Zu gut für die Tonne-Preis

Bundesministerin Julia Klöckner sucht innovative Ideen - Appell von Ludwig

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Bundesministerin Julia Klöckner sucht innovative Ideen: Das Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft möchte Vorschläge honorieren, um der Verschwendung von Lebensmitteln entgegen zu wirken. MdB Daniela Ludwig (CSU) ruft deshalb heute auch Privatpersonen, Unternehmen, Kommunen, Verbände, Vereine, Forschungseinrichtungen oder andere Initiativen im Landkreis dazu auf, sich noch bis zum 13. Oktober zu bewerben.

Daniela Ludwig im Wortlaut:

„Gesunde und nachhaltige Lebensmittel sind ein wichtiges Gut und werden unter großen Kraftanstrengungen mit viel Engagement produziert. Deshalb bedarf es ebenso großer Anstrengungen, sie vor unnützer Verschwendung zu schützen und ihnen die Wertschätzung zu geben, die sie verdienen. Dabei sind wir alle gefragt. Wer gesunde Lebensmittel vernichtet, wirft mit ihnen auch gute Nahrung, bares Geld und wertvolle Energie in die Tonne.
Es ist gut, dass inzwischen ein Umdenken stattgefunden hat. Während noch vor wenigen Jahren über 80 Kilogramm pro Kopf in den Mülltonnen landeten, so sind es derzeit noch knapp 55 Kilogramm. Das ist eine Trendwende in die richtige Richtung, aber zweifelsohne immer noch viel zu viel. Deshalb bedarf es innovativer Projekte, um dieser Verschwendung entgegen zu treten.

Ich bin davon überzeugt, dass sich  auch in meinem Wahlkreis Privatpersonen, Produzenten, Kommunen, Vereine, Verbände, Forschungseinrichtungen oder Unternehmen mit guten Ideen gegen Lebensmittelverschwendung engagieren und den Preis für herausragende Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette verdient haben.“

Der „Zu gut für die Tonne“-Preis des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft werde in diesem Jahr zum inzwischen fünften Mal in den Kategorien Handel, Gastronomie, Produktion & Landwirtschaft, Gesellschaft & Bildung sowie Digitalisierung verliehen.

Bewerbungsschluss ist der 13. Oktober 2019.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://bundespreis.bmel.de/.

Foto: Bundesregierung – photothek /Janine Schmitz

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12 Kommentare zu “Zu gut für die Tonne-Preis

  1. Die Politiker haben doch das wirklich große Verschwenden von Lebensmittel per Gesetz eingeführt !

    Ich sage nur:
    – Vernichten von 1000enden Tonnen landwirtschaftlicher Erzeugnisse, wegen nicht zu 100prozentig normgerechter Form (dank EU Gesetzen)
    – Vernichten von 1000enden Tonnen landwirtschaftlicher Erzeugnisse um einen Preisverfall zu verhindern.

    Ein Witz diese Politik, zuerst sorgt die Politik selbst per Gesetz dafür, dass Lebensmittel vernichtet werden müssen und dann will man in kleinteiligen Mengen Lebensmittel retten.

    Liebe Bundespolitiker, das wäre längst eure Aufgabe gewesen, das erstens gar nicht Gesetz werden zu lassen und zu verhindern.

    Für was werdet ihr eigentlich bezahlt ?

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  2. Ja Fidane, das ist eben leider der Zeitgeist der Politik.

    Durch Korruption und Lobbywirtschaft wird seit Jahrzehnten die Umwelt zerstört – dafür lobt man dann Schulschwänzer die für den Klimaschutz demonstrieren.

    Es werden ganze Nationen aus Profit- und Machtgier gegen jedes Völkerrecht in die Steinzeit gebombt und ganze Landstriche systematisch ausgebeutet. Menschenhändler werden heroisiert. Und unsere Kanzlerin lässt sich als humanitäre Heldin feiern – weil sie Menschen aufnimmt die sie selbst durch ihre Politik zur lebensgefährlichen Flucht aus ihrer Heimat nötigt.

