„In die Jahre gekommene Sportanlage" gestern im Fokus der Gemeinderatssitzung

Der Grund der sportlichen Überlegungen zum Jahreswechsel lag dem Pfaffinger Gemeinderat gestern Abend auf dem Tisch – kurzfristig an den Beginn der Rathaus-Sitzung eingeschoben: Seitens der Tennis-Sportler im SV Forsting-Pfaffing gibt es Ideen, die bestehende Sportanlage in Pfaffing (Foto) zu sanieren und nachhaltig zu modernisieren.

Finanziert werden könne so ein Vorhaben möglicherweise mit einer Zuwendung seitens des BLSV (Bayerischer Landes-Sportverband) sowie aus einem neuen Bundesprogramm. Bei Letzterem stand die Abgabe-Frist eines sogenannten „Interessenbekundungs-Verfahrens“ von kommender Woche – 15. Januar – im Raum.

Hintergrund: Der Deutsche Bundestag hatte mit Beschluss des Bundeshaushaltes 2025 nämlich in einer ersten Tranche Mittel in Höhe von 335 Millionen Euro für ein neues Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ bereit gestellt. Mit den Mitteln solle eine Förderung „überjähriger, investiver Projekte“ der Kommunen für „Sportstätten mit besonderer regionaler und überregionaler Bedeutung“ ermöglicht werden.

Es handelt sich somit um eine Bundesförderung – antragsberechtig sind nur Kommunen. Die Zuwendung kann an Dritte (Vereine) mit entsprechendem Bescheid weitergeleitet werden. Förderfähig sind die Sanierung und Modernisierung bestehender Bauten.  

Klingt erst einmal lukrativ:

Der Zuschuss beträgt bis zu 44 Prozent (mindestens 250.000 Euro) an den zuwendungs-fähigen Gesamtausgaben – aber: Der Eigenanteil der Kommune beträgt mindestens 55 Prozent in der Regel. 

Maßnahmen könnten ganz grundsätzlich aber auch durch den BLSV mit etwa 40 Prozent gefördert werden. Und es könnte geprüft werden, ob das oben genannte, neue Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ eine bessere Bezuschussung ermögliche.

Es wurde gestern Abend dann offiziell von Bürgermeister Josef Niedermeier bekanntgegeben, dass die Tennis-Abteilung in Pfaffing eine Grund-Sanierung beabsichtige – sofern finanzierbar:  

Eine Sanierung der vier Tennisplätze und eine Sanierung des Vereinsheims.

Im Zuge der Sanierung könnte auch eine Erweiterung des Sport-Angebots in der Abteilung mit „Pickleball“ in Pfaffing sein.

Hintergrund: Bei diesem Trend-Sport aus Amerika wird über ein knapp ein Meter hohes Netz per Schläger mit einem (durchlöcherten) Kunststoffball gespielt. Die Mischung aus Tennis, Badminton und Tischtennis ist leicht zu erlernen, macht Spaß und eignet sich für alle Altersgruppen.

Eine Gesamtsumme möglicher Projekt-Kosten wurde nicht genannt.

Zu den angedachten Plänen hatte jetzt eigens bereits ein Beratungstermin mit einem Vertreter des Bayerischen Tennisverbandes stattgefunden, wurde vom Rathauschef berichtet. Bei dieser Besprechung sei es um die möglichen Zuschüsse und die fachliche Beratung gegangen.

In der Sitzung wurde dann Georg Haneberg von der Tennis-Vorstandschaft das Wort erteilt.

Er erläuterte kurz die Gründe für die Sanierung der Tennisanlage, die „in die Jahre gekommen“ sei. Alles sei eher „marode“ und weit weg von modern. So sei vor allem auch dringend – mit Blick auf Nachhaltigkeit – die Sanierung der Plätze selbst notwendig, da diese derzeit noch laufend bewässert werden müssten. Bei einer Modernisierung brauche es das so nicht mehr.

Heute wolle man aber in der Sitzung lediglich – in Absprache mit dem Bürgermeister – für Transparenz sorgen, hieß es gestern. Der finanzielle Aufwand stehe aktuell für die Kommune mit Hinweis auf das neue Bundesförderprogramm „nicht dafür“, so Georg Haneberg. Die Gemeinde würde – wie geschrieben – etwa 55 Prozent der Kosten treffen. Auf Nachfrage von Tobias Forstner, Gemeinderat der ÜWG, ob denn der Sportverein selber auch etwas finanziell beisteuern könne, sagte der Sprecher der Tennis-Abteilung, da sei von etwa 60.000 bis 70.000 Euro die Rede.

Hanebergs Fazit: Mittelfristig mit den neuen Bauplänen für das ganze Rathaus-Areal in Pfaffing (wir berichteten) könne sich die Tennis-Abteilung vorstellen, dass etwas Schönes gemeinsam entstehen könne – „vielleicht zusammen mit den ebenfalls dort angesiedelten Stockschützen“.

Der Gemeinderat in Pfaffing nahm gestern Abend den Sachverhalt dann lediglich zur Kenntnis und fasste keinen Beschluss.

Das Gremium solle bei Notwendigkeit einer Zuschuss-Entscheidung erneut über einen Antrag befragt werden, wurde abschließend zu Protokoll gegeben.

Foto: Tennis-Abteilung Pfaffing

 

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