Hochschule für öffentlichen Dienst: Dr. Sandra Köller neue Leiterin der Sozialverwaltung
Mit einer Feierstunde im historischen Rathaussaal der Stadt Wasserburg wurde jetzt der langjährige Leiter des Fachbereichs Sozialverwaltung der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern – Rainer Schmid (Foto) verabschiedet. Gleichzeitig wurde Dr. Sandra Köller (im Bild unten) offiziell in ihrer Funktion als neue Leiterin des Fachbereichs begrüßt. Sie hatte die Leitung bereits im Februar 2026 übernommen gehabt.
Mehr als 100 geladene Gäste – überwiegend leitende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener bayerischer Behörden sowie berufliche Wegbegleiter Schmids – nahmen an der Veranstaltung teil. Begrüßt wurden sie vom stellvertretenden Fachbereichsleiter Johannes Oettl.
In ihrem anschließenden Grußwort griff die Präsidentin der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern, Birgit Hensger, das Bild einer Fußballmannschaft auf. Sie verglich die Leitung eines Fachbereichs mit der Aufgabe eines Trainers: Ein Fachbereichsleiter gebe Orientierung, bestimme die strategische Ausrichtung, entwickle Menschen, bewahre auch in hektischen Situationen Ruhe und handle nach dem Grundsatz: „Der Erfolg gehört der Mannschaft.“ Rainer Schmid attestierte sie ein vorzügliches Trainerdasein. Mit Blick auf Dr. Sandra Köller ergänzte sie: „Nun ist die Co-Trainerin zur Cheftrainerin aufgestiegen.“
Birgit Hensger …
Die Festrede hielt Ministerialdirektor Christian Schoppik (Bild unten) aus dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales. Er betonte die zentrale Bedeutung des Fachbereichs Sozialverwaltung für die Ausbildung qualifizierter Nachwuchskräfte. Der Fachbereich sei ein wesentlicher Pfeiler der Kompetenz im öffentlichen Dienst.
Mit einem Verweis auf den Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick und dessen Aussage „Die Lösung ist das Problem“ spannte Schoppik den Bogen zu den täglichen Herausforderungen in Verwaltung und Führung. Dabei stellte er augenzwinkernd die Frage, ob der „kreative Jurist“ nicht ein Widerspruch in sich sei – und beantwortete sie mit Blick auf Rainer Schmids Wirken eindeutig. Schmid habe den Fachbereich mit Weitsicht, Innovationskraft und zugleich großer Kontinuität durch eine von Veränderungen geprägte Zeit geführt.
Als besondere Verdienste hob Schoppik unter anderem die im Zusammenhang mit der Verdoppelung der Studierendenzahlen erfolgreich bewältigten organisatorischen Herausforderungen, die Digitalisierung und die Einführung des Erasmus+ Programms, das Auslandspraktika ermöglicht, hervor. Diese Entwicklungen hätten den Fachbereich nachhaltig gestärkt und zukunftsfähig aufgestellt. Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass die Erfolgsgeschichte des Fachbereichs unter der Leitung von Dr. Sandra Köller fortgeschrieben werde.
In seiner Abschiedsrede blickte Rainer Schmid auf seine jahrzehntelange Tätigkeit im öffentlichen Dienst zurück. Er betonte, diesen beruflichen Weg nie bereut zu haben. Im Gegenteil: Seine Arbeit habe er stets als besonders sinnstiftend empfunden. Mit den Worten „Wir sind die Guten!“ unterstrich er die gesellschaftliche Bedeutung des öffentlichen Dienstes und seiner Beschäftigten.
Besonders hob Schmid die Menschen am Fachbereich hervor. Erst das engagierte Zusammenwirken von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung, Lehrenden sowie Studierenden habe es ermöglicht, außergewöhnliche Herausforderungen – etwa während der Corona-Pandemie – erfolgreich zu bewältigen. Trotz zahlreicher Erfolge verschwieg Schmid auch einen unerfüllten Wunsch nicht: Die Einführung eines Bachelorabschlusses sei während seiner Amtszeit nicht gelungen. Gleichzeitig stellte er fest, dass die erreichten Erfolge stets das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen gewesen seien. „Wir waren ein Team“, fasste er seine Amtszeit zusammen.
In ihrer Antrittsrede richtete Dr. Sandra Köller den Blick nach vorne. Sie machte deutlich, dass die Übernahme der Leitungsfunktion ohne den Rückhalt ihrer Familie nicht möglich gewesen wäre. Zugleich betonte sie, dass bei allen technischen Innovationen und den Möglichkeiten der Digitalisierung die Verantwortung für Entscheidungen letztlich immer beim Menschen liege.
Die von Hochschulpräsidentin Birgit Hensger verwendete Trainer-Metapher griff Dr. Sandra Köller auf und beschrieb sich selbst als Teamplayerin in einer funktionierenden Mannschaft. Erfolgreiche Führung bedeute für sie, Lösungen gemeinsam zu entwickeln und unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen. Dabei formulierte sie ihr persönliches Credo: „Wenn du schnell gehen willst, dann gehe allein. Wenn du weit gehen willst, dann gehe mit anderen.“ Dieser Leitsatz solle auch künftig die Zusammenarbeit am Fachbereich prägen.
Für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung sorgte das Duo „Oache Brothers“ – Rainer Schmid widmete seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Titel „Simply the Best“ – als musikalisches Dankeschön für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Mit der offiziellen Amtseinführung von Dr. Sandra Köller wurde zugleich der Beginn eines neuen Kapitels am Fachbereich Sozialverwaltung gewürdigt. Die Veranstaltung bot den Gästen Gelegenheit, auf das Wirken von Rainer Schmid zurückzublicken und zugleich den Blick auf die zukünftige Entwicklung des Fachbereichs zu richten.
Im Anschluss klang die Feierstunde bei einem Sektempfang und einem Imbiss im Foyer des Fachbereichs Sozialverwaltung der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern aus. In angenehmer Atmosphäre nutzten die Gäste die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen sowie zum Austausch mit den beiden Fachbereichsleitern, Wegbegleitern und Vertreterinnen und Vertretern der Behörden.
Schaufenster





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