Politikerin trifft Schauspieler

Landkreis: Natascha Kohnen von der SPD und Helmfried von Lüttichau im Dialog

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Einen neuen Politikstil verspricht Natascha Kohnen, die SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl: Dialog mit den Menschen statt Wahlkampf-Monologe. Die Probe aufs Exempel machten die beiden Landtagskandidatinnen Alexandra Burgmaier und Britta Promann, die Kohnen mit ihrem Gesprächsformat „Kohnen plus“ nach Rosenheim einluden. Ihr Gesprächspartner war der Schauspieler Helmfried von Lüttichau, vor allem bekannt als „Staller“ aus der BR-Fernsehserie.

Unser Foto zeigt von links Alexandra Burgmaier, Natascha Kohnen, Helmfried von Lüttichau und Britta Promann.

Es entspann sich ein lockeres Gespräch über Gott und die Welt, über Kultur und Gesellschaft und natürlich auch über Politik. Während Kohnen erzählte, warum ihr Leben am Ende ein politisches wurde, schilderte der Schauspieler die Sorgen und Nöte, aber auch die Vorzüge eines Lebens als freiberuflicher Schauspieler.

Die politischen Herausforderungen wurden von Beiden klar benannt: Vor allem die Knappheit von Wohnraum, die viele Menschen zunehmend zur Verzweiflung treibt. Eine Studenten-WG mit 100 qm für nur zwei Bewohner, wie Lüttichau sie während des Studiums in München hatte, sei heute undenkbar.

Kohnen wies darauf hin, dass dies längst kein reines Großstadtproblem mehr sei. Das konnten auch Burgmaier und Promann für den Großraum Rosenheim bestätigen, weshalb die Schaffung von Wohnraum eines der wichtigsten Wahlkampfthemen sei.

„Auch der Friseur und die Krankenschwester müssen hier leben können“, betonte Alexandra Burgmaier. Und wie schwer es für Familien geworden ist, in der Stadt Rosenheim noch leben zu können, erlebt Britta Promann ständig. Beide fühlten sich ermutigt, dass Kohnen dieses Thema in Bayern anpacken will. „Wohnraum ist die soziale Frage des 21. Jahrhunderts“, ist sie überzeugt.

Einen gemeinsamen Kompass gab es auch beim Thema Migration. „Ich verstehe nicht, warum Menschen glauben, sie brauchen nur die Tür zu schließen, und schon haben sie ihr Land zurück“, meinte Lüttichau.

Eine einfache Lösung gebe es hier nicht, meinte Kohnen: „Das ist kein kurzer, sondern ein langer Weg“. Anschließend beantworteten beide die zahlreichen Fragen aus dem Publikum, bei denen natürlich der „Staller“ besonders gelöchert wurde.

Ob die echten Polizeibeamten denn sauer seien über die etwas blödelhafte Rolle? Mitnichten, stellte Lüttichau klar: „Eure Serie stellt unseren Alltag realistischer dar als mancher Tatort“, erzählten ihm Polizeibeamte. Vielleicht sei sie sogar ein Anreiz, sich für diesen Beruf zu entscheiden, meinte er schmunzelnd.

Was Natascha Kohnen ganz und gar begrüßen würde: „Wäre super bei Tausenden von unbesetzten Stellen bei der Polizei!“

Auch das sei in Rosenheim ein Thema, wie Burgmaier und Promann aus vielen Gesprächen mit den Verantwortlichen wissen.

Experiment gelungen? „Auf jeden Fall“, sind sich die Rosenheimer Kandidatinnen einig und meinten: „Kohnen PLUS war besser als so manche Talkshow im Fernsehen!“

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