Aber: Innenminister Herrmann fordert mehr Unterstützung beim Sirenen-Ausbau

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat nach dem heutigen bundesweiten Warntag eine positive erste Bilanz gezogen: „Nach einem ersten Überblick ist der Warntag bei uns in Bayern sehr erfolgreich verlaufen und wir konnten die Bevölkerung mit den unterschiedlichen Warnmitteln schnell und zuverlässig erreichen. Die bundesweit zentral ausgelöste Warnung über Cell Broadcast und das Modulare Warnsystem wurden erfolgreich an die Mobiltelefone übermittelt. Auch die Sirenenwarnung in den teilnehmenden Kommunen hat insgesamt sehr gut funktioniert.“ Lediglich vereinzelt kam es zu einer leichten Verzögerung bei der Warnung über die Warn-Apps.

Neben der Warnung ab 11 Uhr ist auch die Entwarnung ab 11.45 Uhr über Cell Broadcast, die Warn-Apps und digital ansteuerbare Sirenen im Freistaat insgesamt störungsfrei verlaufen. Herrmann betonte, dass der Mix aus digitalen und analogen Warnmöglichkeiten für den Ernstfall unabdingbar ist: „Es ist daher wichtig, dass wir die Funktionsfähigkeit unserer verschiedenen Warnmittel regelmäßig im Rahmen der bundesweiten Warntage und der landesweiten Probealarme testen und die Bevölkerung für die Warnmöglichkeiten sensibilisieren.“ Die Ergebnisse des heutigen Warntags werden nun vom Bayerischen Landesamt für Bevölkerungsschutz detailliert ausgewertet und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gemeldet.

Insgesamt sieht Herrmann den Freistaat gut beim Bevölkerungs- und Katastrophenschutz aufgestellt. Seit Jahren investiert die Staatsregierung kräftig in den Katastrophenschutz. „Allein im Doppelhaushalt 2024/2025 haben wir die Mittel für den Katastrophenschutz auf jeweils über 45 Millionen Euro angehoben. Dieses hohe Niveau setzen wir auch im Doppelhaushalt 2026/2027 fort“, sagte Herrmann.

Dennoch bestehe insbesondere beim Ausbau der Sireneninfrastruktur noch immer ein großer Investitionsbedarf, für den es gemeinsame Anstrengungen von Bund, Ländern und Kommunen brauche. „Wir verfügen inzwischen über mehr als 11.000 Sirenen im Freistaat. Damit haben wir bereits einiges erreicht, sind aber noch nicht am Ziel. Sirenen als klassisches Warnmittel sind unabdingbar bei der Warnung der Bevölkerung, vor allem aufgrund ihres Weckeffekts etwa in den Nachtstunden oder auch bei einem Stromausfall.“ Laut Herrmann hat der Bund erklärt, sich auch künftig an der Sirenenförderung zu beteiligen. Dies ist zunächst erfreulich, sollte im Interesse eines zügigen Ausbaus der Sireneninfrastruktur aber in größerem Umfang erfolgen.

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