Aber einen Stillstand auf dem Arbeitsmarkt gibt es nicht - Die Januar-Bilanz

Beim Jobcenter Landkreis Rosenheim werden 2.023 Frauen und Männer nach dem SGB II betreut, 91 mehr als im Dezember. Insgesamt sind beim Jobcenter 3.896 erwerbsfähige Leistungsberechtigte gemeldet, die in 2.964 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.
Die Arbeitslosenquote insgesamt im Agenturbezirk Rosenheim erhöhte sich zum Dezember ebenfalls um 0,4 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent – vor genau einem Jahr waren es 3,4 Prozent Arbeitslose.
Der Hauptgrund dafür sei diesmal, dass weitere Betriebe aus den sogenannten witterungsabhängigen Berufen wie dem Baugewerbe (+ 154 Arbeitslose) sowie den daran angrenzenden Bereichen Fahrzeugführer (+54) und Verkehr / Logistik (+122) sowieder Land-, Tier- und Forstwirtschaft (+9) und dem Gartenbau (+62) sowie dem Bereich Hotellerie/Tourismus (+34) und der daran angrenzenden Lebensmittelherstellung und -verarbeitung (+51) Beschäftigte über die Wintermonate freigestellt hätten. Da die Arbeitslosigkeit gegenüber Dezember auch bei allen anderen Berufsgruppen – außer „Recht und Verwaltung (-1) – gestiegen sei, habe die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen im Januar insgesamt um 1.262 Personen auf 11.114 zugenommen. .
Dr. Nicole Cujai, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rosenheim, sagt dazu:
„Die konjunkturellen Eintrübungen hinterlassen weiterhin Spuren: Im Januar waren 180 mehr Menschen arbeitslos und 316 weniger Stellenangebote gemeldet als vor einem Jahr. Das bedeutet jedoch keinen Stillstand am Arbeitsmarkt: Im abgelaufenen Monat haben sich 862 Menschen in Arbeit abgemeldet. Das waren 25 mehr als
vor einem Jahr und es gibt Wirtschaftsbereiche wie Medizinische Gesundheitsberufe, Reinigung oder Mechatronik-, Energie- und Elektroberufe, in denen die Betriebe mehr Personal suchen als vor einem Jahr. Diese und weitere Berufe bieten auch in Zeiten eines sich wandelnden Arbeitsmarktes Perspektiven.“
Trotz der genannten Herausforderungen ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung (svB) im Agenturbezirk Rosenheim im vergangenen Jahr insgesamt weiter angestiegen. Um den in vielen Bereichen nach wie vor hohen Personalbedarf zu decken, sind die Personalverantwortlichen zum einen auf die Zuwanderung von Arbeits- und Fachkräften aus dem Ausland angewiesen.
Dr. Cujai sagt hierzu: „Wie dringend diese Frauen und Männer gebraucht werden, zeigt die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in den vergangenen zehn Jahren. Diese hat bei Menschen mit ausländischem Pass in diesem Zeitraum um rund zwei Drittel zugenommen und machte zum aktuellen Stichtag am
30. Juni 2025 rund ein Fünftel der svB aus, gegenüber 13,3 Prozent vor zehn Jahren.“
Sie fügt hinzu: „Zum anderen möchte ich auf das Potenzial der sogenannten „stillen Reserve“ hinweisen. Diese umfasst die Frauen und Männer, die aus den unterschiedlichsten Gründen aktuell nicht arbeiten, aber dem Arbeitsmarkt grundsätzlich zur Verfügung stünden, wenn die Rahmenbedingungen passen. Wir unterstützen diese Personen dabei, ihren Platz auf dem Arbeitsmarkt (wieder) zu finden.“
Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt sind:
Melanie Rössler (Tel. 08031 / 202-484) und
Monika Grün (Tel. 08031 / 202-381).
Zu einer „Frauenmesse“ lädt die Agentur für Arbeit Rosenheim am Mittwoch, 18. März, von 9 bis 12 Uhr in der Agentur für Arbeit (Wittelsbacherstraße 57) in Rosenheim ein.
Ansprechpersonen von Arbeitsagentur und Jobcentern sowie weiteren Institutionen stehen für Fragen zur Verfügung und informieren zu Themen wie Kinderbetreuung, Hilfen für Alleinerziehende und Familien, Teilzeitausbildung, Bewerbungsunterlagen, Berufsberatung für Erwachsene und vieles mehr.
