Jugendarbeit im Landkreis Rosenheim verbindet
Im Vorfeld des UNESCO-Welttags der Kulturellen Vielfalt am 21. Mai zeigt die Kooperation zwischen Kommunaler Jugendarbeit und Kreisjugendring: Demokratie und Vielfalt gehören zusammen. Im zurückliegenden „Jahr der Demokratie“ 2025 und im aktuellen „Jahr der Vielfalt“ 2026 setzen beide Partner auf nachhaltige Projekte, die junge Menschen stärken und gesellschaftliche Teilhabe fördern.
„Demokratie lebt davon, dass alle mitmachen können – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Weltanschauung“, betont Greti Steinmüller von der Kommunalen Jugendarbeit im Landkreis Rosenheim. „Unsere Jugendarbeit zeigt, wie Demokratie und Vielfalt im Alltag gelebt werden.“ So wurden im „Jahr der Demokratie“ 2025 zahlreiche Formate geschaffen, die auch im „Jahr der Vielfalt“ weiterwirken:
- Beteiligung von Anfang an: Die Kommunale Jugendarbeit begleitete 2025 mehrere Jungbürgerversammlungen in verschiedenen Gemeinden. Jugendliche können ihn Rahmen der Versammlungen bereits seit einigen Jahren ihre Anliegen direkt einbringen – ein zentraler Baustein für gelebte Demokratie.
- Demokratie spielerisch vermitteln: Das Demokratiespiel „Quararo“ wurde in drei Durchläufen für Fachkräfte aus Jugendtreffs und Schulen angeboten. Die Spiele, angeschafft über das Demokratie-Budget des Kreisjugendrings, werden weiterhin eingesetzt. Insgesamt gibt es im Landkreis 40 ausgebildete Spielleiterinnen und Spielleiter.
- Vielfalt sichtbar machen: Das Projekt „Wohlfühlorte“ in Kooperation mit Grundschulen zeigte, wie Kinder ihre Umgebung wahrnehmen und gestalten möchten. „Das Projekt stärkt nicht nur das Gemeinschaftsgefühl, sondern trug zugleich dazu bei, die Bindung der Kinder an ihre Gemeinde zu stärken und ihre Perspektiven sichtbar zu machen.“, erklärt Paulin Sponar vom Kreisjugendring.
- Durchführung der U18-Wahl: Als Regionalkoordinator im Landkreis Rosenheim organisierte der Kreisjugendring regelmäßig die Umsetzung der U18-Wahl im Landkreis. Im Bundestagswahljahr 2025 lag hier ein besonderer Schwerpunkt. Politische Bildung wird so praxisnah und niedrigschwellig erfahrbar gemacht. Dazu trug auch eine Podiumsdiskussion mit Bundestagskandidatinnen und Bundestagskandidaten im Vorfeld der Wahl bei.
Ausblick: Vielfalt feiern, Demokratie stärken
Auch 2026 setzen Kommunale Jugendarbeit und Kreisjugendring auf bewährte Formate und neue Impulse:
- Europafest in Kufstein (9. Mai): Der Kreisjugendring ist mit einem Infostand im LGBTQ-Design und einem „Jenga-Demokratie- und Vielfalt-Spiel“ vertreten – ein Zeichen für ein offenes, vielfältiges Europa.
- Lange Nacht der Demokratie (2. Oktober, Wasserburg): In Kooperation mit der VHS Wasserburg und dem JuZ Innsekt wird es Workshops, Diskussionen und Mitmachaktionen geben.
Gemeinsam für die Zukunft
„Unsere Arbeit zeigt: Demokratie und Vielfalt sind keine abstrakten Begriffe, sondern gelebte Praxis“, sagt Jörg Giesler, Geschäftsführer des Kreisjugendring Rosenheim. „Durch die enge Zusammenarbeit erreichen wir Jugendliche dort, wo sie sind – und geben ihnen das Rüstzeug, um unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten.“
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