Ein Dienst-Laptop für jeden Lehrer?

Der digitale Wumms für alle Schulen soll starten - Bund will 500 Millionen Euro investieren

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Corona hat die Finger in die Wunden gelegt – auch und gerade im Bildungssystem: Schulen, Lehrer und Schüler sollen deutlich stärker finanziell bei der Digitalisierung unterstützt werden. Die Pandemie habe der Entwicklung von Formen des digitalen Lernens eine neue Dringlichkeit verliehen, so die Bundesregierung gestern. Denn was, wenn die Schulen wieder schließen müssen? Laut Medienberichten sollen nun alle Schulen in ganz Deutschland zügig an ein schnelles Internet angeschlossen werden, für jeden Lehrer ein Dienst-Laptop beschafft werden und außerdem soll jedem Schüler ein günstiger Zugang zum Internet ermöglicht werden, der maximal zehn Euro im Monat kosten soll. Es werde mit Kosten von rund 500 Millionen Euro gerechnet.

Quelle BR

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18 Kommentare zu “Ein Dienst-Laptop für jeden Lehrer?

  1. Bevor der Digitalisierungs-Wahnsinn immer noch weiter vorangetrieben wird, bräuchte es diese Milliarden zuerst einmal dringend deutschlandweit für zwingend anstehende Sanierungs- und Neubaumaßnahmen vieler Schulen! Was nützt die modernste Technik, wenn die Gebäude dafür kein positives Lernklima mehr zulassen?

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    1. Ich war ja auch mal Schüler und kann euch daraus berichten.
      Das beste Lernklima herrscht zu Hause, abseits von PCB und Asbest. Was gibt es besseres als den Stoff zu Hause zu lernen? Man kann die Unterrichtseinheit nach seinen Bedürfnissen nochmal anschauen, schwierige Abschnitte immer wieder anschauen und langweiliges Vorspulen. Die langsamen bremsen also die schnelleren nicht. 45 Minuten Video sind 45 Minuten Lernen. In der Schule werden aus 45 Minuten mal 30 mal 20, je nach Störeinflüsse.
      In die Schule gehen kann man dann für Tutorials. Da kann man gezielt Fragen stellen und sich nochmal was erklären lassen.
      Und der Lehrer ist auch froh, weil er über das Video keine Flieger an den Kopf geschmissen bekommt.
      Die Erkenntnis dass dieses Modell unendlich viel effektiver ist, haben weltweit viele Wissenschaftler bestätigt. Nur umsetzen mag es keiner.
      Aber gut, gerade in Wasserburg scheint man ja gerne mal von gestern zu träumen.

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      1. Das mag für ältere Schüler stimmen, aber es gibt ja auch Grundschüler, die (noch) nicht alleine lernen können und beide Elternteile arbeiten gehen. Was willst du mit denen machen?
        Die brauchen einen Ort, der sich Schule nennt, aber nicht in dem maroden Zustand, in dem sich ein Großteil befindet.
        Außerdem: bis das schnelle Internet geht, dauert es sicher 5-6 Jahre.

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        1. Und weil es jüngere Schüler gibt, lohnt es sich nicht zu digitalisieren?
          Werden die jüngeren Schüler nicht älter?

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  2. Reiner Aktionismus;
    Pflichte “es reicht” vollkommen zu.
    Es braucht auch Leher die keine Angst vor Schüler und Corona haben.

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  3. Ich finde es wichtig, dass die Lehrer mit Laptops ausgestattet werden. Außerdem würde ich begrüßen, dass die Kinder in der Schule auch ausgestattet werden. In der heutigen Zeit ist es wichtig, dass die Kinder vorzeitig auf die digitale Welt vorbereitet werden. Und vor allem in der Schule, weil evtl nicht alle Eltern die Kinder darüber aufklären können, weil das wissen evtl. nicht bei jedem vorhanden ist.

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    1. Kann dir hier nur zustimmen. Ausstattung ist das A und O. Dass man Vandalismus (allgemein zur Verfügung gestellte Austattung) und Mobbing (Laptop wegnehmen, kaputt machen) verhindern muss, ist zwar eine Herausforderung aber machbar (z.B. nur für zu Hause nutzen möglich machen).
      Und diese Argumente, dass man mit digitaler Ausbildung noch mehr zum Studierzwang unternimmt, kann ich nicht für gut heißen. Wer Baggerfahrer werden will, braucht auch kein Englisch und wird trotzdem dazu gezwungen (und die Bagger in 10 Jahren werden alle High-Tech Bedienung haben).
      Es ist armseelig, wie schlecht ausgestattet die Schulen sind.

