Starbulls Rosenheim gewinnen am gestrigen Sonntag 2:1 in Düsseldorf

Die Starbulls Rosenheim sind in der DEL2 mit einem Sechs-Punkte-Wochenende maximal erfolgreich ins Jahr 2026 gestartet. Nach dem 3:0-Heimsieg gegen Landshut am Freitag gewannen die Grün-Weißen am gestrigen Sonntag 2:1 in Düsseldorf. Anders als beim deutlichen 6:1-Erfolg an gleicher Stelle Anfang November, retteten die Starbulls im PSD Bank Dome diesmal eine knappe Führung mit den letzten noch vorhandenen Körnern und dank einer starken Leistung von Torwart Christopher Kolarz über die Zeit. Ville Järveläinen und Shane Hanna erzielten die Starbulls-Treffer vor über 1.000 Rosenheimer Fans unter den insgesamt 7.977 Zuschauern.

Rund 800 Starbulls-Fans in den Gästefanblöcken und zahlreiche weitere Anhänger in Grün und Weiß verteilt über die Ränge der Arena mussten in den Schlussminuten kräftig zittern, ehe der zweite Rosenheimer Auswärtsdreier der Saison in Düsseldorf feststand. Als die Hausherren den Torwart vom Eis genommen hatten und mit sechs Feldspielern noch einmal alles versuchten, war Christopher Kolarz gefordert. Der Rosenheimer Schlussmann verhinderte mit mehreren feinen Paraden den möglichen 2:2-Ausgleichstreffer der DEG.

Kolb und Calce verpassen 3:1, Kolarz und Hanna retten Sieg

Knapp sechs Minuten vor der Schlusssirene hatte Kolarz Glück, als er bei einem Ausflug zur blauen Linie die Scheibe an Luca Tosto verlor. Der Düsseldorfer Stürmer visierte das leere Tor an, aber Verteidiger Shane Hanna, der zuvor den Puck verschenkte, dann aber sofort zurückeilte, war rettend zur Stelle.

Vorher hatten Luigi Calce und Dominik Kolb nach Energieleistungen das 3:1 für die Starbulls auf dem Schläger, DEG-Schlussmann Niklas Lunemann konnte aber jeweils parieren. Spielerisch ging bei den Grün-Weißen im letzten Drittel nur noch wenig zusammen, es war offensichtlich, dass die Frische im Kopf und in den Beinen fehlte. Mit sieben Überzahlminuten – fünf davon pausenübergreifend nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe für DEG-Topscorer Yushiroh Hirano wegen eines Schlittschuhtritts (39.) – konnte die Starbulls nichts anfangen. Im Gegenteil: Düsseldorf hatte in diesen Phasen mit einem Spieler weniger die Mehrzahl an Torschüssen.

Järveläinen spielt überraschend und besorgt frühe Führung

Kämpferisch warfen die Grün-Weißen alles aufs Eis, defensiv zeigten sie sich mit wenigen Ausnahmen über die gesamte Spielzeit auf der Höhe. Je zwei Unterzahlminuten im ersten und zweiten Drittel lösten die Starbulls ordentlich und dank eines aufmerksamen Keepers Kolarz erfolgreich.

Ville Järveläinen, der nach zwei Spielen Pause überraschend im Aufgebot stand, erzielte den frühen Rosenheimer Führungstreffer und schob nach Missverständnis zwischen DEG-Torwart Lunemann und Verteidiger Moritz Kukuk aus kurzer Distanz ein (6.). Maximilian Vollmayer hatte die Scheibe nach einem Solo über die linke Seite vors Tor gebracht. Scott Feser hätte bei einem Gegenstoß kurz nach Ablauf seiner Strafzeit erhöhen können, scheiterte aber frei vor Lunemann (13.).

Kurz nach der ersten Pause konnte Charlie Sarault bei einem Konter den Düsseldorfer Schlussmann nicht überwinden (22.). Es waren aber die Gastgeber, die das Mitteldrittel dominierten – und zum 1:1-Ausgleich kamen. Ture Linden drang mit einem schnellen Antritt ins Angriffsdrittel ein und traf aus dem linken Bullykreis trocken ins rechte untere Eck (29.). Fast vom Bully weg hatte Linden Sekunden später eine weitere gute Abschlusschance, zielte aber knapp am linken Pfosten vorbei.
 
Taupert und Hanna mit blitzsauberem Konter zum 2:1

In der Folge kamen auch die Starbulls wieder zu Chancen – und zum zweiten Führungstreffer, der bereits das Endresultat fixierte. Bei einem schnell vorgetragenen Zwei-gegen-eins-Konter spielte Jordan Taupert ideal quer und Shane Hanna versenkte eiskalt unter die Latte zum 2:1 für Rosenheim (37.).

„Die vielen Spiele in kurzer Zeit haben sicherlich Körner gekostet. Wir wussten, dass wir nicht so viel Energie haben heute. Deshalb war das erste Tor brutal wichtig, damit wir warten und auf Konter lauern können – das spielen wir ganz gut. Auch die 2:1-Führung war eminent wichtig. In Überzahl haben wir es schlecht gemacht. Am Ende hat uns Christopher Kolarz gerettet“, fasste Starbulls-Cheftrainer Jari Pasanen die Partie zusammen.

Tabellenrang drei untermauert

Aus dem Spieltags-Zwischenspurt über Weihnachten und den Jahreswechsel mit acht Partien innerhalb von 17 Tagen haben die Starbulls Rosenheim 17 von 24 möglichen Punkten ergattert. In der DEL2-Tabelle steht die Mannschaft von Cheftrainer Jari Pasanen nach 32 Spielen mit 62 Zählern auf dem dritten Rang – bei einem Vorsprung von elf Punkten auf den viertplatzierten EV Landshut.

Weiter geht’s für die Starbulls am Freitag, 9. Januar, mit dem Heimspiel gegen den ESV Kaufbeuren (19.30 Uhr, ROFA-Stadion, Eintrittskarten auf www.starbulls.de/tickets).

 

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