    (…)

    Dieses System ist an Scheinheiligkeit kaum zu überbieten.

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  3. Bedarfsgerechte Produktion statt Marktwirtschaft!

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  4. “Menschenhändler werden heroisiert”? – Ja? Von wem?
    Bin zwar auch kein Fan von Frau Merkel und ihrer Politik der winzigen Schrittchen – erst abwarten wie sich die Lage entwickelt und dann zaghaft eingreifen, wenn sich eine breite gesellschaftliche Mehrheit bildet – aber alles auf Angie zu schieben ist definitiv zu kurz und zu einfach gedacht. Als Konsumenten tragen Sie und ich ebenso Verantwortung für die missliche Lage vieler Menschen weltweit. Oder achten Sie beim Kauf von Kaffeebohnen regelmäßig darauf, ob diese nachhaltig angebaut wurden und nicht in Sklavenarbeit, sondern bei fairen Lohn geerntet wurden? Scheinheilig wäre es, hier zu behaupten, dass die anderen Schuld wären (Politik, Wirtschaft, EU oder whatever…), sich selbst jedoch von jeglicher Kritik auszunehmen…

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  5. Gerade die Klöckner …..! Da kommt mir die Galle hoch! Die soll erstmal für mehr Tierwohl sorgen und nicht für die Lobby arbeiten. Dann kann sie ihren Mund aufmachen.

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  6. Die Politik hätte es doch längst in der Hand gehabt, Lebensmittelverschwendung zu verhindern, wenn sie nur wollte.

    Das Nichtstun und Handeln im Sinne der Globalplayer wirkt sich halt aus.

    Nur mal ein Beispiel von besonders grober, ekelhafter Lebensmittelverschwendung:

    Aus Bayern werden viele Schlacht- und Zuchttiere ins Ausland exportiert. Bei widrigsten Bedingungen für die Tiere. Der qualvolle Tod eines Teils dieser Lebendtransporte ist schon bei der Abgabe der Nutztiere beim Landwirt einkalkuliert.

    AUCH DAS IST LEBENSMITTELVERSCHWENDUNG.

    Alle Politiker wissen um diese grausamen Tiertransporte und haben – insbesondere auch Frau Klöckner – absolut Null Interesse, daran was zu ändern.

    Von der Menge an Nahrungsmitteln, die die sinnlos und grausam verendeten Nutztiere ausmachen, würden viele Menschen satt werden.

    Die Politik will uns, den Endverbraucher, mit kleinen Preischen verarschen und tut selber alles, damit die Lebensmittelverschwendung weiterhin hochgehalten werden kann.

    Dazu gehören auch die EU-Flächensubventionen, durch die die Lebensmittel so billig sind und womit die Lebensmittel in Deutschland nie den Preis kosten, den sie wert sind – aber auch da tut die Politik seit Jahrzehnten nichts – im Gegenteil.

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  7. Die Antwort wäre ganz einfach – passt aber den Politikern nicht, da sie ja unsere Arbeitsleistung von mind. 40 Stunden / Woche sowie die Mehrwertsteuern aus dem Lebensmittelkauf einkassieren wollen, um es völlig unsinnig zu verschwenden.

    Gebt den Menschen kleine Grundstücke, an denen sie ihre Lebensmittel selbst anbauen können.
    Gebt den Menschen genug Lohn, so dass die Leute genug Zeit haben, sich um Eigenversorgung zu kümmern.

    Es ist ein Betrug an den Menschen, dass in Familien Vater und Mutter arbeiten müssen, um sich das Leben überhaupt leisten zu können.

    Und noch ein ganz einfacherer Vorschlag zur Verhinderung von Lebensmittelverschwendung:
    Frau Ludwig sowie Frau Klöckner sowie alle übrigen Landes- und Bundespolitiker sitzen doch immer an reichlich gedeckten Tischen.
    Auch von diesen Tischen wird viel vernichtet. Wie wäre es, wenn etwas Bescheidenheit auch bei Polittreffen einkehren würde?

