Der Arbeitsmarkt-Bericht für den Dezember
Im Landkreis Rosenheim liegt die Arbeitslosenquote für den vergangenen Dezember bei 3,1 Prozent und somit um 0,2 Prozent höher als vor einem Jahr sowie nahezu gleich wie im November. Die Zahl der arbeitslosen Menschen insgesamt für den Landkreis beträgt 4.679. Hier sind 2.747 Männer und Frauen bei der Hauptagentur in Rosenheim arbeitslos gemeldet, 15 mehr als im Vormonat.
Beim Jobcenter Landkreis Rosenheim sind 1.932 arbeitslose SGB II-Kundinnen und -Kunden registriert, 16 weniger als im November. Insgesamt betreut das Jobcenter 3.884 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 2.956 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.
Michael Preisendanz, der Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Rosenheim, sagt für den gesamten Agenturbezirk das:
„Die konjunkturellen Eintrübungen hinterlassen weiterhin ihre Spuren. Im Dezember waren mehr Menschen arbeitslos und weniger Stellenangebote gemeldet als vor einem Jahr. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen lag im Dezember im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Sozialgesetzbuch (SGB) III), diese umfasst die Frauen und Männer, die sich nach dem Ende eines Arbeitsverhältnisses bei der Agentur für Arbeit melden, um 297 Personen über dem Vorjahresniveau. Bei den Jobcentern wurden im Vorjahresvergleich dagegen um 128 Menschen weniger nach dem SGB II betreut.
Da die Betriebe bei der Besetzung von neuen Stellen zurückhaltender agieren, brauchen die Menschen, die eine neue Arbeit suchen, dafür vergleichsweise länger. So ist die Zahl derer, die bereits länger als zwölf Monate arbeitslos und von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind, gegenüber Dezember des Vorjahres um 235 Personen auf 2.267 gestiegen.“ Also um über zehn Prozent …
Der Geschäftsführer betont aber auch, dass die Situation auf dem Arbeitsmarkt in der Region im deutschlandweiten Vergleich weiterhin gut sei: „Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung entwickelt sich weiterhin positiv. Zum letzten Stichtag vom 30. Juni arbeiteten mit 204.491 um 0,9 Prozent mehr Menschen in einem Angestelltenverhältnis als vor einem Jahr. Das zeigt, dass der Arbeitsmarkt weiterhin Chancen bietet.“
Mit 707 haben die Betriebe im Dezember um 82 mehr Stellenangebote gemeldet als vor einem Jahr. Dabei suchen sie weiterhin vor allem Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung.
Für das Qualifikationsniveau „Fachkraft“ waren für ein Stellenangebot gut 1,4 Bewerbende gemeldet, während im Helferbereich mehr als sechs Bewerbende auf eine Stellenanzeige kamen.
Die Stellenangebote können unter
https://www.arbeitsagentur.de/jobsuche/ aufgerufen werden.
Das winterliche Wetter hat sich auch in diesem Jahr in den vergangenen Wochen auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar gemacht. Betriebe, die in den witterungsabhängigen
Bereichen wie
Gartenbau (+51 arbeitslos gemeldete Menschen) sowie
Hoch-/Tief- und (Innen)Ausbau (+27) arbeiten,
haben Beschäftigte über die Wintermonate freigestellt, weil weniger Arbeit anfällt.
Andererseits haben in den Berufsgruppen Lebensmittelherstellung und -verarbeitung, Informatik sowie Gesundheit und Pflege einige Menschen eine neue Beschäftigung gefunden.
Insgesamt ist die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Betrachtungszeitraum vom 13. November bis 11. Dezember um 41 Personen auf 9.852 gestiegen (+169 gegenüber Dezember 2024). Die Arbeitslosenquote lag wie im Vormonat bei 3,1 Prozent (Dezember 2024: 3,0 Prozent).
Michael Preisendanz sagt zur aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt – trotz des Anstiegs zum vergangenen Jahr: „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist in diesem Jahr im Dezember so gering ausgefallen wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen. Das zeigt durchaus auch, dass viele Betriebe ihr Personal halten und Möglichkeiten der Qualifizierung nutzen.“
Interessant für Personalverantwortliche: Weiterbildungs-BeraterInnen informieren über Fördermöglichkeiten.
Informationen und Kontaktdaten unter
https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/rosenheim/unternehmen/arbeitskraefte-finden-und-weiterbilden/weiterbildung-fuer-beschaeftigte.
Preisendanz wendet sich an Betroffene, die sich arbeitslos melden müssen und sagt:
„Grundsätzlich geht dies online (www.arbeitsagentur.de/eservices). Nur wenn die Arbeitslosigkeit taggleich eintritt, müssen Sie sich an diesem Tag persönlich arbeitslos melden. Dies ist für alle Menschen aus unserem Agenturbezirk in der Agentur für Arbeit Rosenheim in der Wittelsbacherstraße 57 von Montag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr möglich.
Für alle anderen Anliegen stehen ebenfalls Online-Services zur Verfügung. Ansonsten muss für die persönliche Vorsprache vorher ein Termin vereinbart werden. Dies ist unter https://web.arbeitsagentur.de/portal/terminvereinbarung/pc/agenturen/anliegenauswahl sowie der kostenlosen Servicenummer 0800 / 4 5555 00 möglich.“
Der Arbeitsmarkt in den weiteren Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:
Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent (Vormonat: 4,9 Prozent; Dezember 2024: 5,1 Prozent). Derzeit sind 1.862 Bürgerinnen und Bürger ohne Arbeit. Bei den SGB III-Kundinnen und -Kunden, die durch die Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen um 52 auf 966. Beim Jobcenter Rosenheim Stadt werden 896 arbeitslose Kundinnen
und Kunden, 56 weniger als im November, nach dem SGB II betreut. Insgesamt sind beim Jobcenter 2.045 erwerbsfähige Leistungsberechtigte gemeldet, die in 1.596 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.
Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen beträgt die Arbeitslosenquote 2,2 Prozent (Vormonat: 2,2 Prozent; Dezember 2024: 2,4 Prozent). Das entspricht 1.648 beschäftigungslosen Bürgerinnen und Bürgern. Davon sind 957 Personen, 7 mehr als vor einem Monat, bei den Arbeitsagenturen Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet. 691 Betroffene, Einer mehr als im November sind beim Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen arbeitslos gemeldet. Insgesamt betreut das Jobcenter 2.273 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.723 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.
Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1.663 Bürgerinnen und Bürger arbeitslos gemeldet, was einer Quote von 2,9 Prozent (Vormonat: 2,8 Prozent; Dezember 2024: 2,9 Prozent) entspricht. Davon sind 1.082 arbeitslose Männer und Frauen bei der Arbeitsagentur in Holzkirchen gemeldet, 60 mehr als im Vormonat. Für die Betreuung der Arbeitslosengeld II-Empfängerinnen und -Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als zugelassener kommunaler Träger (optierende Kommune) zuständig. Beim Jobcenter sind 581 arbeitslose Menschen gemeldet, 22 weniger als im November. Insgesamt betreut das Jobcenter 1.422 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.146 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.
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