Einmal mehr ging's heute gegen die vom Landkreis geplante Sammelunterkunft am Eckfeld
Trotz winterlicher Kälte hat die Bürgerinitiative „Rott rottiert“ am heutigen Dreikönigstag einmal mehr gegen die vom Landkreis weiterhin geplante Errichtung einer Sammelunterkunft für mehrere hundert Schutzsuchende im Gewerbegebiet am Eckfeld von Rott protestiert. Die Aktion fand am Rande der CSU-Klausurtagung am Kloster Seeon statt – mit einem friedlichen Autokorso dorthin.
Rund 50 Bürger beteiligten sich mit etwa 25 Fahrzeugen an dem Korso von Rott nach Seeon. Die Demonstration verlief ruhig und gewaltfrei und stieß auf großes, mediales Interesse.
Die Bürgerinitiative kritisiert das Konzept zentraler Großunterkünfte – wie berichtet – als kostenintensiv und integrationshemmend. Statt aufwendiger Strukturen mit Sicherheitsdiensten, Catering und externen Dienstleistern seien kleinere, dezentrale Unterkünfte sinnvoller, in denen sich Schutzsuchende selbst versorgen und schneller in Arbeit und Alltag integriert werden könnten.
In Seeon kam es zu Gesprächen mit Medienvertretern sowie zu einem kurzen, sachlichen Austausch mit dem ehemaligen Landrat des Landkreises Traunstein, Siegfried Walch. Dabei wurde auf unterschiedliche Unterbringungs-Praktiken in den Landkreisen hingewiesen, die aus Sicht der Initiative einen Reformbedarf verdeutlichen.
Die Bürgerinitiative fordert eine fairere Verteilung der Schutzsuchenden im Landkreis Rosenheim sowie eine stärkere Einbindung der Kommunen in Entscheidungsprozesse.
Der Protest aus Rott richte sich ausdrücklich nicht gegen Schutzsuchende, sondern gegen die Art der Unterbringung, betonten die Organisatoren.
Weitere Informationen veröffentlicht die Bürgerinitiative über ihren YouTube-Kanal „ @RottRottiert “ sowie www.rott-rottiert.de .
Schaufenster



Hinterlassen Sie einen Kommentar