Informationen zu dieser und weiteren Veranstaltungen, die die Arbeitsagentur Rosenheim anbietet, stehen unter
https://web.arbeitsagentur.de/portal/metasuche/suche/veranstaltungen?volltext=Rosenheim.
Ein Blick auf den Ausbildungsmarkt
Dr. Cujai sagt hierzu: „Wir möchten jede junge Frau und jeden jungen Mann dabei unterstützen, den beruflichen Weg zu finden, der am besten passt. Dabei gibt es Fragen zu beantworten wie: Wo liegen die persönlichen Vorlieben und Stärken, was macht Spaß und wo soll die Reise kurz-, mittel- und langfristig hingehen? Handwerk, Industrie, Verwaltung, Büro … Die Möglichkeiten sind breit gefächert.“
Offene Angebote sind beispielsweise gemeldet für
Kaufleute Einzelhandel (308) und Büromanagement (72)
sowie für Verkäufer (223) und für Medizinische Fachangestellte (71)
oder Industriemechaniker (75) sowie für Kfz-Mechatroniker Pkw-Technik (48)
und für Fachkraft Lagerlogistik (49)
Dem gegenüber stehen 1.411 junge Frauen und Männer, die sich seit Beginn des Berufsberatungsjahres bei der Agentur für Arbeit gemeldet haben. Die Agenturleiterin wendet sich direkt an die Jugendlichen, die eine Lehrstelle für heuer suchen.
Angebote für Ausbildungsplätze und duale Studiengänge stehen auch in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit (https://www.arbeitsagentur.de/jobsuche/). Weitere
Informationen stehen unter
meinBERUF (https://www.arbeitsagentur.de/bildung) und
#AusbildungKlarmachen (https://www.arbeitsagentur.de/k/ausbildungklarmachen).
Der Arbeitsmarkt in den weiteren Regionen des Agenturbezirkes Rosenheim:
Für die Stadt Rosenheim errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 5,5 Prozent (Vormonat:
4,9 Prozent; Januar 2025: 5,6 Prozent). Derzeit sind 2.106 Bürgerinnen und Bürger ohne Ar
beit. Bei den Kundinnen und Kunden, die nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) III durch die
Agentur für Arbeit in Rosenheim betreut werden, stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Men
schen um 207 auf 1.173. Beim Jobcenter Rosenheim Stadt werden 933 Frauen und Männer
nach dem SGB II betreut, 37 mehr als im Dezember. Insgesamt betreut das Jobcenter 2.038
erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.585 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben.
Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen beträgt die Arbeitslosenquote 2,5 Prozent (Vormo
nat: 2,2 Prozent; Januar 2025: 2,7 Prozent). Das entspricht 1.841 beschäftigungslosen Bürge
rinnen und Bürgern. Davon sind 1.103 Männer und Frauen, 146 mehr als vor einem Monat, in
den Arbeitsagenturen Bad Tölz und Wolfratshausen gemeldet. 738 Betroffene, 47 mehr als im
Dezember, sind beim Jobcenter Bad Tölz-Wolfratshausen arbeitslos gemeldet. Insgesamt be
treut das Jobcenter 2.256 erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in 1.703 sogenannten Be
darfsgemeinschaften leben.
Im Landkreis Miesbach sind derzeit 1.872 Bürgerinnen und Bürger arbeitslos gemeldet, was
einer Quote von 3,2 Prozent (Vormonat: 2,9 Prozent; Januar 2025: 3,3 Prozent) entspricht.
Davon sind 1.271 Männer und Frauen bei der Arbeitsagentur in Holzkirchen arbeitslos gemel
det, 189 mehr als im Vormonat. Für die Betreuung der Arbeitslosengeld II-Empfängerinnen
und -Empfänger nach dem SGB II ist der Landkreis Miesbach als „zugelassener kommunaler
Träger“ (optierende Kommune) zuständig. Beim Jobcenter sind 601 Menschen arbeitslos ge
meldet, 20 mehr als im Dezember. Insgesamt betreut das Jobcenter 1.439 erwerbsfähige Leis
tungsberechtigte, die in 1.160 sogenannten Bedarfsgemeinschaften leben
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