In der Ahamer Filze zwischen Eiselfing und Griesstätt - Die Zukunft des Moorgebiets im Fokus
In der Ahamer Filze zwischen Eiselfing und Griesstätt beginnen in den kommenden Wochen umfangreiche Untersuchungen zum aktuellen Zustand und zur Zukunft des Moorgebiets. Die Bürger werden dabei Fachleute im Gelände antreffen, die Gräben vermessen, Wasserstände erfassen oder mit speziellen Bohrstöcken den Moorboden untersuchen. Die Kartierungen erfolgen im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde und dienen der Vorbereitung eines moorökologischen Gutachtens.
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Moorlandschaften wie die Ahamer Filze speichern große Mengen Wasser und Kohlendioxid und bieten zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum.
Das Landratsamt weist darauf hin, dass sich die Untersuchungen auf Flächen des Landkreises und der Gemeinden konzentrieren. Eingriffe auf Privatgrundstücken finden nicht statt. Die Untersuchungen dauern bis zum Frühjahr 2027 an.
Im Sommer 2026 plant die Untere Naturschutzbehörde gemeinsam mit den Gemeinden Griesstätt und Eiselfing eine Infoveranstaltung für Grundstücks-Eigentümer. Dabei sollen die laufenden Kartierungen sowie die Ziele des Moormanagements näher vorgestellt werden. Im Rahmen des Projekts werden auch Pflanzen- und Tierarten kartiert, unter anderem von Amphibien, Reptilien und Libellen.
Auf Grundlage der Ergebnisse werde anschließend ein Plan für mögliche Renaturierungs-Maßnahmen erarbeitet. Ziel sei es, das Moor langfristig, wo es rechtlich und fachlich möglich ist, wieder in ein Moor mit wasser-gesättigtem Torfboden zu verwandeln und damit sowohl den Klimaschutz als auch die Artenvielfalt zu fördern.
Die Ahamer Filze liegt zwischen den Gemeinden Griesstätt und Eiselfing und gehört zu den Moorlandschaften des Inn-Chiemsee-Hügellandes. Viele Moore wurden in den vergangenen Jahrhunderten entwässert und land- oder forstwirtschaftlich genutzt. Auch die Ahamer Filze ist heute von zahlreichen Entwässerungsgräben durchzogen und in weiten Teilen ausgetrocknet.
Das aktuelle Gutachten wird vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Rahmen des Programms „Aktionsprogramm natürlicher Klimaschutz – Natur stärken, Klima schützen“ gefördert.
Für Fragen zum Projekt steht die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim zur Verfügung:
per E-Mail (naturschutz@lra-rosenheim.de) oder
telefonisch (08031/392 – 3366) .
Foto: Landratsamt Rosenheim
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