Ein Tag an der Hochschule Rosenheim ganz im Zeichen der MINT-Förderung
Praxisnahe Einblicke in die Naturwissenschaften gab es im Workshop „Chemie und Umwelt“ – siehe Foto: Ein Tag ganz im Zeichen der MINT-Förderung: Etwa 210 Schülerinnen und Schüler nahmen gemeinsam mit 40 Lehrkräften am MINT-EC-Regionalforum an der TH Rosenheim teil. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen praxisnahe Einblicke in MINT-Karrierewege sowie aktuelle Entwicklungen in der Luft- und Raumfahrt. Unterstützt wurde die Hochschule bei der Ausrichtung von Partnern aus der Wirtschaft.
Die Abkürzung MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Diese Fachgebiete sind ein zentraler Treiber für Innovation und wirtschaftliche Entwicklung. Das MINT-EC-Regionalforum zeigte praxisnah, welche Bildungs- und Karrierewege sich für junge Menschen in diesen Disziplinen eröffnen und wie Schulen, Hochschulen und Unternehmen zusammenarbeiten können. „Die MINT-Förderung hat an unserer Hochschule einen hohen Stellenwert, weil wir damit die potenziellen Studierenden von morgen erreichen und ihnen einen Einblick in das vielfältige Studien- und Berufsangebot geben können“, sagt Professorin Dr. Nicole Strübbe, Vizepräsidentin der TH Rosenheim und an der Hochschule federführend für das Thema MINT zuständig.
Es gebe eine Reihe von guten Gründen, eine Berufslaufbahn im MINT-Bereich einzuschlagen, ergänzt Steffi Panhans, Netzwerkkoordination im MINTnetz18+, dem regionalen Bildungsnetzwerk der TH Rosenheim. „Die Karrieremöglichkeiten sind vielfältig, man arbeitet an wichtigen Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen und das oftmals in interdisziplinären Teams. Nicht zuletzt sind auch die Gehaltsaussichten sehr attraktiv“, so Panhans.
Dr. Christof Prechtl, stellvertretender Hautgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), unterstreicht: „Um den Fachkräftenachwuchs von morgen langfristig zu sichern, ist die gezielte Förderung junger Technik-Talente essenziell. Mit dem MINT-EC-Regionalforum ermöglichen wir Schülerinnen und Schülern wertvolle Einblicke in Zukunftstechnogien und spannende Berufsfelder.“
Schwerpunkt Luft- und Raumfahrt
In einem Dutzend interaktiver Workshops arbeiteten die Teilnehmenden an konkreten Fragestellungen und Anwendungen. Ein besonderer Schwerpunkt lag thematisch auf der Luft- und Raumfahrt mit einem Impulsvortrag von Dr. Tobias Schüttler vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie mehreren Workshops zu diesem Themengebiet. Zudem wurden bei der Veranstaltung erste Einzelheiten zum neuen DLR_School_Lab präsentiert, das bis Ende dieses Jahres an der Hochschule eingerichtet wird.
Bei den Jugendlichen kam das abwechslungsreiche Programm beim MINT-EC-Regionalforum sehr gut an: „Wir haben im Workshop ‚Chemie und Umwelt‘ Versuche gemacht, die wir aus der Schule noch nicht kannten. Das war interessant und hat neue Perspektiven gebracht“, so Krista Marche, die das Karolinen-Gymnasium in Rosenheim besucht. Im selben Workshop war auch Benedikt Podmirseg vom Ludwig-Thoma-Gymnasium Prien. „Naturwissenschaften haben mich schon immer in der Schule interessiert. Es ist sehr spannend, wenn man etwas von Fachleuten aus der Praxis gezeigt und erklärt bekommt.“
Mit dem Lötkolben umzugehen – das lernten die Schülerinnen und Schüler im Workshop „Zukunft unter Strom“ …
Parallel zu den Workshops vertieften die Lehrkräfte in einem eigenen Fachprogramm innovative Lehr-Lern-Formate für den MINT-Unterricht oder setzten sich mit Künstlicher Intelligenz, Large Language Models und ihrem verantwortungsvollen Einsatz in Schule und Unterricht auseinander.
„Das Lernen in kleinen Gruppen durch das gemeinsame Bearbeiten von Aufgaben an einem großen Tisch ist ein interessanter Ansatz. Es sorgt dafür, dass sich ein passiven Zuhörer in einen aktiven Mitmacher verwandelt“, so Boris Schulze, Lehrer für Mathematik und Physik am Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium in München. Freilich sei es nicht so einfach, solch eine innovative Lehrmethode im Schulalltag umzusetzen. „Da gibt es schon deutliche Unterschiede zu den Rahmenbedingungen an einer Hochschule, allein von den Räumen her. Aber das Konzept ist super.“
Hintergrund
MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Es steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK). Hauptförderer von MINT-EC sind der Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Rahmen der Initiative ‚think ING‘ sowie die Siemens Stiftung und die bayerischen Arbeitgeberverbände bayme vbm und vbw.
Fotos: Hochschule Rosenheim / Anton Maier
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