Haupt- und Finanzausschuss beriet über die Frage der Gebühren an öffentlichen WC-Anlagen

Bürgermeister Michael Kölbl, der den Antrag im Haupt- und Finanzausschuss erläuterte, stellte hierzu fest: Zum einen gebe es insgesamt sechs öffentliche Toilettenanlagen im Stadtgebiet, von denen vier kostenfrei genutzt werden könnten, nämlich die am Rathaus am Marienplatz, in den beiden Parkhäusern in der Kellerstraße und der Überfuhrstraße und am Friedhof in der Altstadt. Für die Toilettenanlagen am Busbahnhof in Reitmehring und dem Parkplatz am Gries erhebt die Stadt ein Entgelt in höhe von 0,20 Euro. Lediglich die Pissoirs und die Toiletten für Menschen mit Behinderung seien kostenfrei.
Kölbl ergänzte, dass jene Toilettenanlagen, die gebührenpflichtig seien, weniger Vandalismus erführen als jene, die gebührenfrei seien.
In der Aussprache äußerte sich Wolfgang Janeczka (SPD) für die Antragsteller zuerst: Es gehe nicht an, dass einige zahlen müssten und andere nicht. Die Höhe des Entgeltes spiele dabei keine Rolle. Er wolle eine einheitliche Lösung für alle. Er wurde von Edith Stürmlinger (Bürgerforum) in dieser Auffassung unterstützt. Es müsse für alle derselbe Grundsatz gelten. Georg Machl (CSU) ergänzte, dass er es sehr schade finde, dass man bei diesem Thema auch über Vandalismus reden müsse. Es bedauerte es sehr, dass die einfachsten Sachen so mit Füßen getreten würden.
Stadtkämmerer Robert Mayerhofer schlug seinerseits vor, auch, um dem Vandalismus ein wenig zu begegnen, an allen Toiletten eine Gebührenpflicht einzuführen, diese aber mit digitalen Angeboten zu versehen, damit die Toilettenbenutzung nicht an einer fehlenden 20-Cent-Münze scheitern müsse. Und so beschloss der Ausschuss, in diesem Sinne weiter zu verfahren.
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Schaufenster

Es wird allerhöchste Zeit, dass Frauen hier auch gratis ihr Geschäft verrichten können.
Noch dazu können sich Männer im Notfall noch in die Büsche schlagen. Für Frauen ist das nicht so unkompliziert und diskret möglich.
Also liebe männliche Stadtratsmitglieder, gebt Euch einen Ruck. Eure Frauen und Töchter werden es Euch danken.
Ich als Mann „Fremdschäme“ mich immer, wenn ich mit meinen Kindern im Auto unterwegs bin und Männer am Strassenrand neben den Autos pinkeln. Dann auch noch in der Stadt in die Büsche und dann noch am besten neben der Grundschule – na Danke für den Tipp
Vandalismus wird es immer geben und ein vernünftiger Weg dagegen zu halten, wäre in Familien und Bildung zu investieren. Brauchen wir jetzt wirkliche eine Toilettenapp? Die solls richten? Wer denkt sich so einen schmarrn aus. Also wenn Wasserburg seine Klos mit dem Smartphone verbindet, verliere ich echt den glauben. Und ja, dass Frauen zahlen sollen und Männer nicht, geht mal gar nicht.
So weit ist es gekommen, die Demokratie wird jetzt in Wasserburg am öffentlichen WC verteidigt. Der Ansatz ist ja gut, aber mit dem Grundgesetzt zu kommen, weil Frauen was zahlen müssen und Männer am Pissoir nicht…. Dafür ist mir das Grundgesetzt dann doch zu wichtig als dass man es für diese Latrinenposse bemüht
Vielleicht sollte man hier von Anderen lernen: in Tallinn (Estland) gibt es flächendeckend öffentliche Toiletten die ganz selbstverständlich mit dem handy oder der ec-karte bezahlt werden, sich erst nach Bezahlung öffnen (‚Vandalismus‘) und nach dem ‚Geschäft‘ automatisch gereinigt werden….Wir reden hier von einem Ex-Warschauer-Pakt-Staat, der uns hier in allen Belangen weit voraus ist
In den Nordländern, Schweden usw. ist das zahlen an den vielen öffentlichen Toiletten mit karte möglich. Die sind fast immer sauber. Kostet aber auch 70 Cent bis 1.- Euro.
Egal ob Frau oder Mann.
Also ich wär dafür, dass Frauen UND Männer bezahlen müssen.
Ich als Frau würde sogar gerne bis zu einem Euro bezahlen, wenn ich dafür eine saubere und gutriechende Toilette benutzen kann!
@sunny dem stimme ich voll und ganz zu!!!
Betonung auch auf super und gut riechende !!!
Leider gibt es auch v.a. unter Frauen richtige Saubären :(
Und dabei wäre es mir egal, ob mit oder ohne Münze zu bezahlen.
Vielleicht könnte man ja beides einführen, da es ja immer noch (ältere) Mitbürger geben soll, die keine Zahlapps haben, aber ihre Notdurft verrichten müssen und auch nicht so gut zu Fuß sind, erst alle mögliche WCs abzuklappern um die „passende“ zu finden.
