„Bitte mehr Mut vor Ort”

Der Landkreis Rosenheim müsse endlich die überzeugte Umsetzung eines konkreten Energiewende-Konzepts vorantreiben. Unter diesem Motto stand ein gemeinsamer Klausurtag der Grünen-Kreistagsfraktion auf der Fraueninsel. „Gerade in den wirtschaftlich unsicheren Zeiten des Coronavirus können entsprechende Klimaschutz-Maßnahmen neben der Sicherung unserer Lebensgrundlagen jetzt auch zu gezielter regionaler Wertschöpfung beitragen“, betonen Fraktionssprecherin Ulla Zeitlmann und Fraktionssprecher Georg Reinthaler aus Eiselfing (Bildmitte, rotes Shirt).

Im nach der Kommunalwahl neu konstituierten Kreistag müsse daher in der laufenden Wahlperiode ein möglichst breiter Konsens gefunden werden, der greifbare Projekte rund um Energiewende und Klimaschutz ermögliche. Die bewusste Zusammenarbeit mit den Kommunen im Landkreis sowie der kreisfreien Stadt Rosenheim sei dabei ein unverzichtbarer Bestandteil.

Dass sich die Verortung eines Klimaschutzkonzepts auf Landkreisebene als sinnvoll erweise und zu langfristigen Erfolgen führen könne, stellte Gastreferent Hans Gröbmayr (4. von rechts) eindrucksvoll dar. Als Mitarbeiter der Energieagentur Ebersberg-München und ehemaliger Klimaschutzmanager des Landkreises Ebersberg berichtete er über die Notwendigkeit eines breiten, kommunalpolitischen Netzwerks pro Energiewende und Klimaschutz.

Um die Auswirkungen des Klimawandels auch in der Heimatregion zu begrenzen, bliebe nur noch ein Jahrzehnt Zeit. Mit dem dazugehörigen politischen Willen sowie Mut vor Ort in den Städten und Gemeinden und einer landkreisweiten Strategie ließen sich dauerhaft wirksame Maßnahmen unter gezielter Einbeziehung der Bevölkerung erreichen.

Die Kreistagsfraktion der Grünen möchte daher in der laufenden Wahlperiode bis zum Jahr 2026 als Impulsgeberin für die landkreisweite Energiewende auftreten und werde unter anderem mit Nachdruck die dafür benötigten personellen Ressourcen im Landratsamt einfordern.