Schlag gegen die lokale Rauschgiftszene

Polizeidirektion Rosenheim meldet: Ermittlungserfolg für Mühldorfer Polizeidienststellen

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Im Rahmen umfangreicher Ermittlungen der Kriminalpolizeistation und der Polizeiinspektion Mühldorf konnten in den letzten Monaten mehrere Sicherstellungen und Festnahmen in der lokalen Rauschgiftszene getätigt werden. Insgesamt wurden 17 Personen vorläufig festgenommen und mehr als 400 Gramm Cannabis sowie knapp 300 Gramm Amfetamin sichergestellt. Die beiden Haupttatverdächtigen sitzen in Untersuchungshaft, meldet das Polizeipräsidium Rosenheim.

Anfang letzten Jahres führte die Kriminalpolizeistation Mühldorf ein komplexes Ermittlungsverfahren gegen mehrere Tatverdächtige im Alter von 17 bis 33 Jahren. Damals kristallisierten sich zwei 28- und 33-jährige afghanische Staatsangehörige als haupttatverdächtige Rauschgifthändler heraus. Ihnen wurde vorgeworfen, den Mühldorfer Raum mit Betäubungsmitteln (insbesondere Marihuana und Ecstasy) versorgt und dabei auch regelmäßig an Minderjährige und Schüler verkauft zu haben. Ein Teil der Taten spielte sich im Lichte der Öffentlichkeit an der Mühldorfer Innlände ab (wir berichteten bereits).

 

Im Rahmen ineinandergreifender Ermittlungen der Kriminalpolizeistation und der Polizeiinspektion Mühldorf wurde im Juli dieses Jahres bekannt, dass im Stadtgebiet Mühldorf erneut Handel mit Betäubungsmitteln, auch in Verbindung mit einem Verkauf an Jugendliche, erfolgen soll. Die ersten Ermittlungen in dem Bereich erhärteten diesen Anfangsverdacht. Im Zuge der aufwendigen und kooperativen Ermittlungen der Polizeiinspektion und der Kriminalpolizeistation Mühldorf unter Einbindung der Operativen Ergänzungsdienste Traunstein, welche unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein als dienststellenübergreifende Ermittlungsgruppe „Tiefgarage“ geführt wurden, konnten insgesamt mehr als 400 Gramm Cannabis, knapp 300 Gramm Amphetamin sowie weitere Beweismittel bei diversen Durchsuchungsmaßnahmen aufgefunden und sichergestellt werden. Zudem nahmen die Ermittler insgesamt 17 Personen vorläufig fest.

 

Die zwei Haupttatverdächtigen des ersten Ermittlungsstranges, ein 21-jähriger und ein 28-jähriger Syrer, wurden nach dem Erlass von Haftbefehlen durch den zuständigen Ermittlungsrichter bereits in Untersuchungshaft genommen.

 

Die beiden sind dringend tatverdächtig, zusammen mit fünf weiteren aus Senegal, Sierra Leone, Somalia sowie Gambia stammenden Tatverdächtigen im Alter von 25 bis 41 Jahren mehrfach Rauschgift verkauft zu haben, und das sogar an Minderjährige.

 

In einem zweiten Ermittlungsstrang wurde das Handeltreiben in Mühldorf eines 30-jährigen Deutschen aufgedeckt. Dieser muss sich ebenfalls wegen des Verkaufs von Betäubungsmittel an Minderjährige sowie darüber hinaus des Besitzes von sonstigen verbotenen Substanzen in nicht geringer Menge verantworten.

 

Im Zuge der vorgenannten Ermittlungen erhärtete sich zudem der Verdacht, dass weitere Personen – losgelöst von den oben beschriebenen Tatkomplexen – mit Betäubungsmitteln im Bereich Mühldorf Handel treiben. Vor diesem Hintergrund fand in den Morgenstunden des heutigen Donnerstags eine groß angelegte Durchsuchungsaktion in den Asylbewerberwohnheimen Am Stadtwall 48 und Spitalgasse 11 in Mühldorf unter der Leitung der Polizeiinspektion Mühldorf statt. Insgesamt wurden Durchsuchungsbeschlüsse gegen vier beschuldigte Asylbewerber vollzogen und dabei Kleinmengen verkaufsfertig verpackten Marihuanas und weitere beweiserhebliche Gegenstände sowie Bargeld beschlagnahmt. Basis dieses Einsatzes war erneut das kooperative Handeln der Ermittler der Kriminalpolizeistation und Polizeiinspektion Mühldorf. Der Einsatz wurde mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei, der Operativen Ergänzungsdienste Traunstein und der Autobahnpolizeistation Mühldorf durchgeführt.

 

„Jede Form von Rauschgifthandel  und -konsum dulden wir nicht! Gerade der Verkauf von Betäubungsmitteln an Minderjährige stellt eine große Gefahr für unsere Bevölkerung dar, auf die wir sofort erfolgreich reagieren konnten. Uns freut es besonders, dass uns durch die hervorragende Zusammenarbeit der Kriminalpolizeistation und der Polizeiinspektion Mühldorf sowie der Operativen Ergänzungsdienste Traunstein und weiterer Unterstützungskräfte erneut ein empfindlicher Schlag gegen die lokale Rauschgiftszene gelungen ist“, so der Leiter der Polizeiinspektion, Polizeioberrat Dieter Hausberger und der Leiter der Kriminalpolizeistation, Erster Kriminalhauptkommissar Christian Schuster.

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2 Kommentare zu “Schlag gegen die lokale Rauschgiftszene

  1. “Schlag gegen die lokale Rauschgiftscene”. Das ich nicht lache. Afghanen, Syrer, Gambia, Sierra Leone, Senegal, Somalia. Wohl alles traumatisierte Asylbewerber. Verdienen sich halt ein bisschen was auf Kosten Minderjähriger dazu.

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  2. Mbausa, warum schaffen Sie es nicht, einen Kommentar zu verfassen, der nicht gleich eine ganze Bevölkerungsgruppe zu unrecht pauschalisiert und Verbrechen bezichtigt?? Mit Ihrer Art stoßen Sie diejenigen vor den Kopf, die sich legal und zu Recht in Deutschland aufhalten und dabei versuchen, sich in die Geselllschaft zu integrieren!

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