Sorry… Autokorrekurfehler.
Ich meinte natürlich
… SAUBERE und gut riechende …
Es ist eine Schande, wenn man den Zustand der öffentlichen Toiletten im Wasserburger Rathaus anschaut.Die Toiletten sind ebenso wichtige Kultur wie z.B. ein Theater oder ein Museumsdepot. Wenn unsere Stadträte dieses WC in ihren Sitzungen benutzen müssten wäre es sicher nicht in so einem erbärmlichen Zustand.
Ich als Frau fülle mich ganz bestimmt nicht benachteiligt nur weil Männer fürs kleine Geschäft am Gries nicht bezahlen müssen!
Tatsächlich bin ich hier in dem Fall stolz eine Frau zu sein. Denn uns wird anscheinend im Gegensatz zu dem männlichen Geschlecht zugetraut lieber fürs pinkeln zu bezahlen als einfach überall sein Geschäft zu verrichten.
Ich vermute deshalb steht das Pissoirs hier auch kostenfrei zur Verfügung.
Ich hoffe es fühlt sich deshalb kein Mann benachteiligt!
Ob gratis oder nicht. Die öffentlichen WC Anlagen in Wasserburg sind, auch gerade für Touristen zum Schämen.
Da hat die Stadt schon immer geschlafen.
Sorry, aber ich finde auch, daß die öffentlichen Toiletten in Wasserburg unter aller Kanone sind. Da gehe ich lieber in ein Kaffee. Die im Rathaus und am Grieß sind richtig eklig. In anderen Städten bin ich dann oft erstaunt, welch gute öffentliche Toiletten die haben. In Österreich gibt es auch an Wanderparkplätzen Toiletten, selbst die sind besser, als die in Wasserburg. Es stinkt einfach erbärmlich. Da muss keiner ein großes „Geschäft“ gemacht haben. Diese stinkenden Edelstahltoiletten laden selbst Frauen dazu ein, im Stehen zu pinkeln. Da ist es dann klar, dass es mehr verunreinigt ist.
Und irgendwas läuft mit der Jugend schief in Wasserburg, dass es soviel Vandalismus gibt. Das sind doch Hilferufe. Wenn es nicht Toiletten betrifft, dann zerstören sie einfach Spielplätze usw. Soll dann da auch Eintritt verlangt werden?
Absolut richtig, was hier einige kritisieren: Die öffentlichen WC-Anlagen im Rathaus, am Griesparkplatz und in den Parkhäusern waren schon immer und sind absolute Sauställe!
Egal welcher Bürgermeister oder egal wer in der Verwaltung in den letzten Jahrzehnten dafür verantwortlich war: Es hat die Herrschaften nie interessiert. Die müssen diese Toiletten ja auch nicht benutzen.
Aber es hilft eh nichts, sich darüber aufzuregen und zur Beruhigung aller: Bürgermeister und Verwaltung finden immer eine Ausrede, warum diese Toiletten weiterhin Drecklöcher bleiben werden und es wird sich daher nichts daran ändern.
Na endlich ein Wahlkampfthema:
Öffentliche Toiletten 😀
Nicht nur so Allgemeinplätze, schön, lebendig, vielfältig …jetzt kommt noch wohlriechend hinzu.
Das Thema Vandalismus im öffentlichen Raum ( sie auch Beitrag Parkhaus) ist wohl zu heikel.
Jetzat mua ich da mein Senf a dazu gem.
wen i auf a öfentlichs Klo geh mua und des is frisch budzt und i verlas des wieda wiea i es vorgfundn hob, dann warad gar ned drum zum ren. De Betreiba der Notdurftanstaltn kenna hoid nix dafür, dass soiche Saubärn gibt, de mid absicht danem bisln und scheissn. Wen do oans ofangd bleibt dem nächstd ned fui üba, das er vo weid wega ins Klo dreffa mua, wenn er unbeding moi mua.
Drum darad i vorschlon, olle mit Kartnleser ausrüstn, de Datn a gewisse Zeit speichern, damit ma schaun ko, wer war do drin. Des wiederum an de Dür gschrim, moi schaum ob si de Saubärn dan oiwei no so aufführn dadn.
Aber wia scho gschrim, do ko ma ned da Stodt de schuid gem, des san scho unsere Mitbenutzer tschuid. Ma ko ned vo da Stod valanga, das an ganzn Dog a Klo-Mann oder Frau dositzt und nochschaud und obkassiert. Obwoi, warad a ned ganz schlecht. Mann kandad aba a an Zettl mid zoidn Betrag ausdrugd griang und dem dann im Kaffä oder beim Bossnastand eilösn!
I wui ko Klugscheissa sei, aba a bissal mua ma do scho de Luft rausnehma und de Schuidzuweisunga übadenga. Da gresde Dregbär is und bleibt der Mensch!!
Übrigens, es gibt meines Wissens auch noch Cafes und Gaststätten mit sogenannten „freundlichen Toiletten“, die man kostenfrei benutzen darf ohne etwas verzehren zu müssen.
Ein klarer Fall für den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! Ohne höchstrichterliche Entscheidung sollte das nicht entschieden werden.