Über eine halbe Million Lego-Steine für die Römerstadt „LOCDVNVM" im Lokschuppen
Stein für Stein zur Römerstadt: Im Lokschuppen Rosenheim hieß es jetzt „ja nicht den Überblick verlieren“. Etwa 600.000 Lego-Steine wurden in das Ausstellungszentrum geliefert und von 20 Helfern sortiert, abgezählt und gemäß der Bauanleitung von insgesamt 3.160 Modulen verpackt. Der Grund: Ab dem 20. März 2026 erbauen die Besucher der kommenden RÖMER-Ausstellung die weltweit größte, idealtypische Römerstadt „LOCDVNVM“ aus Lego-Steinen.
Jeder Lokschuppen-Gast kann Stadtbaumeisterin oder Stadtbaumeister von LOCDVNVM werden. Gegen eine Teilnahmegebühr von drei Euro dürfen Teilnehmende an den Bauplätzen mitarbeiten und erhalten als besonderen „Lohn“ eine selbstgeprägte, nicht ganz römische Münze.
Konzipiert wurde das Projekt von drei unabhängigen Leg -Spezialisten, die ihre Entwürfe und Baupläne für den Lokschuppen entwickelt haben.
Federführend im Design entwarf Joachim Klang die gigantische Stadt. Er hat sich mit 16 veröffentlichten Büchern mit eigenen Modellen und Bauanleitungen einen Namen unter Fans gemacht. Zudem war er bei LEGO-Masters hinter den Kulissen tätig. „Ich baue Modelle so, wie Fans sie selbst bauen würden“, so Klang.
Auch Andreas Kunz ist kein Unbekannter in der Klemmbaustein-Szene. Der Schweizer organisierte die Logistik des Projekts. Er gründete 2006 einen eigenen LEGO-Verein für Fans, Konstrukteure und Sammler und war dort 16 Jahre lang Präsident. „Ich habe bereits ein viel kleineres, aber ähnliches Projekt in einem Römermuseum in der Schweiz umgesetzt“, erklärt Kunz. „Meine Erfahrung zeigt: Solche Mitmachformate ziehen die Menschen an und sie bleiben dran.“
Das Trio macht Tobias Nieder komplett, der auf die Digitalisierung und die Erstellung von Anleitungen sowie komplexen Eigenkreationen spezialisiert ist.
Die Entwicklung von LOCDVNVM dauerte rund ein Jahr. Ausgangspunkt war eine Vorgabe von 45 Quadratmetern, aus der ein modulares System entstand. In enger Abstimmung mit Dr. Jennifer Morscheiser, Leiterin des Lokschuppens Rosenheim, sowie auf Basis umfangreicher Bildrecherchen wurden römische Stadtstrukturen in ein baubares Modell übersetzt.
Die Module können von allen gebaut werden: Egal, ob kleine oder große Fans der Klemmbausteine. Wie lange der Aufbau dauert, hängt vom Engagement der Besucherinnen und Besucher ab. „An etwa 20 Bauplätzen und rund 20 Minuten pro Modul könnte die Stadt im besten Fall in etwa zehn Tagen stehen“, schätzt Kunz. Dann wird alles wieder in Kisten gepackt und LOCDVNVM II kann entstehen.
Die Ausstellung „RÖMER – Gesichter eines Weltreiches“ ist vom 20. März 2026 bis 1. August 2027 im Lokschuppen Rosenheim zu sehen.
Die Tickets für Eintritt, Führungen und Familienworkshops sind bereits online unter
www.lokschuppen.de
sowie telefonisch unter der 08031 / 365 9036 und per E-Mail an
besucherservice@vkr-rosenheim.de
erhältlich.
Foto: Veranstaltungs- und Kongress GmbH Rosenheim
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