Gemein, aber unfair!

Kabarett: Vor dem Wahlsonntag hat Jörg Herwegh das Wort

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HerweghWasserburg – Vier Tage vor den ersten Wahlen – den Landtags- und Bezirkstagswahlen einschließlich Volksentscheide hat Jörg Herwegh das Wort. Zur Einstimmung quasi. Und zwar am Mittwoch, 11. September, um 20 Uhr im Narrenkeller Wasserburg. Sein Thema: Gemein, aber unfair. Herwegh ist kein Gesinnungskabarettist. Wenn ihm etwas aufstößt, dann macht er sich kabarettistisch darüber her. Wenn ihm etwas am Herzen liegt, dann steht er dazu. Deswegen lässt er sich nur schwer zuordnen, auch wenn es viele, die in Schubladen denken, gerne versuchen. Er selbst bezeichnet sich als „Anarchistischen Konservativen”.

Bei der Bundeswehr wollte er sein Che Guevara-Poster am Spind nicht abhängen. Als Schönhubers Republikaner Bayern aufmischten, wurde er wegen Erregung öffentlichen Ärgers verurteilt, weil er vor einem Wahlplakat des rechten Populisten auf der Bühne ohne Kommentar sein Hinterteil entblößte. Mit den Linksliberalen verscherzte er es sich, als er für die Wasserburger CSU bei der Stadtratswahl kandidierte. Mit der Anti-AKW-Bewegung und grünen Grundthesen sympathisiert er, als der ostfriesische Bauer Baldur Springmann und der ehemalige CDU-ler Herbert Gruhl – die er kennengelernt hat – mit einer Grünen Liste die Vorstufe der jetzigen Grünen gründeten. In vielen Punkten der bürgerlichen Rechtsordnung ist er Hardliner und der Umgang in Deutschland mit Gesetzesbruch und Verstößen zu lasch. Was ist der Herwegh nun? Laut eigener Aussage „Gemein, aber unfair!”
Sein kabarettistischer Rundzug ist hinterfotzig und gespickt mit gemeinen Spitzen…und dennoch – oder gerade deswegen – zum Lachen.

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