Starbulls verloren gestern auch in Weiden - Unnötige Strafzeiten mit Folgen

Zwei Tage nach der 1:6-Klatsche gegen Düsseldorf gelang den Starbulls Rosenheim gestern beim Auswärtsspiel gegen die Blue Devils Weiden erneut nur ein einziger Treffer. Shane Hanna erzielte ihn in Überzahl Anfang des dritten Drittels zum zwischenzeitlichen 1:1.
Der Tabellenelfte aus der Oberpfalz traf hingegen zweimal im Powerplay, gewann die entscheidenden Bullys, präsentierte sich in der Crunchtime der Partie als das konzentriertere und energischere Team und beendete die Rosenheimer Serie von zuletzt vier Auswärtssiegen in Folge.
„Der Zug zum Tor war zu wenig. Wir haben die letzten 30 Minuten nicht gut genug gespielt, zu viele Fehler und unnötige Strafzeiten genommen und letztendlich verdient verloren“, brachte es Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen auf den Punkt,
Pasanen, der weiterhin ohne Verteidiger Joel Keusssen und ohne die Stürmer Lewis Zerter-Gossage und Lukas Laub auskommen musste, holte Torwart Oskar Autio ins Team zurück und verzichtete deshalb auf C.J Stretch. Charlie Sarault gab den Center zwischen Fabian Dietz und Ville Järveläinen. Scott Feser rückte in die Mittelstürmer-Rolle für Teemu Pulkkinen und Dominik Kolb. Die dritte Rosenheimer Sturmlinie bildeten Luigi Calce, Jordan Taupert und Jannick Stein, im vierten Sturm agierten Michael Musin, Tobias Beck und Johannes Achatz.
Schon nach einer Minute spielte Järveläinen einen feinen Diagonalpass auf Dietz, der die Scheibe aus kurzer Distanz aber nicht auf das Tor brachte. Früh hatten die Starbulls aber Glück, dass Weidens Neal Samanski aus kurzer Distanz nur die Latte traf (7.) – wie bei fast allen sechs Gegentoren zwei Tage zuvor kam die Chance aber erst durch einen fatalen Rosenheimer Abwehrfehler zustande, in diesem Fall war es ein Scheibenverlust hinter dem eigenen Tor.
Die Starbulls hatten in den ersten 30 Spielminuten insgesamt leichte Vorteile. Kurz vor der ersten Drittelpause verpuffte ein Zwei-Gegen-eins-Angriff, bei dem der Pass von Calce auf Dominik Kolb nicht ankam. Einen Abschluss von Taupert nach gutem Zuspiel von Calce entschärfte der stark spielende Hausherren-Schlussmann Michael McNiven. Weidens Goalie war auch bei einer satten Direktabnahme von Scott Feser zur Stelle (29.).
Starbulls-Keeper Oskar Autio lieferte ebenfalls eine starke Leistung ab. Beim Führungstreffer der Hausherren konnte er nichts machen. Im Powerplay zog Tyler Ward ab, der Puck prallte von einem Schlittschuh zur Seite ab wo Luca Gläser goldrichtig stand und reaktionsschnell ins offene kurze Eck einschob (35.). Für die Grün-Weißen war es die bereits zweite Unterzahlsituation der Partie wegen zu vielen Spielern auf der Eisfläche.
Scott Feser hätte ausgleichen können, zielte aber aus halbrechter Position wenige Zentimeter zu hoch (39.). Alex-Olivier Voyer hätte fast auf 2:0 für Weiden gestellt, aber der Pfosten rettete für den in dieser Situation verdutzten Autio (40.).
Nachdem die Starbulls in je zwei Überzahlminuten im ersten und zweiten Drittel keinen gefährlichen Torschuss zustande brachten, schlugen sie beim dritten und letzten Powerplay zu. Shane Hanna wartete den besten Moment für den Schuss ab und versenkte den Puck im rechten oberen Eck zum 1:1 (43.) – Dominik Kolb hatte dem Weidener Torwart die Sicht genommen.
Nur fünf Sekunden nachdem Dietz wegen unnötiger Härte auf die Strafbank musste, gingen die Gastgeber erneut in Führung. Neal Samanski lenkte einen Schuss von Cedric Schiemenz technisch fein ab, sodass es für Oskar Autio nichts zu halten gab (47.). Im Vorfeld gewannen die Hausherren das Bully – und das war in dieser Partie bei vielen entscheidenden Situationen der Falle. Fast 60 Prozent der Anspiele gingen an Weiden.
Luis Marusch zeigte den Zug zum Tor, den die Grün-Weißen vermissen ließen und versenkte ein Zuspiel von Fabian Voit kompromisslos im linken Eck zum 3:1 (49.). Während der Tabellenelfte aus der Oberpfalz die Partie konzentriert zu Ende spielte, stand sich der Tabellendritte von der Mangfall mit zwei weiteren unnötigen Strafzeiten in der Schlussphase weiterhin selbst im Weg.
Eine Aufholjagd war somit nicht mehr drin, stattdessen musste Starbulls Goalie Oskar Autio (im Bild oben links) mit guten Paraden mehrfach den vierten Rosenheimer Gegentreffer verhindern.
Foto: Starbulls / Moller
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