Feser, Järveläinen und Musin treffen beim 3:1-Sieg in Freiburg

Auch beim dritten Auswärtsspiel 2026 holten die Starbulls Rosenheim drei Punkte. Beim Tabellenvorletzten EHC Freiburg behielten die Grün-Weißen am 36. Spieltag der DEL 2 mit 3:1 die Oberhand. Scott Feser, Ville Järveläinen und Michael Musin waren die Rosenheimer Torschützen. Großen Anteil zum Erfolg vor 2.367 Zuschauern am Sonntagabend in der Echte Helden Arena hatte der stark spielende Starbulls-Torwart Oskar Autio.

Weil nur vier Importspieler zum Einsatz kommen dürfen, musste Autio die vergangenen sechs Spiele in der Zuschauerrolle verfolgen. In Freiburg konnte der 26-jährige finnische Keeper wieder zeigen, was in ihm steckt. Dafür musste Kapitän C.J. Stretch aussetzen. Christopher Kolarz, der das Starbulls-Tor in den letzten Partien hütete und mit fehlerfreien Leistungen überzeugte, nahm auf der Bank als Backup Platz. Scott Feser, Charlie Sarault, Luigi Calce und Dominik Kolb waren im Line-up als Mittelstürmer der vier Rosenheimer Sturmreihen nominiert.

Den Starbulls gelang ein Blitzstart. Bereits nach 53 Sekunden lag der Puck im Tor der Gastgeber. Ville Järveläinen, der das „C“ auf der Brust trug, drang über rechts in die Angriffszone ein und legte zurück auf Maximilian Adam. Der Verteidiger passte scharf vor das Tor, wo Scott Feser unhaltbar zur Gästeführung eindrückte.

Teemu Pulkkinen hätte bei einem Alleingang auf 2:0 erhöhen können, scheiterte aber an Freiburgs Schlussmann Patrik Cerveny (6.). Unmittelbar zuvor verzog Tomas Schwamberger aus bester Position vor dem Rosenheimer Tor. Danach durfte sich immer öfters Oskar Autio auszeichnen. Der Starbulls-Schlussmann, der große Ruhe ausstrahlte, entschärfte einige unangenehme Freiburger Schüsse und war auch zur Stelle, als die Gastgeber in Überzahl Druck machten.

Zwei Unterzahlminuten im ersten und deren vier im zweiten Spielabschnitt überstanden die Grün-Weißen schadlos. Während sich das erste Drittel ausgeglichen zeigte, hatten nach der ersten Pause die Hausherren mehr vom Spiel. Die Breisgauer präsentierten sich etwas spritziger und offensivfreudiger als die Starbulls, denen Autio die Führung auch in die zweite Pause rettete: Gegen seinen frei zum Schuss kommenden Landsmann Eero Elo verhinderte der Goalie mit der Stockhand den Einschlag, Momente später war er gegen den nachsetzenden Nikolas Linsemaier zur Stelle (37.) und schließlich entschärfte er einen Alleingang von Shawn O`Donell bravourös (40.).

Im Schlussdrittel wurde die zuvor umkämpfte, aber wenig spektakuläre Partie dann mitreißend. Beim zweiten (und letzten) Rosenheimer Powerplay entfachte Järveläinen sofort Rosenheimer Druck, Freiburg konnte sich nicht befreien, Torwart Cerveny parierte per Reflex einen Schuss von Feser und Järveläinen versenkte die zur Seite abgeprallte Scheibe im offenen Tor zum 2:0 (43.).

Ebenfalls in Überzahl gelang den Hausherren der Anschlusstreffer – und zwar ganze acht Sekunden nach der ausgesprochenen Strafzeit gegen Leon van der Linde. Nach Freiburger Bullygewinn und einem schnellen, schnörkellosen Spielzug schob Shwan O´Donnel aus kurzer Distanz ein, nachdem ihm der Puck an die Kufe geprallt war und vom Pfosten zurückkam (53.).

Jetzt ging es hin und her – Linsenmaier hatte das 2:2 auf der Kelle, aber verzog knapp, Cerveny rettete nach einer sehenswerten Einzelleistung von Jordan Taupert stark. Und dann ließ Michael Musin die Grün-Weißen jubeln. Der 19-jährige Stürmer versenkte den Puck aus dem Handgelenk maßgenau im rechten oberen Giebel zum 3:1 (56.) – Pulkkinen hatte ihm die Schussbahn aufgesperrt und außerdem dem Torwart die Sicht genommen.

Die Hausherren opferten den Torwart, durften in den letzten 72 Sekunden nach einer Strafzeit gegen Shane Hanna auch noch in Überzahl ran, konnten die Rosenheimer Defensive aber nicht mehr knacken.

„Freiburg hat uns das Leben richtig schwer gemacht, insbesondere die ersten zwei Reihen. Meine Mannschaft hat gut gekämpft,  es war nicht hübsch, spielerisch haben wir nicht immer die beste Lösung gefunden, aber das Herz war da. Wir haben in der Defensivzone einen guten Job gemacht und unser Torwart hat den Rest besorgt. Als Trainer bin ich sehr froh, dass ich zwei hervorragende Torhüter habe. Oskar Autio hat lange pausiert, heute war er bester Mann auf dem Eis“, sagte Headcoach Jari Pasanen nach dem 13. Auswärtssieg seiner Mannschaft im 18. Auswärtsspiel.

Bild: Mühlhofer

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