Crunchtime in der Bayernliga: EHC morgen in Pfaffenhofen - Am Sonntag kommt Ulm
Crunchtime in der Eishockey-Bayernliga – und der EHC Waldkraiburg ist mittendrin. Nachdem die Waldstädter, nicht zuletzt begleitet von Verletzungs- und Krankenpech, in dieser Saison immer wieder unter ihren Möglichkeiten geblieben sind, gelten spätestens jetzt keine Ausreden mehr.
Am Wochenende stehen für die Löwen zwei richtungsweisende Partien auf dem Programm. Am morgigen Freitag reisen die Waldkraiburger nach Pfaffenhofen (Spielbeginn: 20 Uhr), begleitet von einem erneut großen Fan-Tross, der sich trotz aller Anspannung vergnügt im Fanbus auf den Weg macht.
Am Sonntag empfangen die Löwen dann die „Devils“ aus Ulm/Neu-Ulm um 17.15 Uhr im heimischen Stadion. Auch hier gilt: Wie schon am Freitag in Pfaffenhofen müssen dringend Punkte her …
Noch ist die Lage für den EHC Waldkraiburg keineswegs düster. Ein Blick auf die Tabelle zeigt schnell, dass nach oben weiterhin einiges möglich ist. Aktuell rangieren die Löwen auf dem achten Tabellenplatz mit 44 Punkten – bei nach wie vor der zweitbesten Torquote der Liga. Direkt davor stehen mit 45 Zählern die „Isar Rats“ aus Dingolfing, gegen die Waldkraiburg ebenfalls noch antreten wird. Nur zwei Punkte mehr weist der TEV Miesbach auf Rang sechs auf – jener Platz, der die direkte Qualifikation für die Play-Offs ohne Umweg über die Pre-Play-Off-Runde bedeutet. Doch selbst darüber hinaus ist noch Bewegung möglich: Auf Platz fünf liegt Landsberg mit 48 Punkten, auf Rang vier der EHC Klostersee mit 50 Zählern, und selbst Kempten auf Platz drei (51 Punkte) ist noch in Schlagweite.
Was sich die Löwen allerdings nicht erlauben dürfen, ist ein weiterer Ausrutscher wie am vergangenen Sonntag gegen Burgau. War der Sieg gegen Schweinfurt vor wenigen Spieltagen noch ein echter „Sechs-Punkte-Sieg“, bedeutete die Niederlage gegen Burgau faktisch ein Minus von sechs Zählern. Gleichzeitig darf der Blick nicht nur nach oben gehen, denn auch hinter dem EHC Waldkraiburg lauern noch Teams mit Ambitionen auf die Play-Off-Runde. Ulm, der Gegner vom Sonntag, befindet sich mit 42 Punkten in unmittelbarer Schlagdistanz, und auch Peißenberg könnte mit derzeit 38 Punkten rechnerisch noch einmal eingreifen.
Es werden also zwei hochspannende Wochen für den EHC Waldkraiburg – und für die Fans, die mit bangem Blick nicht nur auf das eigene Team, sondern auch in die anderen Stadien der Liga schauen werden.
Der EC Pfaffenhofen, Gastgeber am kommenden Freitag, hat seine Tickets für die Abstiegsrunde bereits gebucht. Mit derzeit 17 Punkten auf der Habenseite steht das Team auf dem 14. Tabellenplatz. Seit dem 12.12.2025 konnte die Mannschaft von Head Coach Markus Muhr keinen Sieg mehr einfahren. Zuletzt war man jedoch nah dran: Gegen Burgau im eigenen Stadion sowie auswärts in Ulm unterlagen die Pfaffenhofener jeweils erst im Penaltyschießen beziehungsweise nach Verlängerung. Dennoch mussten die Löwen zuletzt schmerzhaft erfahren, dass in dieser Liga kein Gegner unterschätzt werden darf – unabhängig vom Tabellenplatz. Pfaffenhofen wird sich gezielt auf die anstehenden Play-Downs vorbereiten und sicher nicht resigniert die Köpfe hängen lassen, sondern kämpferisch auftreten, um sich das nötige Selbstvertrauen zu holen.
Dieses Selbstvertrauen haben die Gäste vom Sonntag, die „Devils“ aus Ulm/Neu-Ulm, am vergangenen Wochenende bereits getankt. Nachdem sie sich in der ersten Saisonhälfte Schritt für Schritt in der Tabelle nach oben gearbeitet hatten – zeitweise sogar bis auf den zweiten Tabellenplatz – ging es für die Ulmer ab dem 14. Spieltag in ähnlich gemächlichem Tempo wieder bergab.
Der letzte „Dreier“ vor dem vergangenen Sonntag datierte vom 19. Dezember, als man Amberg bezwingen konnte. Danach folgte noch der bereits erwähnte Verlängerungssieg gegen Pfaffenhofen, ehe am letzten Sonntag mit einem 4:3-Erfolg gegen Buchloe der Niederlagenfluch offenbar beendet wurde. Aktuell stehen die Devils mit 42 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz. Um von dort in ruhigere Gewässer zu gelangen, benötigen auch sie dringend Siege – ein Umstand, der den Löwen am Sonntag das Leben keineswegs leichter machen wird.
Wie man es auch dreht oder wendet: Als Anhänger der Löwen wird man in den kommenden zwei Wochen fleißig an den Fingernägeln knabbern und auf den Rängen alles geben müssen, um die eigene Mannschaft nach vorne zu peitschen.
Das großartige Vereins-Fanprojekt Waldkraiburg setzt derweil weiterhin konsequent Fanbusse zu den Auswärtsspielen ein, die sehr gut frequentiert sind – ein klares Zeichen dafür, dass die Hoffnung auf die Play-Offs in Waldkraiburg weiterhin lodert.
AHA
Foto: Yasmin Neumann
Schaufenster


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