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  4. Der einzigste Lehrer war mein leerer Magen!

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    1. Man merkt es, sonst wüsstest du, dass “einzig” keinen Superlativ hat.

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  5. Also ehrlich gesagt weiß ich nicht was ich von dieser Aktion halte. In der heutigen Zeit hätte ich es als Grundvoraussetzung erwartet, dass jeder Lehrer einen Laptop besitzt…. Dass das jetzt von Steuergeldern finanziert wird, finde ich nicht ok.

    Was kommt als nächstes? Zahlen wir jeden Lehrer einen Schreibtisch? Rotstifte? Jeder Erzieherin —keine Ahnung- Turnschuhe vielleicht?

    Da wäre es mir deutlich lieber, die Schulen bekommen ausreichend Laptops und Drucker zur Verfügung gestellt, die im Bedarfsfall an bedürftige Familien ausgeliehen werden!

    Das Lehrergehalt wird es doch hoffentlich hergeben sich (sofern nicht eh schon lange vorhanden) entsprechend zeitgemäß auszustatten??!

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    1. Natürlich besitzt jeder Lehrer privat ein Laptop oder iPad, aber wenn ich dies beruflich nützen muss, dann soll mir mein Arbeitgeber eins stellen.

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      1. Gebe Ihnen vollkommen recht! Und die Aufregung kann ich auch nicht verstehen. Es sollte doch selbstverständlich sein, dass der Arbeitgeber die Arbeitsmittel stellt. Der Büroangestellte muss ja auch nicht seinen eigenen Computer mitbringen, der Bäcker nicht seinen eigenen Ofen…

        Ein wichtiger und richtiger Schritt für mehr Digitalisierung im Unterricht!

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    2. Haha, also den Laptop, der jedes Jahr an eine bedürftige Familie ausgeliehen wird, den will ich sehen 😉

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  6. Ich bin auch der Meinung, dass Lehrer einen dienstlichen Laptop benötigen. Auch wenn private Geräte vorhanden sind, bei Benutzung wird es meist ein Problem des Datenschutzes. Man sollte die Lehrer nicht zwingen, gegen den Datenschutz verstoßen zu müssen um ihren Job erledigen zu können.

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  7. Ich frage mich gerade, woher das ganze Geld herkommen soll….
    Man tut ja gerade so, als wäre aktuell nicht viel los und man könnte aus einer prallgefüllten Staatskasse mal eben 500 Mio. locker machen….
    Scheinbar kann man aktuell unbegrenzt Schulden machen….
    Wofür so ein Virus doch gut ist….😉

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    1. Die Antwort auf die Frage wo das Geld herkommen soll : drucken
      Und an “V” , der nicht versteht warum der Arbeitgeber die Arbeitsmittel stellen soll: Ich weis nicht was Sie von Beruf sind, aber wenn Sie z.B. Baggerfahrer wären, bringen Sie da auch Ihren eigenen Bagger mit? Und möglicherweise sind Sie der Erste der nach Datenschutz schreit, wenn der Lehrer auf seinem Privat-Rechner die Schülerdaten speichert und mit nach Hause nimmt…

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  8. Schwieriges Thema

    …dann sollen aber und die Schulen nur eine Plattform anbieten, welche alle Lehrer nutzen müssen! Nicht dass jeder Lehrer/jedes Fach weiterhin sein eigenes Süppchen kocht: Material/Infos WhatsApp, E-Mail, Plattform 1, Plattform 2 usw.
    Unsere Schule bietet z.B. Microsoft Teams an – einfach perfekt! Man findet sämtliche Unterlagen in einem Programm und braucht keine Angst haben, irgendwas übersehen zu haben!

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    1. Da freuen sich dann die großen Konzerne und Weltmarktführer, dass sie durch staatliche Förderprogramme umfangreich subventioniert werden. Dabei gibt es doch gerade heute freie oder zumindest kostengünstigere Alternativen, die ebenfalls alle relevanten Funktionen erfüllen!

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