Der Druck schon immens hoch

Rosenheimer Sechzger brauchen Punkte - Aber am Freitag kommt Schweinfurt

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Es wäre dem Regionalliga-Team des TSV 1860 Rosenheim – mit ehemaligen Spielern aus dem Altlandkreis wie Georg Lenz, Korbi Linner (unser Foto) oder Mike Neumeier – von Herzen zu gönnen, wenn endlich wieder ein Erfolgserlebnis verzeichnet werden könnte. Mit dem Profi-Team und Meisterschafts-Favoriten 1. FC Schweinfurt steht an diesem Freitagabend um 19 Uhr aber ein ganz großes Kaliber daheim vor der Tür … zuletzt im DFB-Pokal aktiv gegen Schalke 04!

Die Mannschaft des Neu-Trainers und ehemaligen Bundesligaprofis Timo Wenzel holte aus den bisher absolvierten sechs Ligapartien satte 14 Punkte. Mit vier Siegen und zwei Unentschieden sind die aktuell auf dem vierten Tabellenplatz rangierenden „Schnüdel“ bis dato also noch unbesiegt.

Nachdem man am letzten Wochenende äußerst unglücklich gegen das Bundesliga-Team von Schalke 04 mit 0:2 Toren aus dem DFB-Pokal ausschied – ein umstrittener Elfmeter sowie ein Eigentor führten zur Niederlage – kommen die Unterfranken hochmotiviert und mit noch breiterer Brust am Vorabend des Rosenheimer Herbstfest-Beginns …

„Das Schweinfurter Team ist gespickt mit qualitativ hochveranlagten Individualisten, die auch schon höherklassig aktiv waren. Die Favoritenrolle ist daher eindeutig unserem Gast zuzuordnen. Zusätzlich spricht natürlich auch die derzeitige Saisonbilanz bzw- verlauf nicht gerade für uns, mit einem Punktgewinn rechnet man daher nicht unbedingt. Wir werden aber trotzdem alles versuchen, uns gezielt auf den Gegner vorbereiten und gehen voller Vorfreude in die Partie gegen das Profi-Team aus Schweinfurt“, so der realistische Coach des TSV 1860 Rosenheim, Ogi Zaric.

Im Vergleich zur Vorsaison konnten die Verantwortlichen um den sportlichen Leiter Gerd Klaus das Team mit einigen Spielern aus der dritten Liga nochmal verstärken, darunter der neue Kapitän Stefan Kleineheismann, der vom Halleschen FC zu den „Schnüdel“ wechselte. Die Ausrichtung des profihaft geführten Vereins ist eindeutig: Der Aufstieg in die dritte Liga ist fest angestrebt.

Doch, man mag es fast nicht glauben, in den vier Auseinandersetzungen mit den Unterfranken nach dem Wiederaufstieg des TSV 1860 Rosenheim in die Regionalliga gingen die Rothemden bis dato noch nie als Verlierer vom Platz. Drei Unentschieden sowie sogar ein 4:2 Heimsieg ist die bisherige beachtliche Bilanz der Sechzger gegen die schier unbezwingbare Übermacht des 1. FC Schweinfurt. Also, unbedingt ein Lieblingsgegner der Gäste sind die Innstädter nun auch nicht.

Vielleicht kommt diese Partie zum aktuellen Zeitpunkt für die Heimelf aber gerade recht. Die Erwartungshaltung ist gering, der Druck somit ebenso. Auch wenn schnellstmöglich das Punktekonto von derzeit vier Zählern weiter aufgebessert werden soll. Aber Punkte aus dieser Begegnung sind nicht unbedingt einkalkuliert.

Es wäre ein Zuckerl, das gerade für die Gemüter der Zaric-Elf unglaublich positiv wäre. Irgendwann müssen die 50:50-Entscheidungen in den jeweiligen Spielverläufen auch mal zu Gunsten der Rosenheimer ausfallen. Wie zuletzt in Heimstetten, als in der Nachspielzeit eine Abseitsposition der Sechzger gepfiffen wurde, obwohl der Spieler nicht im Abseits stand und allein aufs gegnerische Tor zugelaufen wäre. Im Gegenzug konnte der Gastgeber dann doch noch den 1:0 Siegtreffer in der 93. Spielminute landen. Und so zieht es sich in den letzten Begegnungen wie ein roter Faden durch.

Aber lamentieren und Ausreden suchen gilt nicht, die Mannschaft muss sich der nicht ganz einfachen Situation stellen und dagegen mit aller Macht ankämpfen.

„Meine Jungs arbeiten in den Trainingseinheiten nach wie vor äußerst konzentriert und fokussiert, die Einstellung ist super. Jeder will sich ständig verbessern, auch in div. freiwilligen Zusatzschichten.

Ich bin begeistert und sehr stolz auf meine  Mannschaft, es macht wirklich sehr viel Spaß. Wir müssen nun einfach Geduld haben und unseren eingeschlagenen Weg zusammen weitergehen. Schon bald werden wir dafür belohnt werden. Die aktuell schwierige Phase schweißt uns als Mannschaft nur noch enger zusammen. Es sind noch genügend Spiele zu absolvieren und damit auch noch genügend Punkte zu holen. Wir verfallen jetzt nicht in Panik, unser Ziel Klassenerhalt werden definitiv erreichen“, ist sich Ogi Zaric sicher.

In der Partie am Freitag wird letztmalig noch Markus Einsiedler fehlen, ab nächster Woche steht er dann wieder zur Verfügung.

Auch der rotgesperrte Omer Jahic darf noch nicht ran. Ansonsten sind noch die Einsätze von Max Mayerl (Fingerbruch), Mike Neumeier (Sommergrippe) und Wiggerl Räuber (muskuläre Probleme) fraglich.

Bis auf die Langzeitverletzten (Eminoglu + Tomic) steht Ogi Zaric und Thomas Kasparetti aber der Rest des Kaders zur Verfügung.

 

 

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