Gleich 59 Flüchtlinge in einem Zug

Rosenheimer Fahnder ermitteln - Zahlreiche Minderjährige

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Rosenheim – Sie kamen zu 59 Personen – darunter zahlreiche Minderjährige – und hatten alle keine oder gefälschte Papiere. Die Bundespolizei in Rosenheim hat am gestrigen Sonntag in nur einem Zug 59 unerlaubt eingereiste Personen festgestellt. Die meisten von ihnen stammten aus Syrien. Sie wurden in Gewahrsam genommen, heißt es. Ob es sich um eine geplante Schlepperaktion in dem EuroCity aus Verona gehandelt hat, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Die Syrer, Afghanen, Somalier und Nigerianer, unter ihnen 23 Minderjährige, hatten keine oder zum Teil gefälschte Ausweise dabei. Nach eigenen Angaben stiegen sie bereits in Italien in den Zug. Das Ziel ihrer Reise sei Deutschland gewesen, um Asyl beantragen zu können. Die Rosenheimer Bundespolizei ermittelt, inwiefern die 59 Personen im Rahmen einer organisierten Schleusung gegen Bezahlung auf den Weg gebracht wurden. Bis zum Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kümmerte sich der verständigte Malteser Hilfsdienst in der Rosenheimer Bundespolizeidienststelle um die Flüchtlinge. Anschließend wurden sie der Aufnahmestelle des Bundesamts für Migration in München zugeleitet.

Insgesamt hat die Bundespolizeiinspektion Rosenheim am Sonntag rund 70 Personen wegen fehlender Papiere festgestellt. Seit Mai machen die Bundespolizisten dieser Dienststelle im deutsch-österreichischen Grenzgebiet monatlich über 300 derartige Feststellungen. Die Zahl unerlaubt Eingereister wird laut Bundespolizei voraussichtlich auch im August mindestens ebenso hoch sein.

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