Starbulls verlieren gestern vor 4.500 Zuschauern in Regensburg - Trotzdem Lob vom Coach

Die Starbulls Rosenheim mussten sich am 40. Spieltag der DEL 2 mit der dritten Niederlage in Folge abfinden. Beim Auswärtsspiel am gestrigen Freitag-Abend gegen die Eisbären Regensburg dominierten die Grün-Weißen die Partie zwar über weite Strecken deutlich, konnten den starken Torwart Jonas Neffin aber kein einziges Mal überwinden.
Vor 4.427 Zuschauern stellten die Hausherren den Spielverlauf Mitte des Schlussdrittels mit einem Kontertor auf den Kopf. Nach 60 Minuten lautete das Torschuss-Verhältnis sage und schreibe 53:19 für die Starbulls – die drei Punkte aber blieben in Regensburg.
Der Krankheitswelle, die in den vergangenen Tagen die Starbulls-Kabine heimsuchte, zum Trotz reiste der Rosenheimer Tross weitgehend komplett zum Auswärtsspiel nach Regensburg.
Dass Joel Keussen und Lukas Laub weiterhin fehlten, war bereits im Vorfeld klar. Rückkehrer Lewis Zerter-Gossage agierte als Mittelstürmer für Scott Feser und Teemu Pulkkinen. Die Grün-Weißen liefen mit der maximal möglichen Anzahl von 19 Feldspielern auf. Das Tor hütete Christopher Kolarz – Oskar Autio stand nicht im Aufgebot.
Auch bei den Hausherren war das Line-up voll besetzt. Mit Noel Saffran feierte ein neu verpflichteter Förderlizenzspieler aus Iserlohn seine Premiere im rot-weißen Eisbären-Trikot.
Die Starbulls dominierten das Spiel von der ersten Minute an, zeigten sich strukturiert und konzentriert in der Defensive, legten ein effektives Umschaltspiel an den Tag und überzeugten mit schnellen Überbrückungen der neutralen Zone. Die Grün-Weißen suchten oft den Abschluss, brachten viele Scheiben auf das Tor, konnten sich allerdings nur wenige ganz klare Torchancen erspielen. Maximilian Adam hatte nach Ablage von Fabian Dietz einen frühen Hochkaräter, aber Eisbären-Keeper Neffin parierte stark (2.).
Der Regensburger Goalie hielt alle 53 auf sein Tor kommenden Schüsse – manchmal mit Glück, weil er nichts sah und auf Verdacht reagierte. Einmal ging die Scheibe ans Torgestänge. Beim einzigen Rosenheimer Powerplay Mitte des zweiten Drittels fehlte bei den Schüssen der Verkehr vor dem Tor.
Die Gastgeber machten bei einer Überzahlsituation Mitte des ersten Drittels Druck, aber Christopher Kolarz war mehrfach zur Stelle. Beim zweiten und letzten Regensburger Powerplay zu Beginn des Schlussabschnitts ließen die Grün-Weißen kaum etwas zu.
Die Starbulls hatten wie schon das komplette zweite Drittel lang weiterhin Oberwasser. Satte Schüsse von Shane Hanna und Dominik Kolb wurde zur Beute von Neffin – und dann kam die kalte Dusche: Regensburg konterte, Corey Trivino bediente David Morley und der versenkte frei vor Kolarz kompromisslos unter die Latte zur Eisbären-Führung (49.). Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt.
Kurzzeitig ging es hin und her, einen ansatzlosen Schuss von Jordan Taupert fischte Neffin mit der Fanghand aus dem Torgiebel (50.). Auch alle Abschlüsse aus der Rosenheimer Schlussoffensive heraus entschärfte der Regensburger Goalie, so dass es bis zur Schlusssirene beim aus Rosenheimer Sicht schwer fassbaren 0:1 blieb. Regensburg – und auch Bietigheim – haben den Rückstand auf die auf Tabellenrang drei stehenden Starbulls auf zehn Punkte verkürzt.
„Riesenkompliment für meine Mannschaft. Ich hätte nicht gedacht, dass wir so viel Energie im Tank haben. Es war spielerisch überraschend gut. Wir hatten Schüsse ohne Ende, aber vielleicht hat die Genauigkeit etwas gefehlt. Es ist bitter, dass es nicht zu Punkten gereicht hat. Es war nicht das erste Mal, dass Neffin uns schlägt“, sagte Starbulls-Headcoach Jari Pasanen zur vierten Niederlage im vierten Hauptrundenspiel gegen die Eisbären Regensburg.
Am morgigen Sonntag empfangen die Starbulls Rosenheim die Bietigheim Steelers zum Heimspiel im ROFA-Stadion (Spielbeginn 17 Uhr).
Eintrittskarten unter
und ab 15 Uhr an der Stadionkasse.
Foto: Starbulls / Melanie Feldmeier
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