Die Polizei gibt Tipps, wie man sich schützen kann
Mit wenigen Klicks und einfachen Aufgaben schnell Geld verdienen – das klingt für viele verlockend. Doch Vorsicht! Hier handelt es sich um eine Betrugsmasche, die aktuell einige Unwissende um teilweise hohe Geldsummen bringt. Die Polizei gibt Tipps, wie man sich vor dieser Masche schützen kann.
Zusätzlich ein Einkommen generieren – ganz einfach und ohne viel Zeitaufwand. Das klingt zu schön um wahr zu sein und das ist es leider oft auch. Täter nutzen insbesondere soziale Netzwerke, Messenger-Dienste sowie Online-Werbeanzeigen, um Menschen mit vermeintlich einfachen und lukrativen Nebenjobs zu ködern.
Sobald man sich für den Nebenjob interessiert und mit dem Anbieter in Kontakt tritt, bieten die Betrüger angeblich leichte Aufgaben an, wie beispielsweise das Liken oder Teilen von Social-Media-Beiträgen, das Ansehen von YouTube-Videos sowie das Bewerten von Produkten, Hotels oder Webseiten.
Für diese Tätigkeiten erhalten die Opfer zunächst kleine, tatsächlich ausgezahlte Geldbeträge. Dies soll Vertrauen schaffen. Anschließend werden die Betroffenen häufig in WhatsApp- oder Messenger-Gruppen aufgenommen, in denen sie durch angebliche Mentoren oder Ausbilder zu weiteren Aufträgen motiviert werden.
Im weiteren Verlauf verlangen die Täter jedoch Vorauszahlungen, angeblich um höherwertige Aufgaben freizuschalten oder Provisionen zu erhöhen und dadurch größere Erträge zu ermöglichen. Die Opfer werden dabei unter Druck gesetzt, immer höhere Beträge zu investieren. Rückzahlungen bleiben dann schließlich vollständig aus und in vielen Fällen verlieren die Betroffenen hohe Geldsummen.
Tipps und Empfehlungen der Polizei:
- Nehmen sie keine Jobs per Messenger-Dienste oder soziale Netzwerke an.
- Lassen Sie sich nicht von einfachen Aufgaben und schnellem Geld blenden.
- Leisten Sie niemals Vorauszahlungen, um Geld zu verdienen.
- Vorsicht bei der Nutzung von Kryptowährung-Apps für angebliche Jobzwecke.
- Verlassen Sie Gruppen, in denen entsprechende Jobangebote gemacht werden.
- Übermitteln Sie keine persönlichen und sensiblen Daten an Unbekannte.
Wenn Sie bereits betroffen sind:
- Stoppen Sie sofort weitere Zahlungen.
- Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank und lassen Sie Transaktionen prüfen oder sperren.
- Sichern Sie Beweise, z. B. per Screenshot Chatverläufe, Zahlungsbelege und Kontaktinformationen und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
Vorsicht – das Erhalten von Provisionen und Leisten von Zahlungen kann eine Anzeige wegen des Verdachts auf Geldwäsche zur Folge haben.
Seriöse Arbeitgeber verlangen niemals Vorabzahlungen und vergeben keine Jobs ausschließlich über Messenger. Prüfen Sie Angebote sorgfältig und sprechen Sie im Zweifel mit einer Vertrauensperson oder wenden Sie sich an die Polizei.
Weitere Informationen gibt es auch unter
www.polizei-beratung.de – Job Scamming
Schaufenster


Hinterlassen Sie einen Kommentar