Landfrauen in der Walchmühle

Einblicke in ein uraltes Handwerk in Evenhausen

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Kürzlich besuchten die Landfrauen im Rahmen eines Ausflugs des Verbandes für landwirtschaftliche Fachbildung (VLF) Rosenheimer Land die Walchmühle bei Evenhausen. Familie Beringer empfing die Bäuerinnen herzlich mit einer kleinen Verkostung von selbstgebackenen Semmeln und Kuchen sowie einer Müsli-Auswahl. Diese wurden aus verschiedensten Mehlen wie Dinkel und Einkorn zubereitet.

Anschließend führten Elisabeth und Franz Beringer durch ihre Mühle, die 1467 erstmals urkundlich erwähnt wurde und sich seit 1830 im Familienbesitz befindet. Zu Bismarcks Zeiten gab es in Deutschland noch stolze 60.000 Mühlen. Heute sind nur noch etwa 250 Mühlen in der gesamten Bundesrepublik in Betrieb, davon 120 in Bayern.

 

Elisabeth und Franz Beringer führen die Mühle seit zwanzig Jahren in fünfter Generation fort und renovierten diese in den letzten Jahren Stück für Stück. Die Besucherinnen erhielten umfangreiche Informationen rund ums Mehl. Die verschiedenen Mehlarten wurden vorgestellt und es war zu erfahren, welches Mehl am besten für welche Verwendung geeignet ist.

 

Elisabeth Beringer (Mitte) konnte berichten, dass sich die alten Getreidesorten Emmer und Einkorn mittlerweile wieder stärkerer Nachfrage erfreuten. Franz Beringer zeigte anschaulich anhand der Mühlentechnik, wie das Korn eigentlich zum Mehl wird. Nach einem abschließenden Einkauf im Mühlenladen waren sich alle einig, dass die Mühle einen Besuch wert ist. GR

 

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