Dank Familie Maas: Neuer Flyer informiert über Kunst-Projekt ehemaliger Gymnasiasten
Ein neuer Flyer informiert jetzt über den Wasserburger Meditationsweg, der im idyllischen Tal der Wuhr liegt. Am Ende des Steinmühlwegs führt der Weg zum Stausee und nach Bachmehring. Was nur wenige wissen: Die künstlerische Ausgestaltung der elf Stelen am Meditationsweg wurde im Sommer 1992 – im Jahr der Bibel – von elf Absolventen des Leistungskurses Kunst am Luitpold-Gymnasium in Wasserburg unter Leitung der damaligen Kunstlehrerin Marianne Huber realisiert.
Als Grundlage der plastischen Bilder, die in Anlehnung an frühere Bildstöcke an Betonstelen angebracht sind und zum Innehalten einladen, wählten die jungen
Kunstschaffenden Bibelsprüche, zu denen sie selbst einen emotionalen Zugang hatten: Zeitlose Mahnungen von Jesus wie „Wer von euch ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein“ oder „Weh euch ihr Heuchler, ihr Narren und Blinde“, aber auch Hoffnungsvolles wie das bekannte Luther-Zitat „Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“ oder die Bibelinterpretation „Hinter jeder Ecke gibt es neue Richtungen“.
Gerade in der heutigen Zeit erscheinen die konfessionell nicht gebundenen Denkanstöße aktueller denn je.
Zum Foto oben:
Ehemalige des damaligen Leistungskurses Kunst an „ihrem“ Meditationsweg:
(vorne von links) Anita Schumann, Kunstlehrerin Marianne Huber, Julia Runge, Werner Altinger,
(hinten stehend von links) Angela Pillatzki, Marika Oberbauer und Birgit Schelle .
Mit der Eröffnung des Weges entstand 1992 eine bebilderte Broschüre mit Grußworten und Informationen zum Projekt sowie ergänzenden Gedanken von Schülern der Oberstufe zu den einzelnen Stationen.
Das Dokument kann auf der Website der Stadt unter
Stadt Wasserburg am Inn | Meditationsweg |
heruntergeladen werden.
Mittlerweile im Ruhestand pflegt Marianne Huber mit einigen ihrer Schüler einen regelmäßigen Austausch, so auch mit dem Leistungskurs Kunst des Abiturjahrgangs 1992. Das jüngste Treffen, zu dem sich „zwischen den Jahren“ sechs der elf Ehemaligen eingefunden hatten, begann mit einem nostalgischen Spaziergang entlang des
Meditationswegs.
Marianne Huber nutzte die Gelegenheit und überraschte die Anwesenden dabei mit einem neuen Flyer:
Die Wasserburger Stadträtin Heike Maas setzt sich als Fan des Projekts aktiv für dessen Erhalt ein. Im Juli 2025 organisierte sie mit Sohn David, Marianne Huber und Gleichgesinnten eine Putz-Aktion, bei der die Stelen und Reliefs von den witterungsbedingten Spuren gesäubert wurden. Ende des Jahres hat Familie Maas überdies ein modernes Update der 1992 erschienenen Broschüre entworfen.
Der neue Flyer enthält neben grundlegenden Informationen auch einen Lageplan mit Übersicht der einzelnen Stationen. Er liegt in der Wasserburger Tourist-Info nun zum Mitnehmen auf.
AP
Schaufenster



Hinterlassen Sie einen Kommentar