Ein Zeuge alarmierte heute am frühen Morgen die Polizei - Festnahme auf frischer Tat

Seit gut einem Monat war die Rosenheimer Polizei mit einer Serie von Pkw-Aufbrüchen beschäftigt. Der Schwerpunkt der Delikte und Tatbegehungen lag dabei in den Ortsteilen Happing sowie Kastenau. Doch es gab auch Fälle in Schloßberg. Derzeit sind der Polizei rund zwanzig Delikte bekannt, die in einem möglichen Zusammenhang stehen können. Dabei prüft die Polizei nicht nur Diebstähle, sondern auch damit verbundene Sachbeschädigungen und Betrugsdelikte …

Am heutigen Mittwoch gegen drei Uhr früh verständigte nun ein Zeuge über Notruf die Rosenheimer Polizei, dass er in der Illerstraße zwei Personen beobachte, die sich gerade an geparkten Fahrzeugen zu schaffen machen würden. Ein Fahrzeug sei durch das Duo bereits geöffnet worden und offenbar werde das Auto gerade durchwühlt, so die Notruf-Mitteilung.

Im Rahmen der Fahndung gelang den Polizisten die Festnahme der beiden Tatverdächtigen noch in Nähe des Tatorts. Den Männern wurde dann das Öffnen sowie versuchte Öffnen von sechs abgestellten Fahrzeugen nachgewiesen.

Der gesamte Beuteschaden – auch durch die folgende, betrügerische Entnahme von Waren an Zigaretten- und Warenautomaten per gestohlener EC-Karten – liegt bei einigen tausend Euro, so die Beamten am Morgen.

Die Rosenheimer Polizei bittet, dass sich Zeugen und auch weitere Geschädigte unter der 08031/200-2200 melden.

Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls sowie Computerbetrugs eingeleitet. Da beide nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis seien zudem auch wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Weitere mögliche Straftaten in diesem Zusammenhang werden geprüft und sind nun Gegenstand des umfangreichen Verfahrens.

Geprüft werden auch die Fälle im Ortsteil Schloßberg (Gemeinde Stephanskirchen). Hier besteht der Verdacht, dass die Täter mit gestohlenen Fahrzeugen in den Ortsteilen von Rosenheim nach Schloßberg gefahren sind und dort ebenfalls Fahrzeuge aufgebrochen wurden.

Die Täter schlichen dabei meist nach Mitternacht durch die Ortsteile und prüften, ob geparkte Fahrzeug nicht versperrt waren. Versperrte Fahrzeuge wurden ebenfalls in Teilen geöffnet, hier prüft die Polizei noch die genaue Vorgehensweise, wie die Täter ins Innere gelangen konnten. Die Täter durchwühlten anschließend die Fahrzeuge und suchten dabei nach Wertgegenständen.

Teilweise konnten sie mit Tatbegehung an Kredit- und EC-Karten gelangen, die von den Eigentümern im Fahrzeug zurückgelassen wurden. Mit diesen gestohlenen Karten zogen sie an nahegelegenen Warenautomaten Zigaretten, Süßigkeiten und Getränke.

Derzeit ist davon auszugehen, dass die Täter das für sie nicht verwertbare Diebesgut achtlos in den Rosenheimer Ortsteilen weggeworfen haben. Teilweise warfen sie die Sachen in Grünflächen, Gebüsch oder ins Umfeld des nahegelegenen Mangfalldamms. Im relevanten Tatzeitraum abgegebene Fundsachen bei der Rosenheimer Polizei werden geprüft, ob sie in einem Tatzusammenhang stehen.

In einigen Fällen der Fahrzeugöffnungen konnten die Täter auch an die im Inneren abgelegten Fahrzeugschlüssel gelangen. Die Täter fuhren dann mit den Autos herum, meist wurden die Fahrzeuge wieder an den Ursprungort zurückgebracht. Hier ist zumindest ein Fall bekannt, in dem die Täter an einer Tankstelle mit einer gestohlenen EC-Karte einen Tankvorgang vollzogen.

Auch Fälle von Aufbrüchen von Wohnwägen in der Kastenau werden mit in das Verfahren aufgenommen, ob ein Tatzusammenhang besteht. Im Inneren befanden sich in den Wohnwägen meist keine Wertgegenstände. Es blieb häufig bei einer Beschädigung am Inventar der Fahrzeuge – beispielhaft wurde in einem Fall ein Kühlschank gewaltsam geöffnet und beschädigt.

Die Rosenheimer Polizei führt seit längerer Zeit intensive Fahndungs- und Überwachungsmaßnahmen durch. Mit Anzeigenerstattung erfolgten umfangreiche Spurensicherungs-Maßnahmen an den Fahrzeugen.

Im Rahmen der Ermittlungen kristallisierte sich ein Tatverdacht gegen einen 18- und 17-Jährigen aus Rosenheim heraus.

 

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