    Bei den Diäten, die die sich NEHMEN, könnten sie doch sämtliche Bewirtungskosten selbst zahlen, anstatt auf unsere Kosten gut zu leben.

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  8. Aha, 55 kg Lebensmittel werden durchschnittlich pro Kopf vernichtet.
    Der normale Durchschnittsbürger vernichtet nicht 55 kg Lebensmittel.

    Der Großteil wird in Gasthäusern, Kantinen, Einzelhandel vernichtet.

    Die Politiker, Landwirtschaftsminister in erster Linie, hätten doch das längst verhindern können, indem sie zum Beispiel Möglichkeiten schafft, Lebensmittel die das MHB Datum überschritten haben, zu verwenden.

    Und trotzdem: Die große Lebensmittelverschwendung passiert nicht im Laden und nicht im Lokal und nicht im privaten Haushalt. Die große Verschwendung findet auf dem Acker statt. Zig Tonnen werden untergepflügt, wegen Gesetze, die verbieten, dass einwandfreie Lebensmittel in den Handel kommen, weil sie eine nicht normgerechte Form haben.
    Diese Gesetze hat doch die Regierung gemacht !

    Überdenkt doch als erstes mal eure eigenen unsinnigen Gesetze, die die Lebensmittelverschwendung im großen Stil fordern, bevor ihr den Bürgern ein schlechtes Gewissen macht.

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  9. Oh. Bürgerideen sind gefragt 🙂
    Gute Ideen werden sogar mit ein paar Scheinchen belohnt 🙂
    Die Ideen werden von Beratern der Regierung ausgewertet, die dafür einige Milliönchen bekommen 🙁
    Die Regierung ist auch nicht mehr das was sie mal war 😉

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  10. Frau Niebler sollte doch bitte mal die größeren Asylbewerberheime in und um RO besuchen und die Großcontainer dort in Augenschein nehmen.
    (…) Da sieht und riecht man bereits aus einer Distanz von mehreren Metern, wo wirklich massig Lebensmittel verschwendet werden. Die großen Tonnen quellen fast jede Woche über, obwohl wirklich sehr viele Großtonnen bereit gestellt werden.

    Frau Niebler müsste doch selbst wissen, warum dort so Woche für Woche Unmengen an Lebensmittel unangetastet weggeworfen werden und wie man das verhindern kann.

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  11. Liebe Astrid,
    kannst doch nicht von Fr. Niebler verlangen dass sie sich die Arbeit macht Asylantenheime zu besuchen um zu sehen wie es da zugeht, wenn bei ihr zuhause der gedeckte Tisch wartet, selber wird die Amsel ja nicht kochen.
    Deutschland wird immer mehr zu einem Irrenhaus, und wir sind mitten drin.

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  12. 55 kg pro Kopf wandern in die Tonne.
    Warum wird die Lebensmittelverschwendung pro Kopf angegeben, warum nicht das wahre Ausmaß in Tonnen?
    Durch die Formulierung, dass “1 Kopf” durchschnittlich 55 kg Lebensmittel verschwendet, wird doch so getan, als wäre der Bürger schuld, weil er Lebensmittel nach dem Kauf in die Tonne wirft.
    Warum werden hier nicht echte Zahlen genannt – wie viel von den 55 kg gar nicht im Privathaushalt landen, sondern schon vorher vernichtet werden – damit man den Bürgern ein schlechtes Gewissen machen kann – für die durch die Regierung geradezu per Gesetzt befohlene Lebensmittelverschwendung.

    Man sollte sich das Klöckner Video mal anschauen – immer wieder ist der Satz “wir (also sie und ihr Ministerium) w o l l e n . . . . !
    Die Glöckner weiß sehr gut was die meisten Bürger wollen – kein Glyphosat, keine Massentierhaltung, keine Billigimporte, kein CETA.
    Interessiert die aber Null. Hauptsache die EU Politik kann weiterhin zu Lasten des gemeinen Bürgers weiterlaufen und sie selbst ihre guten Posten mit unverschämt hohem Gehalt behalten.

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