Wasserburg: Haupt- und Finanzausschuss beriet über die entsprechenden Möglichkeiten

Der Öffentliche Nahverkehr ist wichtig und es sollten alle Ortsteile der Stadt Wasserburg angeschlossen werden. Doch der öffentliche Nahverkehr sollte auch finanziell nicht zu einer zu großen Belastung für die öffentliche Hand werden. Schon seit vier Jahren bemüht sich die Stadt Wasserburg darum, die Anbindung aller Ortsteile an den Stadtbus zu ermöglichen. Verhandlungen mit der Rosenheimer Verkehrsgesellschaft stockten immer wieder und seit der Einbeziehung des Landkreises Rosenheim in den MVV wurde die Debatte neu belebt. Hintergrund ist auch ein diesbezüglicher Antrag der Fraktionsgemeinschaft Bürgerforum – Freie Wähler – ÖDP auf Anbindung aller Ortsteile von Wasserburg an den Stadtbus.

In der Aussprache im Haupt- und Finanzausschuss gab Bürgermeister Michael Kölbl zu bedenken, dass grundsätzlich für den öffentlichen Personenahverkehr der Landkreis zuständig sei. Der Halbstundentakt beim Stadtbus in Wasserburg sei eine freiwillige zusätzliche Leistung der Stadt.

Konkret gehe es wohl um die Anbindung von Attel an die Stadtbuslinie. Und man benötige für die Erschließung von Attel an den Wasserburger Stadtbus ein zusätzliches Fahrzeug. Und man stellte sich die Frage, ob ein halbstündlicher Takt für Attel notwendig sei oder ob es nicht bedarfsgerechter sei, hier einen stündlichen Takt vorzusehen.

Außerdem beriet der Ausschuss die Möglichkeiten eines „On-Demand-Verkehrs“, was so viel heißt wie die Einrichtung eines Rufbusses. Diese Idee habe manchen Vorteil, berge aber auch das Risiko eines Parallelverkehrs zum Stadtbus. Allgemein war eine gewisse Unzufriedenheit mit dem Einsatz des Landkreises in dieser Frage nicht zu überhören. Sepp Baumann (FW) meinte, dass man die Linie 436, die von Rosenheim nach Wasserburg fahre, dahingehend ausbauen könnte, dass auch der Ortsteil Attel und die Beschäftigten bei der Firma Meggle angebunden werden könnten. Ihm pflichtete Werner Gartner (SPD) bei, ein Rufbus sei letztlich zu teuer und man sollte den Bus stärken, der ohnehin überregional fahre.

Einen Beschluss hat der Ausschuss nicht gefällt, aber Bürgermeister Kölbl wollte dem Ausschuss deutlich machen, wie schwierig diese Angelegenheit sei. Durch die Beteiligung des MVV sei aber mehr Bewegung in diese Angelegenheit gekommen.

PR

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