Über 20.000 Besucher beim „Echelon”

Vergangenes Wochenende feierten wieder knapp 21.000 Besucher aus Bayern, Deutschland und halb Europa auf dem größten Elektrofestival im süddeutschen Raum. Auch in diesem Jahr zeichnete sich das Event durch die friedliche und ausgelassene Stimmung aus, so dass die Polizei zu einem positiven Fazit kommt. Sorgen bereitet aber das: Chemische Rauschmittel sind auf dem Vormarsch …

Für das dreitägige Festival, dass sich bereits zum elften Mal jährt, nahmen eine Vielzahl von Besuchern die Reise ins bayerische Voralpenland auf sich. Als Veranstaltungsörtlichkeit wurde wieder das ehemalige US-Kasernengelände in Mietraching gewählt. Dieses vereint die nostalgische Traumkulisse des Bergpanoramas mit der modernen Antennentechnik der Radome des früheren, namensgebenden Echelon Spionagesystems.

Beginnend mit einer „Warm-Up“ Veranstaltung am Freitagerreichte das Festival schließlich seinen Höhepunkt am Samstag. Topvertreter aus der Musikszene beschallten auf insgesamt sechs Bühnen das begeisterte Publikum.

Ein Festival dieser Größenordnung stellt die Polizei vor eine große Herausforderung. So gilt es einerseits für die Besucherinnen und Besucher eine reibungslose und sichere An- und Abreise sowie Aufenthalt zu gewährleisten, andererseits natürlich die Beeinträchtigung der Anwohner so gering wie möglich zu halten. Polizeipräsident Robert Kopp setzte daher für den Großeinsatz des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd den bewährten und erfahrenen Einsatzleiter und Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Bad Aibling, Mario Huber, mit seinem Stellvertreter Markus Jerger vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd ein.

Das konsolidierte und bewährte Verkehrs- und Sicherheitskonzept fand auch in diesem Jahr erfolgreich Anwendung. In enger Zusammenarbeit mit Bundespolizei, der Stadt Bad Aibling, dem Landratsamt Rosenheim, dem Rettungsdienst, der Freiwilligen Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk, dem Veranstalter und seinem Sicherheitsdienst, gelang es gemeinsam mit der Polizei auch in diesem Jahr für einen störungsfreien Ablauf zu sorgen.

Unter Führung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd waren zu Spitzenzeiten rund 150 Beschäftige des Präsidiums, aber auch der Bereitschaftspolizei im Einsatz. Diese waren zumeist uniformiert aber auch zivil in und um das Gelände der ehemaligen US- Kaserne vertreten.

„Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit sämtlichen tangierten Stellen in den letzten Tagen und insbesondere auch im Vorfeld des Echelon Festivals machten es uns möglich, auch in diesem Jahr die Herausforderungen, welche eine Großveranstaltung mit sich bringt zu meistern. Mein Dank gilt den zahlreichen Helferinnen und Helfern aber auch den Einsatzkräften, die mit Begeisterung und Elan zum Gelingen des Einsatzes beigetragen haben.“, so Einsatzleiter Mario Huber.

Auch wenn die friedliche und ausgelassene Party-Atmosphäre das Gesamtbild prägte, so gab es dennoch auch einige weniger erfreuliche Vorfälle. Die Gesamtzahl der erfassten Straftaten und Ordnungswidrigkeiten blieb im Verhältnis zu den Vorjahren bei 149 Verstößen nahezu gleich.

Innerhalb der darin enthaltenen 140 Drogendelikten erhöhte sich jedoch der Besitz von chemischen Rauschmitteln wie Ecstasy und Amphetaminen – überwiegend zum Eigenbedarf.

Diese Designerdrogen beinhalten stets das Risiko, sehr schnell in eine Abhängigkeit zu gelangen und bergen aufgrund ihrer unterschiedlichen Zusammensetzung erhebliche, nicht absehbare Gesundheitsrisiken, so die Polizei.

Polizeipräsident Robert Kopp stimmte diese Entwicklung besorgt: „Die bereits im Vorjahr initiierten intensiven Drogenkontrollen waren auch in diesem Jahr wieder erforderlich. Die Aufgriffszahlen bestätigen leider die letztjährige Tendenz, dass chemische Rauschmittel auf dem Vormarsch sind. 

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd wird keinerlei Toleranz gegenüber diesem Trend walten lassen. Repression und Kontrolle sind hier jedoch nur der letzte Schritt in einer Reihe von Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen, der im Bereich der Drogendelikte notwendig und wichtig ist.“

Ab Freitag wurde zum Schutz der anreisenden Besucher ein so genannter Geschwindigkeitstrichter auf der Texasstraße vor dem Festivalgelände eingerichtet. Dabei mussten bereits am selben Tag, innerhalb von sechs Stunden Messzeit und einem Fahrzeugdurchlauf von etwa 4000 Kraftfahrzeugen, knapp 400 Beanstandungen getätigt werden!

 

Polizeioberkommissarin Fiona Schwarzbraun, Polizeioberkommissar Simon Irger, Kriminaloberkommissarin Veronika Reitschuh, Polizeirat Mario Huber, Polizeipräsident Robert Kopp, Kriminalrat Michael Sitzberger.

 

Polizeihauptmeister Manuel Sohn, Polizeirat Mario Huber, Erster Polizeihauptkommissar Markus Jerger, Polizeioberkommissar Simon Irger, Kriminaloberkommissarin Veronika Reitschuh.