstattung, aber die hier aufgerufene, horrende Bausumme riecht förmlich nach Steuerverschwendung.
Bei diesem Volumen wird es durch Nachtragsverträge auch kaum bei der jetzigen Summe bleiben.
Während hier Millionen verbaut werden, wird im sozialen Bereich und bei der kommunalen Teilhabe gnadenlos der Rotstift angesetzt.
Trotz intensiver Bemühungen meinerseits, mich für die Behindertenpolitik zu engagieren, wurde ich von einer zuständigen Stadträtin über Monate mit dem Vorwand des angeblichen „Zeitmangels“ abgespeist.
Wenn selbst für elementare Dinge wie Gebärdendolmetscher angeblich das Geld fehlt, ist das Wort „Inklusion“ in Wasserburg nur eine leere Worthülse. Von echter Teilhabe und Barrierefreiheit sind wir noch sehr weit entfernt.
Es ist echt beschämend, dass für prestigeträchtige Großprojekte das Geld locker sitzt, während man Menschen mit Behinderung die notwendige Unterstützung zur politischen Mitwirkung verweigert.
Wer die Inklusion aus „Kostengründen“ blockiert, gleichzeitig aber Millionen im Baubereich versenkt, hat meine Stimme bei der kommenden Landtagswahl verspielt. Eine Politik, die nicht alle Bürger hört, verdient absolut kein Vertrauen.
Dabei ist das Projekt Feuerwehrhaus nur das prominenteste Beispiel einer Prioritätensetzung, die völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Hinter den Kulissen der Stadtverwaltung und im öffentlichen Raum gibt es weitere massiven Missständen, die seit Langem bekannt sind, aber konsequent ignoriert werden. Es entsteht hier der Eindruck, dass man sich lieber hinter Großbauprojekten versteckt, anstatt die strukturellen Probleme in der Stadt und im sozialen Miteinander endlich mutig anzupacken.
I
@Tammy, ich verstehe deine Kritik, was ich nicht verstehe du beschwerst dich über die Stadt Wasserburg und redest aber dann von der Landtagswahl und nicht von der Kommunalwahl??
Seit rund zehn Jahren wird in Wasserburg über ein neues Feuerwehrhaus diskutiert – geplant, umgeplant, gestritten und erneut geplant.
Genau hier liegt der eigentliche Grund für die massiven Kostensteigerungen.
Ein pragmatisches, entschlossenes Vorgehen hätte viel Zeit, Ärger und vor allem Geld sparen können.
Umso wichtiger ist es jetzt, dieses zentrale Projekt von Seiten der Stadt konsequent und professionell zu begleiten, damit die Kosten endlich im Rahmen bleiben – bestenfalls sogar gesenkt werden.
Die so eingesparten Mittel könnten dringend benötigten sozialen Projekten zugutekommen – etwa echter Teilhabe, mehr Barrierefreiheit in der Altstadt und gelebter Inklusion in Wasserburg.
Hat der Mann irgend eine Ahnung? Und der will Bürgermeister werden!
Bitte Herr Gäch, lassen sie es einfach
Konsequente Umsetzungen hat ja auch damals in Ramerberg wundervoll funktioniert, Hr.Gäch ….. s. Sportverein, etc.
Ich nehme die Sorgen und die Kritik ernst – gerade bei diesem Projekt, das uns alle betrifft – Sicherheit, Steuergeld und Vertrauen.
Gleichzeitig sage ich klar: jahrelange Verzögerungen kosten Geld.
Jetzt braucht es Führung, klare Entscheidungen und eine konsequente Begleitung, damit das Feuerwehrhaus zuverlässig und bezahlbar gebaut wird.
Die Fakten sind nicht immer bequem….
Das beste Beispiel wie Interessiert ein Bürgermeisterkandidat ist zeigte die Haushaltssitzung. Die Kandidaten von links und von Gäch glänzten durch Abwesenheit ,also Desinteresse. Aber wer seine Informationen vom Sinzinger bekommt ist ja voll informiert. Nur halt wie?
Sehr guter, der Wahrheit entsprechender, Kommentar
Die Kommentare entwickeln sich in die Richtung, als der eine auf den anderen schimpft.
An der Tatsache, dass Wasserburg ein Feuerwehrhaus an einem günstigeren Standort als dem jetzigen braucht, führt ja wohl nichts vorbei.
Und nochmals dazu eine Anmerkung: München gibt 18 Millionen Euro aus, um im Tierpark zwei Pandabären „anzusiedeln“, die von den Chinesen „ausgeliehen“ werden.
Kann man auch geteilter Meinung sein, wie sinnvoll ein solches Invest ist.
Die Strategie, einen Blödsinn mit einem anderen noch schlimmeren Blödsinn zu rechtfertigen, hat uns ja hier in gebracht.
So lange es anderswo schlechter ist oder genauso schlecht, brauchen wir es ja nicht gut oder besser machen.
ich freu mich schon auf die Einweihung des neuen Feuerwehrhauses, Freibier, Brotzeit, bis zum Abwinken….