Neuer Heimatfilm unterwegs

Ticketvorverkauf für Filme mit Gästegesprächen hat begonnen

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Der Ticketvorverkauf für die dreitägige Veranstaltung „Neuer Heimatfilm unterwegs” hat begonnen. In Altötting, Burghausen, Haag, Mühldorf, Trostberg und Wasserburg werden im September sechs auf Festivals preisgekrönte Filme gezeigt. Zusätzlich laden hochkarätige Gäste zum Gespräch über die Filme und das Thema „Heimat“ ein. Tickets für alle Veranstaltungen gibt es bei Inn-Salzach Ticket online, telefonisch bei der Inn-Salzach-Ticket-Hotline (08631/98 66 111). Zusätzlich läuft der Verkauf für Wasserburg im Kino Utopia. 

Bei Erwerb eines Kinotickets sind die Begleitveranstaltungen und Podiumsgespräche kostenlos.

 

Wo oder auch was ist Heimat?

Wo oder auch was ist Heimat? Darauf kann es keine eindeutige Antwort geben. Heimat bedeutet für jeden Menschen auf Grund seiner Herkunft und Prägung etwas anderes. Nichts ist besser geeignet als das Medium des „Neuen Heimatfilms“ mit einer Auswahl von Filmen aus aller Welt, um die Neugierde für andere Heimatbegriffe zu wecken und einen Dialog anzustoßen. Der „Neuer Heimatfilm unterwegs” lädt die Menschen vor Ort und Filmemacher ein, Heimat aus wechselnden Perspektiven zu betrachten, gemeinsam Impulse zu setzen und die eigenen heimatlichen Räume zu erweitern, geistig wie räumlich.

 

Die dreitägige Veranstaltung weist bereits hin auf das Film- und Kulturfestival BIENNALE BAVARIA INTERNATIONAL, das 21. bis 25. April 2021 stattfindet. Neben Filmen sind Installationen im öffentlichen Raum, Lesungen, Konzerte und DJ-Sets, Podiumsdiskussionen, Ausstellungen, Workshops geplant, und dazwischen immer wieder das Gespräch. Der Austausch über die Vielfalt des Heimatbegriffs steht bei allen Veranstaltungen im Mittelpunkt – und gleichzeitig die Suche nach der Gemeinsamkeit bei allen Unterschieden.

„Gemeinsamkeit“ ist auch das Stichwort zur Organisation der Veranstaltungen: Als erstes Festival jenseits eines Ballungsraumes haben sich zwei Landkreise und sechs Kommunen zusammengetan, um mit dem Verein „Internationales Festival des Neuen Heimatfilms“ und dem Kurator Joachim Kurz (links) zu zeigen, wie in Gemeinschaftsarbeit etwas Großes entstehen kann.

Das Programm:

Freitag, 25.09.2020, Mühldorf, 18 Uhr: „Landrauschen“ von Lisa Miller, D 2018, 101 Minuten, FSK 12. unter anderem Gewinner des Hauptpreises, Filmfestival Max-Ophüls-Preis 2018 Im Anschluss nach dem Film Gespräch zum Thema „Was ist Heimat für Dich?“  Zu Gast sind die Schauspielerin Johanna Bittenbinder als Gründungsmitglied des Vereins und Alexandra Brandner, Gewinnerin des Deutschen Fernsehpreises.

 

Samstag, 26.09.2020, Haag, JUZ, 10 und 12.30 Uhr: „Zu weit weg“ (Kinderfilm) von Sarah Winkenstette, D 2020, 88 Minuten, FSK 0.  Unter anderem Preis der Kinderjury, Zürich Film Festival Im Anschluss Publikumsgespräch zum Thema „Zugehörigkeit 4.0 – Wo findest Du Heimat? Heimat kennt keine Nationalität“ mit Peter Syr und Vertretern von Schulen und Sportverein.

