UBG stellte ihre Kandidaten im Krippnerhaus vor - Politik und Begegnung miteinander verbunden
Kürzlich lud die Unabhängige Bürgergemeinschaft (UBG) Edling unter dem Motto „UBG trifft Paprika“ zur öffentlichen Vorstellung ihrer Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl ins Krippnerhaus ein. Zahlreiche interessierte Bürger folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit, sich über die Bewerber sowie die inhaltlichen Schwerpunkte der UBG zu informieren.
Nach einer kurzen Begrüßung durch den 1. Vorstand Helmut Hammerbacher begann der Abend mit einem kulinarischen Auftakt, der dem Motto alle Ehre machte: Gulasch, Chili con Carne und Chili sin Carne sorgten für eine warme, gesellige Atmosphäre. Bei herzhaften Gerichten und angeregten Gesprächen entstand ein offener Rahmen, in dem Politik nahbar wurde.
Anschließend stellten sich die Kandidatinnen und Kandidaten in der Reihenfolge ihrer Listenplätze vor. Im Mittelpunkt ihrer Beiträge standen die Themen, die die UBG seit Jahren prägen: Nachhaltigkeit, Verkehrssicherheit, Familienfreundlichkeit und echte Bürgerbeteiligung. Florian Prietz brachte seine Motivation auf den Punkt, indem er erklärte, er kandidiere, „um Edling aktiv mitzugestalten und lebenswert für alle Bürger zu erhalten“.
Viele der Kandidierenden betonten die Bedeutung einer ökologischen und verantwortungsvollen Weiterentwicklung der Gemeinde. Johannes König hob hervor, dass eine zukunftsorientierte und ökologische Ausrichtung nur mit offener Entscheidungsfindung und echter Bürgerbeteiligung gelingen könne. Auch die Verkehrssicherheit war ein zentrales Thema: Georg Hargasser unterstrich die Wichtigkeit sicherer Wege und einer tragfähigen Lösung für die B304. Langjährige Gemeinderäte wie Helmut Hammerbacher machten deutlich, dass sie weiterhin für sichere Infrastruktur und mehr Transparenz eintreten möchten.
Persönliche Erfahrungen aus Familie, Beruf und Vereinsleben prägten viele der Vorstellungen. Florian Glaser berichtete, dass ihn sein Sohn motiviere, sich für Familienprojekte und eine nachhaltige Gemeinde einzusetzen. Claudia Prietz engagiert sich besonders für Kinder und Jugendliche. Andere wie Anita Höchstetter betonten ihre parteiunabhängige, sachliche Herangehensweise und den Wunsch nach transparenter Kommunikation. Auch junge Stimmen wie Timo Hansen machten deutlich, dass sie die Gemeindepolitik für die jüngere Generation zugänglicher gestalten möchten.
Im zweiten Teil des Abends zog Florian Prietz (2. Vorstand) Bilanz über sechs Jahre Gemeinderatsarbeit: Die UBG Edling stehe für „Gestalten statt Verwalten“– mit Bürgernähe, Transparenz und zukunftsorientierten Entscheidungen. Viele Themen wären ohne die Initiative der UBG nicht behandelt worden. Einige Beispiele …
Bauausschuss: Der Antrag der UBG zur Einrichtung eines beschließenden Bauausschusses, um den Gemeinderat zu entlasten und mehr Zeit und Raum für strategische und visionäre Gemeinderatsarbeit zu schaffen, wurde abgelehnt. Fazit der UGB: „Der Gemeinderat ist dafür gewählt, über den Tellerrand hinaus zu schauen und aktiv die Zukunft Edlings zu gestalten“.
Photovoltaik: 2024 brachte die UBG das Thema PV-Anlagen auf kommunalen Gebäuden erneut auf die Agenda. Ergebnis: Im Haushalt 2026 sind Planungen für den Kindergarten Hänsel & Gretel und das Feuerwehrhaus vorgesehen. Ein wichtiger Schritt für Klimaschutz und Kostensenkung. „Ohne die UBG wäre das Thema weiter in der Schublade verstaubt“.
Verkehrssicherheit Hauptstraße: Die UBG forderte 2023 ein neutrales Gutachten – objektiv und unabhängig. Dieser Antrag wurde mit der Begründung abgelehnt, dass der neue Rathauserweiterungsbau alle Probleme lösen würde. „Heute wissen alle: Das war falsch“, so die UBG. „Und was ist passiert? Nichts. Keine Maßnahmen, keine Entschärfung. Wir werden uns weiterhin für mehr Verkehrssicherheit entlang der Hauptstraße einsetzen“.
Gemeindeentwicklungskonzept (GEK): Das GEK von 2023 sollte Edlings Zukunft prägen, werde aber kaum genutzt. Trotz des Gemeinderatsbeschlusses von 2024 gab es seitdem nur eine einzige Sondersitzung im Jahr 2025, für 2026 erneut nichts. Das Konzept verstaube, statt umgesetzt zu werden. Gefordert werden von der UBG regelmäßige Beratungen, klare Prioritäten und echte Umsetzung. Und: „Wir sind die Einzigen, die dieses Thema konsequent einfordern“.
LED-Straßenbeleuchtung: Der UBG-Antrag wurde einstimmig beschlossen – „ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit – 70 Prozent weniger Energieverbrauch, geringere Kosten, moderne Infrastruktur. Ohne uns wäre dieser Schritt nicht erfolgt. Wir bleiben dran, bis alles umgesetzt ist“.
Verkehrssicherheit Raiffeisenstraße: Der UBG-Antrag zielte auf eine einfache und schnelle Verbesserung der Verkehrssicherheit in der Raiffeisenstraße. Die Polizei lehnte jedoch mit Verweis auf die geringe Straßenbreite ab, ohne alternative Maßnahmen vorzuschlagen. Der Gemeinderat übernahm diese Einschätzung ebenfalls ohne eigene Ideen. Gerade an schwierigen Stellen brauche es, so die UBG, jedoch Mut und Kreativität, um Verantwortung für die Bürger zu übernehmen. „Wieder einmal waren wir die Einzigen, die aktiv nach Lösungen gesucht haben“, betont die UBG.
„Wir bringen Themen auf die Agenda, die andere ignorieren. Wir kämpfen für Lösungen, nicht für Ausreden. Und wir bleiben unbequem – weil Edling mehr verdient als Stillstand“, so das Fazit der UBG.
FP
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