Neue Technik für Integrierte Leitstelle

Versammlung des Rettungszweckverbands wählt Landrat Berthaler zum Vorsitzenden

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Landrat-berthaler_k1Rosenheims Landrat Wolfgang Berthaler (Foto) ist am Dienstag zum neuen Vorsitzenden des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Rosenheim gewählt worden. Die bisherige Stellvertreterin, Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, wurde in ihrem Amt bestätigt. Die Amtszeit der beiden beträgt sechs Jahre.

 

Berthaler, der unter anderem 17 Jahre Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr in Flintsbach war, sprach von einer sehr schönen Aufgabe. Die Verbandsversammlung beschloss zudem zwei Investitionsmaßnahmen in der Integrierten Leitstelle in Rosenheim. Nach fünfjährigem Dauerbetrieb ist es notwendig, die sensible Leitstellentechnik in Teilbereichen auszutauschen. Um Ausfallzeiten wegen technischer Defekte zu vermeiden, muss neue Hardware angeschafft werden. Das Bayerische Finanzministerium schätzt den Aufwand auf rund 600.000 Euro. Hinzu kommen noch Ausgaben für die Fachplanung in Höhe von etwa 90.000 Euro. Da der Freistaat die zuwendungsfähigen Kosten zu 90 Prozent übernimmt, bleiben für den Zweckverband Aufwendungen von ca. 69.000 Euro.

 

Darüber hinaus muss die Integrierte Leitstelle für den digitalen Behördenfunk technisch ertüchtigt werden. Die Projektgruppe DigiNet im Bayerischen Innenministerium kalkuliert mit 1,1 Millionen Euro plus 142.000 Euro für die Fachplaner. Da der Staat in diesem Fall 92,5 Prozent fördert, beträgt der Anteil des Zweckverbands noch etwa 93.000 Euro.

 

Die vier Ärztlichen Leiter Rettungsdienst sind aktuell mit der Umsetzung es Notfallsanitätergesetzes beschäftigt. Wie Dr. Stefan Stöckel berichtete, wird versucht, mit allen Bundesländern ein gemeinsames Ausbildungskonzept zu erarbeiten. Offensichtlich gelohnt hat sich, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle Anrufer telefonisch anleiten, bei Notfallpatienten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte eine richtige Beatmung oder Herzdruckmassage durchzuführen. Hier können wir schon einige Erfolge verzeichnen, berichtete Dr. Stöckel.

 

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