Es droht sogar Bußgeld

Stadt Wasserburg warnt vor nicht genehmigten, gewerblichen Abfallsammlungen

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Immer wieder findet man Handzettel im Briefkasten, auf denen eine Straßensammlung von allen möglichen Gegenständen angekündigt wird. Meist findet man auf den Handzetteln weder Name noch Adresse des Sammlers. Seit 1. Juni 2012 ist das gewerbliche Einsammeln von Abfällen (zum Beispiel Altpapier, Altkleider,
Schuhe, Schrott) bei privaten Haushalten anzeigepflichtig, teilt das Umweltamt der Stadt mit. Im Stadtgebiet von Wasserburg haben bislang nur folgende gewerbliche Sammler eine Genehmigung:

  • Kolpingsfamilie, Wasserburg, für Alttextilien
  • BRK, Rosenheim, für Alttextilien
  • Aktion Hoffnung, Augsburg, für Alttextilien
  • Schulprojekt Ebersbach, für Alttextilien
  • Diakonia GmbH, München, für Alttextilien
  • Lorenz Wittmann GmbH, Geisenhausen, für Alttextilien

Werden Haushalte dazu aufgerufen, diversen Hausrat wie Elektrogeräte, Möbel, Geschirr und dergleichen auf die Straße zu stellen, dann handeln die Firmen oder Organisationen illegal. Die Abgabe von nicht mehr gebrauchten Dingen an illegale Sammler stellt einen Verstoß gegen die Abfallwirtschaftssatzung der Stadt Wasserburg dar und kann sogar mit Bußgeld geahndet werden.

„Wie die Erfahrung zeigt, nehmen die illegalen Sammler meistens alle bereitgestellten Abfälle mit, um weitere Sammlungen nicht zu gefährden. Später sortieren sie aber die eingesammelten Gegenstände nach Brauchbarem und Unbrauchbarem und entsorgen die für sie nutzlosen Abfälle nicht selten in der freien Natur oder an Rastplätzen”, heißt es aus dem Rathaus.

Da die Sammlungen meist sehr kurzfristig bekanntgegeben werden und auf den Sammelaufrufen keine Daten der durchführenden Organisation vermerkt sind, könne das Landratsamt Rosenheim als zuständige Behörde oft nicht rechtzeitig reagieren.

„Wir appellieren deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, sich an diesen illegalen Sammlungen nicht zu beteiligen, sondern widerverwendbare Gegenstände nur über zugelassene Sammler wie die Diakonie Rosenheim (Telefon 08031/2845-0), und wiederverwertbare Abfälle über den städtischen Wertstoffhof (Telefon 08071/95030) ordnungsgemäß zu entsorgen.”

Werden übrigens Gegenstände auf der Straße stehen gelassen oder woanders abgelagert aufgefunden, wird dies als unerlaubte Abfallablagerung geahndet. Als Verursacher wird derjenige mit einem Bußgeld bestraft, der die Gegenstände zur Sammlung bereitgestellt hat, da er letztendlich für die ordnungsgemäße Entsorgung verantwortlich ist.

Das städtische Umweltamt: „Recht amüsant lesen sich oft die Handzettel zu den Straßensammlungen. Da aber die Rechtschreibfehler seit Jahren nicht verbessert werden, kann man davon ausgehen, dass auch die zur Masche der dahinterstehenden Verwertungsfirmen gehören. Bedürftigen Familien hilft man wohl nicht.”

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