Wie Coaching an der FOS/BOS Wasserburg neue Wege eröffnet
Die Anforderungen an junge Menschen haben sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Neben fachlichem Wissen gewinnen Kompetenzen wie Selbstvertrauen, Resilienz, Eigenverantwortung und die Fähigkeit, mit Herausforderungen konstruktiv umzugehen, zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Schulen stellen sich deshalb die Frage, wie Schülerinnen und Schüler nicht nur fachlich, sondern auch persönlich auf ihre Zukunft vorbereitet werden können.
Ein Ansatz, der in Unternehmen und im Leistungssport längst etabliert ist, findet dabei zunehmend seinen Weg in die Schule: Coaching. Um diese Entwicklung zu unterstützen, werden im Auftrag der regionalen Schulaufsichtsbehörde Lehrkräfte an Fach- und Berufsoberschulen (FOS/BOS) zu Lerncoaches ausgebildet. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler dabei zu begleiten, eigene Lösungen zu entwickeln, ihre Ressourcen zu erkennen und Herausforderungen selbstständig zu bewältigen.
Zu den Ausbilderinnen gehört auch Sandra Obermeier von der Beruflichen Oberschule, der FOS/BOS, Wasserburg. Die Lehrkraft und ausgebildete Neuromentaltrainerin qualifiziert gemeinsam mit einer Kollegin Lehrkräfte zu Lerncoaches und bringt dabei ihre Erfahrungen aus der schulischen Praxis ein.
Die Wurzeln dieses Ansatzes liegen an der FOS/BOS Wasserburg. Dort wurde mit dem Wahlfach „Timeout“ und dem ergänzenden Lerncoaching ein Konzept entwickelt, das den Menschen als Ganzes in den Blick nimmt.
Im Wahlfach „Timeout“ setzen sich Schüler mit Themen wie Selbstwert, Kommunikation, Motivation, mentaler Stärke und dem Umgang mit Herausforderungen auseinander. Sie lernen, eigene Stärken bewusst wahrzunehmen, neue Perspektiven einzunehmen und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.
Ergänzt wird das Angebot durch individuelles Lerncoaching. In vertraulichen Gesprächen können persönliche oder schulische Herausforderungen bearbeitet werden – beispielsweise bei Prüfungsangst, Motivationsproblemen, Lernblockaden oder Fragen der persönlichen Zielsetzung. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Frage, was einem Menschen fehlt, sondern welche Stärken bereits vorhanden sind und wie diese gezielt genutzt werden können.
Der Erfolg dieses Ansatzes zeigt sich nicht nur in der positiven Resonanz der Schüler, sondern auch daran, dass die gewonnenen Erfahrungen inzwischen in die Ausbildung neuer Lerncoaches einfließen. Was als Idee an einer Schule begann, entwickelt sich damit Schritt für Schritt zu einem Impuls für moderne Bildung.
Denn Schule sollte weit mehr als Wissen vermitteln. Sie kann jungen Menschen dabei helfen, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln, Verantwortung für ihren Weg zu übernehmen und Herausforderungen mit Zuversicht zu begegnen. Genau darin liegt die Idee hinter „Timeout“ und dem Lerncoaching an der FOS/BOS Wasserburg.
SO
Schaufenster


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