 

Samstag, 26.09.2020, Burghausen, Ankersaaal, 15 Uhr: „Ein verborgenes Leben“ von Terrence Malick, USA/D 2019, 177 Minuten, FSK 12. Unter anderem Gewinner des Preises der ökumenischen Jury, Internationale Filmfestspiele Cannes 2019. Um 14 Uhr Podiumsgespräch zum Thema „Unbequemes Erinnern – auch ein Stück Heimatgeschichte“ mit Moderator Peter Jungblut und Dr. Erna Putz (Theologin und Biografin), Dr. Andreas Schmoller (Leiter des Franz und Franziska Jägerstetter-Instituts, Linz), Mag. Florian Schwanninger (Historiker, Leiter Schloss Hartheim, Alkoven), Bürgermeister Simon Sigl (Gemeinde St. Radegund).

 

Samstag, 26.09.2020, Trostberg, Stadtkino, 20 Uhr: „Die Szabo & Fitzthum-Trilogie“: Die Last der Erinnerung / Der Sieg des Barmherzigkeit / Die Schwingen des Geistes von Albert Meisl, A 2017-2019, 73 Minuten. FSK unbekannt.  Unter anderem Gewinner Publikumspreis & Bester österreichischer Kurzfilm, Shortynale 2018

Im Anschluss Publikumsgespräch mit dem Regisseur Albert Meisl und dem Regisseur Mark Gerstorfer, beide stammen aus dem Landkreis Altötting und sind heute wohnhaft in Wien, sowie der aus dem Kosovo stammenden Wahl-Wienerin und Rapperin Dacid Go8lin über das eigene Erleben von Heimat.

 

Sonntag, 27.09.2020, Wasserburg, Kino Utopia, 11.30 Uhr: „Corpus Christi“ von Jan Komasa, PL 2019, 115 Minuten, FSK 12.  Unter anderem Oscar-Nominierung Los Angeles 2020 als Bester nicht-englisch-sprachiger Film. Ab 10 Uhr Heimatfrühschoppen mit Bürgermeister Michael Kölbl und Pfarrer Rainer Maria Schießler, der als Pfarrer ungewöhnliche neue Wege geht.

 

Sonntag, 27.09.2020, Altötting, Kultur- und Kongress-Forum Altötting, 15 Uhr: „Für Sama“ von Waad Al-Kateab und Edward Watts, GB/Syrien 2019, 95 Min, FSK 16.
Unter anderem Gewinner des BAFTA-Award als bester Dokumentarfilm
Im Anschluss Podiumsgespräch mit Kabarettist und Orienthelfer Christian Springer, Najd Boshi aus Aleppo, erste Kapitänin am Tegernsee und weiteren Partnern.

 

 

Das gesamte Programm und mehr Informationen auf www.biennale-bavaria.de.

 

Bei entsprechender Nachfrage sind Zusatztermine möglich.

 

 

Über das Festival

Die BIENNALE BAVARIA INTERNATIONAL ist das Internationale Festival des Neuen Heimatfilms in der Inn-Salzach-Region mit Spielorten in Altötting, Burghausen, in Haag, in Mühldorf, in Trostberg und Wasserburg.

Es bietet FilmemacherInnen, die sich mit „Heimat“ vielschichtig auseinandersetzen, eine neue Plattform und regt mit einem interdisziplinären Rahmenprogramm zum gesellschaftspolitischen Diskurs an. Ziel des Festivals ist es, für eine offene, lebendige Heimat zu werben, Menschen zusammenzubringen und Gemeinsamkeiten zu finden. Das bislang einzigartige Format wird von dem international tätigen Filmwissenschaftler, Kritiker und Festivalexperten Joachim Kurz kuratiert, gefördert von den teilnehmenden Kommunen, Städten und Landkreisen, dem Tourismusverband Inn-Salzach sowie dem FFF Bayern und organisiert vom Verein „Internationales Festival des Neuen Heimatfilms e.V.“ Hauptsponsor ist die VR meine Raiffeisenbank eG und weitere Premiumsponsoren sind die Energieversorger ESB und EVIS.

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