Bei Flintsbach im Inntal gestern große Rettungsaktion mit Bergwacht und Hubschrauber

Gegen 15.45 Uhr ereignete sich am gestrigen Sonntag am Arzmooser Wasserfall in der Gemeinde Flintsbach ein schwerer Unfall mit einem sechsjährigen Kind. Die Familie aus dem Bereich Rosenheim befand sich zu einem Ausflug am Wasserfall. Infolge der derzeitigen Witterung ist der Wasserfall zum Großteil vereist. Als sich das Kind in der Nähe des Eisvorhangs befand, brach aus ungeklärter Ursache ein mannsgroßer Eiszapfen ab, der das Kind traf. Dabei wurde das Unfallopfer schwer verletzt und unter dem Eiszapfen begraben. Das Kind konnte von seinen Eltern befreit und erstversorgt werden. Im Anschluss setzten die Eltern sofort einen Notruf ab.

Es wurde die Bergwacht Brannenburg sowie zwei Polizeibergführer der Grenzpolizeiinspektion Raubling verständigt. Die Bergwacht war mit 20 Einsatzkräften am Geschehen beteiligt. Das Kriseninterventionsteam der Bergwacht betreute daraufhin die Eltern. Bei den Bergwacht-Einsatzkräften war zudem ein Bergwachtnotarzt vor Ort. Außerdem wurde der Rettungshubschrauber Christoph Murnau mit einem Notarzt und separat einem Kindernotarzt verständigt. Diese übernahmen die weitere Versorgung des Kindes. Nach Erstversorgung wurde das Kind in die Unfallklinik Murnau geflogen.

Das Kind hatte trotz seiner schweren Verletzungen großes Glück, was der hervorragenden Erstversorgung durch die Bergwacht und die Notärzten zu verdanken ist.

Im Einsatz befanden sich 20 Bergwachtkräfte mit vier Notärzten, der Rettungshubschrauber Christoph Murnau und zwei Polizeibergführer.

Die Polizei bittet darum, dass man sich derzeit mit großer Umsicht in der Nähe von gefrorenen Wasserfällen aufhält. Infolge der derzeitigen Witterungsverhältnisse ist die Festigkeit gefrorener Eisgebilde schwierig einzuschätzen.

Nach jetzigem Ermittlungsstand ist ein Fremdverschulden für das Lösen des Eiszapfens auszuschließen.

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