Italiener hatte gar keine Genehmigung und die Ladung war mangelhaft gesichert

Bei einer Routinekontrolle eines kennzeichnungspflichtigen Spezialtransporters stellten Beamte der Gefahrgutkontrolltrupps des Polizeipräsidiums heute bei Rosenheim erhebliche Sicherheitsverstöße beim Transport von vier Paketen des medizinisch genutzten radioaktiven Stoffs Lutetium-177 fest.

Lutetium-177 ist ein wichtiges radioaktives Isotop, das in der Medizin zur gezielten Krebstherapie eingesetzt wird.

Ein 59-jähriger Italiener – Angestellter einer italienischen Spedition – besaß keine gültige Genehmigung des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, diesen Gefahrgut-Transport in Deutschland durchzuführen.

Außerdem war die Ladungssicherung der Gefahrgut-Pakete mangelhaft, so die Polizei am heutigen Donnerstag-Nachmittag: Die wertvolle und potenziell gefährliche Fracht war zu den Seiten nicht gesichert.

Zudem befand sich eine Ladehilfe völlig ungesichert im Laderaum, was im Falle eines Bremsmanövers ein erhebliches Sicherheitsrisiko dargestellt hätte. Des Weiteren fehlte im Fahrzeug der obligatorischer Unterlegkeil, der zur vorgeschriebenen Ausrüstung bei Gefahrguttransporten gehört.

Aufgrund dieser schwerwiegenden Verstöße wurde die sofortige Weiterfahrt untersagt.

Das Unternehmen schickte einen Ersatzfahrer. Erst nach dessen Eintreffen und der ordnungsgemäßen Sicherung der Ladung konnte der Transport fortgesetzt werden. Gegen den Fahrer, die Spedition und auch gegen den Verlader in Italien wurden Ordnungswidrigkeiten-Verfahren eingeleitet.

Der Fahrer hinterlegte eine Sicherheitsleistung im dreistelligen Bereich.

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